Hailfingen

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48.5283333333338.8691666666667430Koordinaten: 48° 31′ 42″ N, 8° 52′ 9″ O

Hailfingen
Ehemaliges Gemeindewappen von Hailfingen
Höhe: 391–468 m
Fläche: 7,51 km²
Einwohner: 1597 (30. Jun. 2008)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 72108
Vorwahl: 07457

Hailfingen ist ein Stadtteil von Rottenburg am Neckar im Landkreis Tübingen in Baden-Württemberg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Blick auf Hailfingen von Westen

Hailfingen liegt 9 km südlich von Herrenberg, 9 km nordwestlich von Rottenburg am Neckar. Das Dorf ist der nördlichste Rottenburger Stadtteil.

Ausdehnung[Bearbeiten]

Die Gesamtfläche des Ortes Hailfingen beträgt 751 ha. Hiervon entfallen 75,0 % auf landwirtschaftliche Fläche, 11,2 % auf Siedlungs- und Verkehrsfläche, 13,1 % auf Waldfläche und 0,7 % auf übrige Nutzung.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Folgende Orte grenzen an Hailfingen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Tailfingen (Landkreis Böblingen), Reusten, Oberndorf, Seebronn (Landkreis Tübingen) und Bondorf (Landkreis Böblingen).

Bevölkerung[Bearbeiten]

In Hailfingen leben 1581 Einwohner (Stand Ende Januar 2008) auf einer Fläche von 7,51 km². Die Bevölkerungsdichte Hailfingens beträgt 211 Einwohner pro Quadratkilometer.

Religionen[Bearbeiten]

Hailfingen (Dekanat Rottenburg, Bistum Rottenburg-Stuttgart) ist katholisch geprägt. Etwa 50 % der Einwohner gehören der römisch-katholischen Kirche an. Die Katholische Kirchengemeinde St. Laurentius ist mit der Dompfarrgemeinde St. Martin in Rottenburg und der Pfarrgemeinde St. Jakobus in Seebronn in einer Seelsorgeeinheit verbunden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1915: 0234
  • 1930: 0376
  • 1945: 0471
  • 1960: 0797
  • 1975: 1004
  • 1990: 1361
  • 2005: 1695
  • 2008: 1597

Geschichte[Bearbeiten]

Hailfingen liegt in der altbesiedelten Landschaft des Oberen Gäus. Seit den Forschungen durch Hermann Stoll in den 1930er Jahren ist Hailfingen als Fundort eines alamannischen Gräberfeldes bekannt. Es war dies eines der ersten Gräberfelder der Merowingerzeit, das fast vollständig freigelegt wurde. Darüber hinaus liegen von der Gemarkung aber auch Funde der Linearbandkeramik und der Hallstattzeit vor.

Familienwappen derer von Hailfingen

Hailfingen war der Stammsitz der Herren von Hailfingen, einem der am weitesten verzweigten Schwäbischen Adelsgeschlechter mit weiteren Standorten in Hohenentringen, Müneck und Hagelloch.

Nördlich von Hailfingen bestand von 1937 bis 1945 ein Nachtjägerflugplatz und 1944 bis 1945 das KZ-Außenlager Hailfingen-Tailfingen.[1]

Am 6. Juni 2010 wurde ein Mahnmal und eine Ausstellungs- und Dokumentationsstele als KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen eingeweiht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hailfingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Nachtjägerflugplatz Hailfingen-Tailfingen