Hahn (Hunsrück)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hahn
Hahn (Hunsrück)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hahn hervorgehoben
49.9619444444447.2719444444444472Koordinaten: 49° 58′ N, 7° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kirchberg
Höhe: 472 m ü. NN
Fläche: 5,29 km²
Einwohner: 174 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56850
Vorwahl: 06543
Kfz-Kennzeichen: SIM (Simmern)
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 044
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 5
55481 Kirchberg
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Wolfgang Schmidt (fraktionslos)

Hahn ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück im Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Name Hahn ist vor allem durch den Flughafen Frankfurt-Hahn bekannt, der nach 1993 aus dem US Militärflugplatz Hahn konvertiert wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Der Ort Hahn liegt an einem Höhenrücken, an der Hunsrückhöhenstraße, und der Wasserscheide zwischen Nahe und Mosel, in dem zur Mosel zugewandten Teil des Hunsrücks. Der Wilwersbach hat hier seine Quellen.

Hahn – Sicht von Osten

[Bearbeiten] Geschichte

Auf der Gemarkung von Hahn finden sich römische und fränkische Siedlungsspuren. Der Ortsname Hahn auch Haan, Han, Hane, und Hain geschrieben, lässt sich durch das Wort „hain“ was Wald, Wäldchen, und auch Sumpf bedeutet, ableiten. Hahn wird um 1330 / 35 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1814 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 ist der Ort Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Teilen der Gemarkung von Hahn ein Militärflugplatz gebaut, der 1993 nach Abzug der US Air Force, in einen zivilen Flugplatz (Frankfurt-Hahn) umstrukturiert wurde.

[Bearbeiten] Kirche

Simultankirche, St. Antonius

Das bemerkenswerteste Gebäude ist die kleine idyllische Dorfkirche. Die Simultankirche Sankt Antonius Hahn. Ihr wehrhafter Turm stammt nach dendrochronologischen Untersuchungen von Holzbalken aus der Zeit nach 1350/1370. Kirchenschiff und Chor datieren von 1470. Zwei Bronzeglocken stammen aus dem Jahr 1489, wie die Inschrift besagt (eine Glocke wurde nachgegossen, da sie gesprungen war). In einer Urkunde aus dem Jahr 1508 ist unsere Kirche „als Pfar zu Hahn“ benannt. Die Kirche gehörte vor der Reformation zu der Sohrener Pflege im Landkapitel Glan Erzbistum Mainz.Heute gehört Hahn als Filialkirche wieder zu Sohren und dem Bistum Trier. Die Kirche ist seit dem 17. Mai 1689 Simultankirche und wird von katholischen und evangelischen Christen gemeinsam genutzt, und sie ist heute das zweitälteste Simultaneum in der Rheinischen Landeskirche.

Das evangelische Territorium Pfalz-Simmern war nach dem Tode von Karl II. ohne direkte Erben der kurz zuvor katholisch gewordenen Linie Pfalz-Neuburg zugefallen. Der designierte Nachfolger Philipp Wilhelm hatte allerdings Religionsfreiheit versprochen. Nachdem es in der Zeit des Pfälzischen Erbfolgekriegs mit Frankreich zur Begünstigung der katholischen Kirche und vielfach der Aufhebung evangelischer Pfarreien kam, wurde 1697 im Frieden von Rijswijk ein Ausgleich erzielt, wobei die katholische Seite durch Jan Wellem Stützung erfuhr. In vielen Gemeinden der Pfalz wurden Simultaneen errichtet. Von ihnen wurden viele später, vor allem in der Prosperität der Jahrhundertwende 1880/1910 dadurch aufgehoben, dass die kleinere Konfession von der größeren ausgezahlt wurde und sich eine eigene Kirche baute, so auch in der Nachbargemeinde Kappel. Im kleinen Hahn fehlte dazu die Notwendigkeit. Auf der Informationstafel vor der Kirche, wird auf eine Textstelle des Johannes Evangeliums hingewiesen: „Damit sie alle eins seien“ Joh. 17,21.

Die Kirmes, das Patronatsfest Antonius’ am 17. Januar wird von allen Hahnern gemeinsam als Dorffest begangen. Die evangelische Kirchengemeinde Hahn, zu der noch das Briedeler Heck gehörte, fusionierte zum 1. Januar 1978 mit der Evangelischen Kirchengemeinde Würrich und ist heute pfarramtlich mit der Evangelischen Kirchengemeinde Zell-Bad Bertrich-Blankenrath verbunden. Katholischerseits wird Hahn von St.Michael Sohren aus betreut. Seit 1980 steht die Kirche unter Denkmalschutz.

Seit 1998 beleuchtet die Ortsgemeinde die Kirche und macht sie so auch für die nachts auf der Hunsrückhöhenstraße Vorbeifahrenden sichtbar.

[Bearbeiten] Hahn und der Flughafen

Der Ort Hahn litt lange Jahre unter dem Fluglärm startender und landender Militärflugzeuge, profitierte aber auch von Arbeitsplätzen auf dem Militärflugplatz und den Vermietungsmöglichkeiten im Umland. Diese verschlechterten sich in Hahn, wie in der ganzen Region, sehr, nachdem die Amerikaner vom Flugplatz Hahn abgezogen waren. Obwohl die Zivilmaschinen leiser geworden sind, liegt Hahn auch wegen des 24-Stunden-Flugbetriebes in der Lärmschutzzone, welche einen Ausbau des Ortes durch ein Neubaugebiet verhindert.

[Bearbeiten] Nachbarorte

die Mosel Altlay Würrich und Belg
Raversbeuren Nachbargemeinden Schwarzen und Ober Kostenz
Lötzbeuren Sohren

Büchenbeuren

der Flughafen Frankfurt-Hahn und Lautzenhausen

[Bearbeiten] Literatur

Landeshauptarchiv Koblenz

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