Hagenthal-le-Bas

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Hagenthal-le-Bas
Wappen von Hagenthal-le-Bas
Hagenthal-le-Bas (Frankreich)
Hagenthal-le-Bas
Region Elsass
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Huningue
Koordinaten 47° 31′ N, 7° 29′ O47.5247222222227.4775358Koordinaten: 47° 31′ N, 7° 29′ O
Höhe 319–481 m
Fläche 6,20 km²
Einwohner 1.169 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 189 Einw./km²
Postleitzahl 68220
INSEE-Code

Rathaus

Hagenthal-le-Bas (deutsch Niederhagenthal) ist eine französische Gemeinde mit 1169 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haut-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Huningue und ist Sitz des Gemeindeverbandes Porte du Sundgau.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hagenthal-le-Bas im liegt am Südostrand des Sundgau, an der Grenze zur Schweiz, etwa acht Kilometer südwestlich von Basel. Durch die Gemeinde fließt der Lertzbach (auf Schweizer Gebiet Lörzbach genannt). Hagenthal-le-Bas und die Nachbargemeinde Hagenthal-le-Haut bilden ein geschlossenes Siedlungsgebiet.

Nachbargemeinden von Hagenthal-le-Bas sind Wentzwiller im Norden, Buschwiller und Schönenbuch (Schweiz) im Nordosten, Neuwiller im Osten, Leymen im Süden, Hagenthal-le-Haut im Westen sowie Folgensbourg im Nordwesten.


Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 737 747 814 777 896 1001 1056

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss (Château de Hagenthal-le-Bas), seit 2003 im Besitz der Gemeinde, als Monument historique vorgeschlagen[1]
  • Kirche St. Peter und Paul
  • Kreuzerhöhungs-Kapelle (Chapelle de l'Exaltation de la Sainte-Croix) aus dem Jahr 1842
Schloss
St. Peter und Paul, Südwestseite
St. Peter und Paul, Südostseite

Giftmüll[Bearbeiten]

In einer Betonprobe haben Laboranalysen einen alarmierenden Wert ergeben. Hochgerechnet auf 1 Kilogramm Beton haben die Experten 750 Gramm Hexachlorcyclohexan (HCH) nachgewiesen. Das Gift liegt schon über drei Jahrzehnte auf den Fusswegen als Kies sowie Beton – mit dem Regenwasser sind Spuren des Gifts auch in das Wiesland und in den Lörxbach gelangt. Die Umweltorganisation Pingwin Planet wies in Wasserproben HCH nach, ebenso in den Sedimenten des Bachs, wo sie sogar HCH-Partikel fand. Das HCH stammt von der französischen Fabrik Ugine Kuhlmann, die bis 1976 in Huningue das Insektenmittel Lindan hergestellt hat. Bei der Produktion von Lindan entstehen 20 % Produkt und 80 %-HCH-Abfall. Die französischen Behörden wissen seit 1972 vom giftigen HCH-Kies in Hagenthal. Das Amt für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Landschaft hat 2005 HCH im Wasser des Lörxbachs gefunden - ohne zu reagieren. Der Lörxbach bildet z.T. die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz.[2] [3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Raphael Ris (auch: Raphael Ries; 1728–1813), Schweizer Rabbiner und Kabbalist
  • Abraham Ris (auch: Abraham Ries; 1763–1834), Schweizer Rabbiner

Quellen[Bearbeiten]

  1. Artikel in der Tageszeitung Dernières Nouvelles d’Alsace (französisch)
  2. sf/blur: Giftmüll unter freiem Himmel. SF Tagesschau, 29. November 2011, abgerufen am 29. November 2011.
  3. http://www.martinforter.ch Hagenthal: Chemiemüll unter freiem Himmel gefunden

Weblinks[Bearbeiten]