Haina (Kloster)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haina (Kloster)
Haina (Kloster)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haina (Kloster) hervorgehoben
51.0333333333338.9666666666667337Koordinaten: 51° 2′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 337 m ü. NHN
Fläche: 91,28 km²
Einwohner: 3704 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 35114
Vorwahlen: 06456, 06455 (Löhlbach), 06458 (Oberholzhausen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KB, FKB, WA
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 013
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststraße 4
35114 Haina (Kloster)
Webpräsenz: www.haina.de
Bürgermeister: Rudolf Backhaus (parteilos)
Lage der Gemeinde Haina (Kloster) im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder) Battenberg (Eder) Bromskirchen Allendorf (Eder) Burgwald (Gemeinde) Rosenthal (Hessen) Gemünden (Wohra) Haina (Kloster) Frankenberg (Eder) Frankenau Bad Wildungen Lichtenfels (Hessen) Korbach Willingen (Upland) Diemelsee (Gemeinde) Diemelstadt Vöhl Volkmarsen Bad Arolsen Twistetal Waldeck (Stadt) Edertal Nordrhein-Westfalen Landkreis Kassel Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild

Haina (Kloster) ist eine Gemeinde im Nordwesten Hessens (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Haina liegt im Landkreis Waldeck-Frankenberg südlich von Frankenberg und östlich des Burgwaldes am Südwesthang des Kellerwalds. Es befindet sich an der Wohra unweit westlich vom Hohen Lohr.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Haina grenzt im Nordwesten an die Stadt Frankenau, im Nordosten an die Stadt Bad Wildungen (beide im Landkreis Waldeck-Frankenberg), im Osten an die Gemeinde Bad Zwesten, im Südosten an die Gemeinden Jesberg und Gilserberg (alle drei im Schwalm-Eder-Kreis), im Süden an die Stadt Gemünden, sowie im Westen an die Gemeinde Burgwald und die Stadt Frankenberg (alle drei im Landkreis Waldeck-Frankenberg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus zwölf Ortsteilen: Altenhaina mit Kirschgarten, Battenhausen, Bockendorf, Dodenhausen, Haddenberg, Haina (Ortsteil - Sitz der Gemeindeverwaltung), Halgehausen, Hüttenrode, Löhlbach, Mohnhausen, Oberholzhausen und Römershausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige Zisterzienserkloster in Haina ist eine der bedeutendsten gotischen Klosteranlagen Hessens. Kloster Haina wurde von Mönchen aus dem Kloster Altenberg im Bergischen Land errichtet. 1144 hatten sie sich auf der Aulesburg bei Löhlbach niedergelassen und waren 70 Jahre später nach Haina umgezogen.

Mahnmal der Euthanasie Opfer auf dem Waldfriedhof der Gemeinde Haina (Kloster) mit der Inschrift: „Zur Erinnerung an die hilflosen Kranken, die in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 hier starben. Ihr Tod ist uns Mahnung und Verpflichtung.

Durch Schenkungen, Kauf und Tausch erwarben die Hainaer Zisterzienser reichen Grundbesitz, von der Weser bis zum Main. 1527 wurde das Kloster durch Landgraf Philipp von Hessen aufgehoben und in ein Landeshospital umgewandelt. Im ehemaligen Kloster befindet sich heute ein Psychiatrisches Krankenhaus. 1789 errichtete der Obervorsteher der Anstalt, Friedrich von Stamford, den Stamfordschen Garten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Altenhaina, Bockendorf, Halgehausen, Hüttenrode, Mohnhausen und Oberholzhausen zur neuen Gemeinde Haina/Kloster zusammengeschlossen. Am 31. Dezember 1971 kamen Battenhausen, Löhlbach und Römershausen hinzu. Dodenhausen und Haddenberg folgten am 1. Juli 1972.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[3]

Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
36,5 %
26,2 %
24,2 %
13,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+0,1 %p
+0,3 %p
-1,6 %p
+1,1 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36.5 8 36,4 8 36,0 8
BGH Bürgergemeinschaft Großgemeinde Haina 26.2 6 25,9 6 22,9 5
FBL Freie Bürgerschaft Löhlbach 24.2 6 25,8 6 29,1 7
UBD Unabhängige Bürger Dodenhausen im Kellerwald 13.1 3 12,0 3 12,0 3
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 54,5 54,0 64,7
Tischbeins Geburtshaus

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Psychiatriemuseum
  • Tischbeinhaus

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Dehio, Ernst Gall, Magnus Backes: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen, 2. Auflage Sonderausgabe Darmstadt 1982. S. 377–382.
  • Georg Wilhelm Sante: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 4: Hessen, 3. Auflage Stuttgart 1976, Nachdruck 1993. S. 197–198.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 390.
  3. Wahlergebnis auf hsl.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haina (Kloster) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Haina (Kloster) – Reiseführer