Hadern

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Dieser Artikel behandelt den Stadtteil Hadern von München, zu anderen Bedeutungen siehe Hader.

48.11055555555611.465277777778Koordinaten: 48° 6′ 38″ N, 11° 27′ 55″ O

Hadern
Landeshauptstadt München
Postleitzahl: 80689, 81375, 81377
Vorwahl: 089
Karte

Lage des Stadtbezirks 20 in München

Hadern bildet den Stadtbezirk 20 von München.

Lage[Bearbeiten]

Haderns Grenzen verlaufen ungefähr entlang der Forst-Kasten-Allee im Süden, der Fürstenrieder Straße im Osten, der Senftenauerstraße im Norden sowie der Stadtgrenze im Westen. Der größte Friedhof der Stadt, der rund 170 Hektar umfassende Waldfriedhof, nimmt knapp ein Fünftel der gut 922 Hektar messenden Bezirksfläche ein.

Unterteilung[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk Hadern ist in drei Bezirksteile unterteilt, von Norden nach Süden sind das Blumenau, Neuhadern und Großhadern. Im Bezirksteil Blumenau liegen die Quartiere Blumenau und Kleinhadern, im Bezirksteil Neuhadern die Quartiere Neuhadern und Kurparksiedlung, und der Bezirksteil Großhadern enthält auch noch den Waldfriedhof.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

Groß- und Kleinhadern auf einer Karte von 1858

Hadern war ursprünglich ein Bauerndorf und wurde erstmals im 11. Jahrhundert unter dem Namen Haderun erwähnt. Großhadern gehörte zum Kloster Benediktbeuern, Kleinhadern zum Kloster Schäftlarn. Großhadern wurde 1938 zu München eingemeindet, und ist damit der jüngste Stadtteil. Die Strukturen der ehemaligen bäuerlichen Siedlung sind in Großhadern um den alten Dorfkern noch deutlich auszumachen. In weiten Teilen Haderns bestimmt lockere Einfamilienhausbebauung das städtebauliche Bild. Auf den früher landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 80er Jahre Großwohnanlagen wie die Blumenau oder die Komplexe an der Senftenauerstraße und in Neuhadern mit einem hohen Anteil an Sozialwohnungen gebaut.

Südlich des Klinikums Großhadern entstanden in den letzten Jahren neue Wohnbauten. Seit der Verlängerung der U-Bahnlinie 6 zum Klinikum (1993) ist der Bezirk mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen.

Das Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München ist der größte Krankenhauskomplex Münchens. 1994 wurde das Genzentrum der LMU in Betrieb genommen, 1999 wurde die gesamte chemisch-pharmazeutische Fakultät nach Hadern umgesiedelt. 2004 wurde mit der Aufnahme des Vorlesungs- und Forschungsbetriebs im Department Biologie II des Biozentrums der HighTech CampusLMU in Großhadern/Martinsried weiter ausgebaut. Hier sollen mittel- und langfristig zusätzlich die gesamte biologische Fakultät und weitere naturwissenschaftliche Fakultäten und Institute zusammengeführt werden.

Mit dem Kinderzentrum des Bezirks Oberbayern und angeschlossener Montessorischule sowie dem Altenwohnstift Augustinum und zugehöriger Stiftsklinik sind weitere soziale Einrichtungen im Stadtteil beheimatet, die zusammen mit dem Klinikum einen Großteil der Arbeitsplätze im Viertel zur Verfügung stellen.

Die soziale Zusammensetzung der Bevölkerung ist geprägt von jüngeren, meist qualifizierten Erwerbstätigen sowie älteren Menschen vor allem in den älteren Sozialbauten und Einfamilienhausquartieren. Der Ausländeranteil in Hadern liegt unter dem Durchschnitt der Stadt.

Politik[Bearbeiten]

Bezirksausschusswahl März 2008
(Stimmen in Prozent) [1]
 %
50
40
30
20
10
0
42,4 %
37,0 %
12,7 %
7,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2002 [1]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,8 %p
-1,7 %p
+4,2 %p
+3,3 %p

Dem Bezirksausschuss gehören 23 Mitglieder an, davon CSU 10 Sitze, SPD 9 Sitze, GRÜNE 3 Sitze und FDP 1 Sitz.

Bildung und Kultur[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in München/Hadern

Statistik[Bearbeiten]

Tabelle der Stadtbezirksteile[3]

Nr. Stadtbezirksteil Fläche
ha
Bevölkerung
31.12.2009
Einwohner/
ha
Bemerkung
20.1 Blumenau 149,4193 12.869 86,13 mit Kleinhadern
20.2 Neuhadern 313,9978 22.902 72,94 mit Kurparksiedlung
20.3 Großhadern 458,9708 10.719 23,35 mit Waldfriedhof
20 Hadern 922,3879 46.490 50,40  



(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einwohner davon Ausländer Fläche in ha EW pro ha Quelle mit weiteren Daten
2000 041.689 007.526 (18,1 %) 0921,59 045 Statistisches Taschenbuch München 2001. pdf-Download
2001 041.858 007.614 (18,2 %) 0921,59 045 Statistisches Taschenbuch München 2002. pdf-Download
2002 042.563 008.051 (18,9 %) 0921,59 046 Statistisches Taschenbuch München 2003. pdf-Download
2003 042.823 008.364 (19,5 %) 0922,55 046 Statistisches Taschenbuch München 2004. pdf-Download
2004 043.396 008.683 (20,0 %) 0922,55 047 Statistisches Taschenbuch München 2005. pdf-Download
2005 043.981 009.024 (20,5 %) 0922,37 048 Statistisches Taschenbuch München 2006. pdf-Download
2006 044.993 009.218 (20,5 %) 0922,37 049 Statistisches Taschenbuch München 2007. pdf-Download
2007 046.059 009.744 (21,2 %) 0922,39 050 Statistisches Taschenbuch München 2008. pdf-Download
2008 046.385 009.947 (21,4 %) 0922,39 050 Statistisches Taschenbuch München 2009. pdf-Download
2009 046.490 009.973 (21,5 %) 0922,39 050 Statistisches Taschenbuch München 2010. pdf-Download
2010 046.851 010.076 (21,5 %) 0922,39 051 Statistisches Taschenbuch München 2011. pdf-Download
2011 047.459 010.419 (22,0 %) 0922,39 051 Statistisches Taschenbuch München 2012. pdf-Download
2012 047.949 010.914 (22,8 %) 0922,39 052 Statistisches Taschenbuch München 2013. pdf-Download

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b muenchen.de – Bezirksausschusswahl 2008, abgerufen am 17. Dezember 2010
  2. Heiglhoftheater
  3. Statistisches Amt der Stadt München, Auskunftsbüro (E-Mail 23. Juni 2010), eigene Berechnungen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hadern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien