Haghpat

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Haghpat
Հաղպատ
Staat: Armenien Armenien
Provinz: Lori
Koordinaten: 41° 6′ N, 44° 43′ O41.09361111111144.711944444444Koordinaten: 41° 6′ N, 44° 43′ O
 
Einwohner: 787 (2001)
Zeitzone: UTC+4
 
Gemeindeart: Dorf
Haghpat (Armenien)
Haghpat
Haghpat

Haghpat (armenisch Հաղպատ) ist ein Dorf in der nordarmenischen Provinz Lori, nahe der Stadt Alawerdi und der georgischen Grenze. Das Dorf liegt auf einem zerklüfteten Plateau, einer ausgedehnten flachen Landschaft, die von tiefen Flussbetten durchschnitten wird. Die Dörfer Sanahin und Akner, sowie ein Teil Alaverdis, liegen in Sichtweite auf benachbarten Plateauteilen, jedoch muss man, um dorthin zu gelangen, den steilen und mühsamen Auf- und Abstieg durch das Flussbett bewältigen.

Das verarmte Dorf profitiert kaum vom Tourismus zum Klosterkomplex Haghpatavank, die große Mehrheit der Einwohner lebt von Viehzucht und Gemüseanbau. Einige Dorfbewohner arbeiten in Alawerdi, etwa 10 km von Haghpat entfernt, während andere in den nahen Wäldern Beeren sammeln (vor allem Brombeeren und Hartriegel) und diese verkaufen. Wasser wird aus diversen Bergquellen geschöpft, die es in dieser Gegend in großer Zahl gibt.

Kloster[Bearbeiten]

Haghpat ist durch Haghpatavank (Հաղպատավանք) bekannt, ein Kloster, das im 10. Jahrhundert (967 oder 976) gegründet wurde und wie das benachbarte Kloster Sanahin zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Der Bau des Klosters entstand unter der Bagratidendynastie. Die Fertigstellung des ältesten Teils des Klosters, der Surb Nschan-Kirche (Heiligkreuz-Kirche), erfolgte im Jahr 991 durch den armenischen Architekten Trdat. Der besonders große heutige Gawit von Haghpat wurde um 1210 an Stelle eines Mausoleums errichtet.[1]

Der Klosterkomplex gehört der Armenischen Apostolischen Kirche. Über das Gelände verteilt finden sich einige Chatschkare (Steine mit kunstvollen Gravuren die meist Kreuze darstellen) und bischöfliche Grabstätten. Der Komplex ist ein herausragendes Beispiel für die mittelalterliche armenische Architektur und zieht daher eine wachsende Zahl von Touristen an, seit einige armenische Reiseagenturen Haghpat in ihren Reiseführern erwähnen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haghpat – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haghpat. In: Armenian Studies Program. California State University, Fresno, abgerufen am 14. Mai 2011 (englisch).