Eilpe

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Katholische Kirche Herz Jesu in Eilpe
Sensenhammer im LWL-Freilichtmuseum
Denkmalgeschütztes Haus an der Selbecker Straße

Eilpe ist der Name eines Ortsteils der kreisfreien Großstadt Hagen im südlichen Ruhrgebiet, welcher im Jahre 1876 zusammen mit dem Ortsteil Wehringhausen eingemeindet wurde. 2011 hatte Eilpe 11.227 Einwohner[1].

Lage[Bearbeiten]

Der Ortsteil liegt südöstlich des Stadtzentrums von Hagen überwiegend am linken Ufer der Volme und bildet zusammen mit Dahl den Stadtbezirk Eilpe/Dahl. Zwischen beiden Ortsteilen befindet sich die Ortslage Ambrock.

Geschichte[Bearbeiten]

Eilpe zählt zu den alten Siedlungsstätten im Raum Hagen. Auf dem Bergrücken am „Riegerbusch“ wurden Spuren eines mittelsteinzeitlichen Siedlungsplatzes von vor rund 10.000 Jahren gefunden.

Urkundlich erstmals erwähnt ist ein Eilper Hof im Jahr 1019 in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs II an den Erzbischof von Cölln, Abt des Klosters zu Deutz, wahrscheinlich ein Unterhof des Oberhofes Hagen. Um diesen Deutzer Hof an der Mündung des Eilper Baches in die Volme entstanden nach und nach weitere Höfe und Kotten, die entweder zu einem Haupthof gehörten oder sich selbständig machten. Im Jahr 1486 weist das Schatzbuch der Grafschaft Mark eine „Eylper Burschop“, eine Eilper Bauernschaft, aus.

Noch vor 1827 wurde der Ortsteil Selbecke nach Eilpe eingemeindet.

Aufgrund der Bevölkerungszunahme, der gleichzeitigen Industrialisierung und der immer stärkeren Verflechtung mit der Stadt Hagen stimmte der Gemeindevorstand von Eilpe am 28. Mai 1875 einer Eingemeindung in die Stadt Hagen zu. Die Eingemeindung von Eilpe trat am 1. Januar 1876 in Kraft.[2]

Kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten]

In Eilpe befindet sich das Historisches Centrum Hagen mit dem Stadtmuseum, dem Stadtarchiv und dem Westfälischen Musik- und Literaturarchiv. Ferner die Galerie Hagenring und im Ortsteil Selbecke das LWL-Freilichtmuseum Hagen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Für einen wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes sorgte 1661 die Ansiedlung von Klingenschmieden aus Solingen in Eilpe, deren 1665 errichteten Wohnhäuser als Lange Riege zum Teil heute noch erhalten sind. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden hier Messer- und Schwertklingen produziert. Demgegenüber entstand mit der Papierherstellung in den 1696 von Matthias Vorster begründeten Papiermühlen bei Delstern ein Gewerbezweig mit Exportbeziehungen nach Russland und in viele europäische Länder, sowie während des 18. Jahrhunderts auch nach Nordamerika. Südlich von Eilpe wird noch heute im Steinbruch bei Ambrock Grauwacke abgebaut.

Über eine das Volmetal überquerende Zubringerstraße ist der Ortsteil mit der Autobahnabfahrt Hagen-Süd an die Bundesautobahn 45 angeschlossen. Ferner führen die Bundesstraße 54 sowie die Volmetalbahn mit einer eigenen Haltestelle unmittelbar an Eilpe vorbei.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hagen-Eilpe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Hagen: Bevölkerung in den Hagener Bezirken 2011 (PDF; 17 kB), abgerufen am 3. März 2013
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 230.

51.3463888888897.4933333333333Koordinaten: 51° 21′ N, 7° 30′ O