Haier

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Haier Electronics Group Co., Ltd.
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Rechtsform Limited
ISIN BMG423131256
Gründung 1984
Sitz Qingdao, China
Leitung Zhang Ruimin[1]
Mitarbeiter 70.000 (2011)[1]
Umsatz 24,2 Mrd. US-Dollar (2011)[2]
Branche Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte
Website www.haier.net

Haier (chinesisch 海尔Pinyin Hǎiěr [˨˩˦ xai ˧˥ ɤɻ]) ist ein chinesisches Unternehmen und seit 2009 mit 5,1 % Marktanteil weltweit Marktführer im Bereich Haushaltsgroßgeräte (big appliances)[3]; bis 2011 stieg der weltweite Marktanteil auf 7,8 %[2][4]. Der Name leitet sich von der zweiten Silbe des deutschen Unternehmens Liebherr ab (chinesisch 青岛—利勃海尔Pinyin qīngdǎo—lìbóhǎiěr). Haier gelang innerhalb von 20 Jahren der Aufstieg von einer einfachen Kühlschrankfabrik zum multinationalen Konzern.

Geschichte[Bearbeiten]

Altes Haier-Logo vor dem Werk in Qingdao

„Qingdao Liebherr“ wurde 1984 im chinesischen Qingdao gegründet; das Unternehmen ging aus einer Kooperation mit Liebherr hervor. Das Logo stammt aus der Zeit der Kooperation und sollte mit einem asiatischen Jungen und einem europäischen Jungen das gemeinsame Wachsen verdeutlichen. 1991 erfolgte eine Umbenennung in „Qingdao Haier“ und 1992 in den heutigen Namen „Haier“ bzw. „Haier Group“.[5]

Die geplante Übernahme des US-Hausgeräteherstellers Maytag 2005 scheiterte an Bedenken auf chinesischer Seite, woraufhin der Haier-Konkurrent Whirlpool für Maytag 2 Milliarden Euro zahlte[5]. Weltweit arbeiteten 2006 mehr als 50.000 Menschen für Haier und erwirtschaften einen Umsatz von 16 Milliarden Dollar.[1] 2011 stieg der Umsatz auf 151 Milliarden Yuan (24,2 Milliarden US-Dollar)[2], die mit 70.000 Mitarbeitern[5] erzielt wurden. Ebenfalls 2011 übernahm Haier den Haushaltsgeräte-Bereich von Sanyo[5]. Im November 2012 kaufte Haier für 760 Millionen US-Dollar rund 70 % des neuseeländischen Fisher & Paykel-Konzerns, nachdem davor schon etwa 20 % im Besitz von Haier waren.[2]

Der Firmensitz verblieb in Qingdao. Es gibt Produktionsstätten in China, den USA, Italien, Pakistan und anderen Ländern.

Markennamen[Bearbeiten]

Hauptgebäude der Haier Group in Qingdao

Eine von McKinsey im August 2005 durchgeführte Umfrage unter den Lesern der Financial Times ermittelte Haier als das chinesische Unternehmen mit dem stärksten Markennamen.[6] Inzwischen reicht die Produktpalette vom Kühlschrank über den Fernseher bis zum Handy. Firmen wie Haier oder FAW-Volkswagen werden oft als Musterbeispiele für den Aufstieg der chinesischen Wirtschaft zitiert.

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten]

Haier Patentaktivitäten

Seit 1995 erhöhte Haier seine Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich. 1995 wurden noch keine Patente angemeldet, 2007 waren es ca. 200 Patent- sowie 200 Gebrauchsmusteranmeldungen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c hitec.elektrofach.de: China-Spezial: Neue Einsichten. (PDF; 4,1 MB) Sonderausgabe von Elektrofach, Nr. 2589, Dezember 2008, S. 29.
  2. a b c d He Chunmei: China’s Haier riding a New Zealand buyout. Meldung bei MarketWatch.com vom 25. November 2012.
  3. hitec.elektrofach.de: Haier: Nummer Eins nach Marktanteil bei Haushaltsgeräten. Meldung vom 10. Dezember 2009
  4. Haier Ranked The #1 Global Major Appliances Brand For 3rd Consecutive Year -Euromonitor. Beitrag bei MarketWatch.com vom 16. Dezember 2011 (Version aus archive.org vom 25. Februar 2012).
  5. a b c d e Chinese Champions: Patente made in China (PDF; 1,6 MB). Technische Universität München, Munich Innovation Group, März 2012, S. 19–23, abgerufen am 13. September 2013.
  6. Dirk Holtbrügge, Jonas F. Puck: Geschaftserfolg in China: Strategien für den grössten Markt der Welt. 2. Auflage, Springer, Erlangen/Nürnberg 2008, ISBN 978-3-540-79431-8, S. 62.