Hadern

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Dieser Artikel behandelt den Stadtteil Hadern von München, zu anderen Bedeutungen siehe Hader.

48.11055555555611.465277777778Koordinaten: 48° 6′ 38″ N, 11° 27′ 55″ O

Hadern
Landeshauptstadt München
Fläche: 9,22 km²
Einwohner: 48.945 (31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 80689, 81375, 81377
Vorwahl: 089
Karte

Lage des Stadtbezirks 20 Hadern in München

Hadern ist der Stadtbezirk 20 der bayerischen Landeshauptstadt München.

Lage[Bearbeiten]

Haderns Grenzen verlaufen ungefähr entlang der Forst-Kasten-Allee im Süden, der Fürstenrieder Straße im Osten, der Senftenauerstraße im Norden sowie der Stadtgrenze im Westen. Der größte Friedhof der Stadt, der rund 170 Hektar umfassende Waldfriedhof, nimmt knapp ein Fünftel der gut 922 Hektar messenden Bezirksfläche ein.

Der Bezirk grenzt (aufgezählt im Uhrzeigersinn) an die Stadtbezirke Pasing-Obermenzing und Laim im Norden, Sendling-Westpark im Osten und Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln im Süden sowie die Gemeinden Neuried im Südwesten und Planegg und Gräfelfing im Westen (alle im Landkreis München).

Unterteilung[Bearbeiten]

Der Stadtbezirk Hadern ist in drei Bezirksteile unterteilt, von Norden nach Süden sind das Blumenau, Neuhadern und Großhadern. Im Bezirksteil Blumenau liegen die Quartiere Blumenau und Kleinhadern, im Bezirksteil Neuhadern die Quartiere Neuhadern und Kurparksiedlung, und der Bezirksteil Großhadern enthält auch noch den Waldfriedhof.

Geschichte und Beschreibung[Bearbeiten]

Groß- und Kleinhadern auf einer Karte von 1856

Hadern war ursprünglich ein Bauerndorf und wurde erstmals im 11. Jahrhundert unter dem Namen Haderun erwähnt. Großhadern gehörte zum Kloster Benediktbeuern, Kleinhadern zum Kloster Schäftlarn. Großhadern wurde 1938 zu München eingemeindet, und ist damit der jüngste Stadtteil. Die Strukturen der ehemaligen bäuerlichen Siedlung sind in Großhadern um den alten Dorfkern noch deutlich auszumachen. In weiten Teilen Haderns bestimmt lockere Einfamilienhausbebauung das städtebauliche Bild. Auf den früher landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1980er Jahre Großwohnanlagen wie die Blumenau oder die Komplexe an der Senftenauerstraße und in Neuhadern mit einem hohen Anteil an Sozialwohnungen gebaut.

Südlich des Klinikums Großhadern entstanden in den letzten Jahren neue Wohnbauten. Seit der Verlängerung der U-Bahnlinie 6 zum Klinikum (1993) ist der Bezirk mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen.

Das Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München ist der größte Krankenhauskomplex Münchens. 1994 wurde das Genzentrum der LMU in Betrieb genommen, 1999 wurde die gesamte chemisch-pharmazeutische Fakultät nach Hadern umgesiedelt. 2004 wurde mit der Aufnahme des Vorlesungs- und Forschungsbetriebs im Department Biologie II des Biozentrums der HighTech CampusLMU in Großhadern/Martinsried weiter ausgebaut. Hier sollen mittel- und langfristig zusätzlich die gesamte biologische Fakultät und weitere naturwissenschaftliche Fakultäten und Institute zusammengeführt werden.

Mit dem Kinderzentrum des Bezirks Oberbayern und angeschlossener Montessorischule sowie dem Altenwohnstift Augustinum und zugehöriger Stiftsklinik sind weitere soziale Einrichtungen im Stadtteil beheimatet, die zusammen mit dem Klinikum einen Großteil der Arbeitsplätze im Viertel zur Verfügung stellen.

Die soziale Zusammensetzung der Bevölkerung ist geprägt von jüngeren, meist qualifizierten Erwerbstätigen sowie älteren Menschen vor allem in den älteren Sozialbauten und Einfamilienhausquartieren. Der Ausländeranteil in Hadern liegt unter dem Durchschnitt der Stadt.

Politik[Bearbeiten]

Bezirksausschusswahl 2014
(Stimmen in Prozent)[2]
 %
50
40
30
20
10
0
47,4 %
32,7 %
16,5 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008[2]
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,0 %p
-4,3 %p
+3,8 %p
-4,5 %p

Der Bezirksausschuss von Hadern wurde zuletzt am 16. März 2014 gewählt. Die Sitzverteilung lautet wie folgt: CSU 11, SPD 7, Grüne 4 und FDP 1.[2] Von den 35.411 stimmberechtigten Einwohnern Haderns haben 15.715 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 44,4 Prozent lag.

Bildung und Kultur[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten]



(Stand jeweils am 31. Dezember, Einwohner mit Hauptwohnsitz)

Jahr Einwohner davon Ausländer Fläche
in km²
Einwohner
je km²
Quelle mit weiteren Daten[4]
2000 41.689 7.526 (18,1 %) 9,2159 4.524 Statistisches Taschenbuch München 2001 (PDF)
2001 41.858 7.614 (18,2 %) 9,2159 4.542 Statistisches Taschenbuch München 2002 (PDF)
2002 42.563 8.051 (18,9 %) 9,2159 4.618 Statistisches Taschenbuch München 2003 (PDF)
2003 42.823 8.364 (19,5 %) 9,2255 4.642 Statistisches Taschenbuch München 2004 (PDF)
2004 43.396 8.683 (20,0 %) 9,2255 4.704 Statistisches Taschenbuch München 2005 (PDF)
2005 43.981 9.024 (20,5 %) 9,2237 4.768 Statistisches Taschenbuch München 2006 (PDF)
2006 44.993 9.218 (20,5 %) 9,2237 4.878 Statistisches Taschenbuch München 2007 (PDF)
2007 46.059 9.744 (21,2 %) 9,2239 4.993 Statistisches Taschenbuch München 2008 (PDF)
2008 46.385 9.947 (21,4 %) 9,2239 5.029 Statistisches Taschenbuch München 2009 (PDF)
2009 46.490 9.973 (21,5 %) 9,2239 5.040 Statistisches Taschenbuch München 2010 (PDF)
2010 46.851 10.076 (21,5 %) 9,2239 5.079 Statistisches Taschenbuch München 2011 (PDF)
2011 47.459 10.419 (22,0 %) 9,2239 5.145 Statistisches Taschenbuch München 2012 (PDF)
2012 47.949 10.914 (22,8 %) 9,2239 5.198 Statistisches Taschenbuch München 2013 (PDF)
2013 48.945 11.715 (23,9 %) 9,2237 5.306 Statistisches Taschenbuch München 2014 (PDF)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Bevölkerung in den Stadtbezirken nach der Einwohnerdichte am 31.12.2013 (PDF; 424 kB). Statistisches Amt der Landeshauptstadt München. Abgerufen am 12. Juni 2014.
  2. a b c Wahl des Bezirksausschusses – Stadtbezirk 20 – Hadern. Landeshauptstadt München. Abgerufen am 15. Juni 2014.
  3. Heiglhoftheater
  4. Archiv Stadtteilinformationen. Landeshauptstadt München. Abgerufen am 22. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hadern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien