Haibach (Niederbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haibach
Haibach (Niederbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haibach hervorgehoben
49.02444444444412.715555555556449Koordinaten: 49° 1′ N, 12° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 32,36 km²
Einwohner: 2133 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94353
Vorwahlen: 09961, 09963, 09964, 09965
Kfz-Kennzeichen: SR
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 129
Gemeindegliederung: 78 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 1
94353 Haibach
Webpräsenz: www.haibach-elisabethszell.de
Bürgermeister: Alois Rainer (CSU)
Lage der Gemeinde Haibach im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt) Windberg Wiesenfelden Straßkirchen Steinach (Niederbayern) Stallwang Schwarzach (Niederbayern) Sankt Englmar Salching Rattiszell Rattenberg (Niederbayern) Rain (Niederbayern) Perkam Perasdorf Parkstetten Oberschneiding Niederwinkling Neukirchen (Niederbayern) Mitterfels Mariaposching Mallersdorf-Pfaffenberg Loitzendorf Leiblfing Laberweinting Konzell Kirchroth Irlbach Hunderdorf Haselbach (Niederbayern) Haibach (Niederbayern) Geiselhöring Feldkirchen (Niederbayern) Falkenfels Atting Ascha Aiterhofen Aholfing Straubing Landkreis Kelheim Regensburg Landkreis Landshut Landkreis Regen Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Deggendorf Landkreis Cham Landkreis Cham Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Laurentius
Blick zur Burgruine Haibach

Haibach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Haibach liegt 449 Meter hoch in der Region Donau-Wald in einem Talkessel und wird im Osten vom Lanzlberg, Winterberg und Sommerberg umschlossen, im Süden erhebt sich der Hofberg mit der Ruine Haibach. Der Ort wird vom Schreinerbach durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Haibach hat 78 amtlich benannte Ortsteile[2]

Es gibt die Gemarkungen Elisabethszell, Haibach, Irschenbach, Landasberg und Prünstfehlburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Haibach, erstmals 1106 genannt, hat seinen Namen von dem Rittergeschlecht der Haybecken, später Haibeck. Diese waren Ministerialen der Grafen von Bogen. Im Gedenkbuch des Klosters Oberalteich um 1100 ist ein Wirnto von Haybach erwähnt, 1320 wird Dietrich Haibeck mit dem Abt von Oberalteich beim Dombau zu Regensburg in einer Urkunde genannt.

1494 erlosch das Rittergeschlecht der Haybecken zu Haybach und Wiesenfelden. Ihre Nachfolger waren 1515 die Notthaft, später die Ossinger und die Leoprechtinger. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Haibach war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurden Landasberg, Prünstfehlburg und Teile der ehemaligen Gemeinde Irschenbach eingemeindet.[3] Am 1. Januar 1978 kam der überwiegende Teil der aufgelösten Gemeinde Elisabethszell hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1840: 0.228 Einwohner[5]
  • 1961: 2.090 Einwohner
  • 1970: 2.120 Einwohner
  • 1987: 2.084 Einwohner
  • 2000: 2.162 Einwohner
  • 2011: 2.155 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Alois Rainer (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 720 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 85 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Burgruine Haibach war der Stammsitz der Haibecken und später Herrensitz, der im 19. Jahrhundert in bäuerlichen Besitz kam und seither verfiel. Die Reste der Ruine wurden 1986 durch den neu gegründeten Förderverein gesichert. In der Mitte des Hofes haben sich Teile des Schlosswohnbaus aus dem frühen 18. Jahrhundert erhalten. Das Stallgebäude wird seit 2005 als Museum genutzt.
  • Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius hat einen gotischen Turm und Chorunterbau, das Langhaus wurde 1871 errichtet. Im Inneren befindet sich eine spätgotische Maria mit Kind aus der Zeit um 1480.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Haibach (Niederbayern)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die stillgelegte und abgebaute ehemalige Bahnstrecke Straubing–Miltach führt durch die Gemeinde.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 66 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 73 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 691. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 113 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1211 ha, davon waren 304 ha Ackerfläche und 905 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • KITA "Hofbergzwergerl": 50 Kindergartenplätze und 12 Krippenplätze (Stand: 2014)[6]
  • Dietrich-von-Haibeck-Grundschule: 81 Schüler mit 5 Lehrern (Stand: 2012/2013)[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Die frühere Bundesministerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Gerda Hasselfeldt wuchs in Haibach im elterlichen Bauernhof mit Metzgerei und Gasthaus auf. Bereits ihr Vater Alois Rainer senior war Mitglied des Bundestags. Ihr jüngerer Bruder Alois Georg Josef Rainer, langjähriger Bürgermeister von Haibach, wurde bei der Bundestagswahl 2013 als Direktkandidat für den Wahlkreis Straubing-Regen in den Deutschen Bundestag gewählt. Er ist der Nachfolger von Ernst Hinsken, ebenfalls Haibacher.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ortsdatenbank. Haibach. In: Bayerische Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. September 2014 (HTML, deutsch).
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 437.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632.
  5. Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form dargestellt, Band 1, Seite 119
  6. Kinderkrippe&Kindergarten. Gemeinde Haibach, abgerufen am 13. September 2014.
  7. Alle Schulen in Bayern suchen und finden. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, abgerufen am 13. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haibach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien