Hagsfeld

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49.0294444444448.4572222222222114Koordinaten: 49° 1′ 46″ N, 8° 27′ 26″ O

Hagsfeld
Stadt Karlsruhe
Wappen von Hagsfeld
Höhe: 114 m
Fläche: 7,18 km²
Einwohner: 7023 (20. Feb. 2010)
Eingemeindung: 1. April 1938
Postleitzahl: 76139
Vorwahl: 0721
Karte

Lage von Hagsfeld in Karlsruhe

Hagsfeld ist ein Stadtteil von Karlsruhe in Baden-Württemberg und grenzt an den Stadtteil Waldstadt an.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 991 wird Hagsfeld zum ersten Mal als „Habachesfelt“ erwähnt. Wegen dieses Namens erzählt man sich die Geschichte, dass eines Tages eine neue Gemeinde auf einem Feld voller Habachen (wahrscheinlich Bäume) errichtet wurde.

Am 2. Dezember 1261 bestätigt Papst Urban IV., dass „Hagesvelt“ mit all seinen Höfen zum Kloster Gottesaue gehört. Markgraf Jakob I. vermacht Hagsfeld 1453 seinem Sohn Georg. Die Laurentiuskirche wird 1499 ebenfalls als Eigentum von Kloster Gottesaue erwähnt.

Der Dreißigjährige Krieg fordert auch in Hagsfeld viele Opfer, so dass es 1650 noch 45 Einwohner zählt. 1851 umfasst Hagsfeld bereits 110 Häuser, in denen insgesamt 908 Einwohner wohnen.

Die Freiwillige Feuerwehr Hagsfeld wird 1874 gegründet, bevor 1895 ein erster Bahnhof erbaut wird. 1909 folgt die erste Gaslinie, so dass die Einwohnerzahl in Hagsfeld im Jahr 1911 bis auf 2000 Einwohner angestiegen ist.

Durch die Herrschaft des Nationalsozialismus werden 1933 die Freie Turnerschaft und der Arbeitersportverein verboten. Die 2962 Einwohnern der Gemeinde werden am 1. April 1938 in die Stadt Karlsruhe eingemeindet. Am 24./25. April 1944 luden fehlgeleitete britische Flugzeuge die für den Karlsruher Bahnhofsbereich bestimmten Bomben unter anderem über Hagsfeld ab; der Ort wurde zum größten Teil zerstört.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein silbernes Dorfzeichen (Hausmarke), bestehend aus Deichselkopfschaft mit Mittelkreuzsprosse und Sparrenfuß.“

Forschung[Bearbeiten]

Das Technologiezentrum Wasser (TZW) des DVGW befindet sich auf der Gemarkung von Hagsfeld. Forschungsschwerpunkte sind Mikrobiologie und Analytik. Auch regionale Gewässer werden laufend untersucht.

Sport[Bearbeiten]

Fußball, Tennis[Bearbeiten]

Nur im Allgemeinen Sportverein (ASV) Hagsfeld wird in Hagsfeld Fußball gespielt. Der Verein wurde 1907 gegründet und verfügt über zwei Rasenplätze mit Flutlicht.

Neben Fußball bietet der Verein auch eine Tennisabteilung an, wofür 6 Tennis-Sandplätze genutzt werden können.

Handball[Bearbeiten]

Die Vereinte Turnerschaft Hagsfeld (VTH) war der einzige Verein mit einer Handballabteilung in Hagsfeld. Diese gibt es jedoch seit 2004 nicht mehr.

Bildung[Bearbeiten]

Nachdem 1656 zum ersten Mal ein Lehrer erwähnt wurde, folgte 1754 die Erbauung eines ersten Schulhauses.

Die einzige Schule in Hagsfeld ist die Grundschule Hagsfeld mit zurzeit ca. 300 Schülern. In Hagsfeld entsteht derzeit eine Parzival-Schule. Außerdem gibt es im angrenzenden Stadtteil Waldstadt eine Europäische Schule, eine Waldorfschule ein Gymnasium (Otto-Hahn-Gymnasium) sowie zwei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Ernst-Reuter-Schule als Ganztagesschule und die Eichendorff-Schule).

Kerwe[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet am zweiten Septemberwochenende in Hagsfeld eine Kerwe auf dem Gelände der Schule und der Feuerwehr statt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Friedrich Linder: Eintausend Jahre Hagsfeld. Die Geschichte eines Dorfes. hrsgg. von der Stadt Karlsruhe - Stadtarchiv. Badenia Verlag, Karlsruhe 1991. ISBN 978-3-89735-335-0.

Weblinks[Bearbeiten]