Haina (Südthüringen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

50.41666666666710.533055555556315Koordinaten: 50° 25′ 0″ N, 10° 31′ 59″ O

Haina
Stadt Römhild
Wappen von Haina
Höhe: 315 m ü. NN
Fläche: 19,71 km²
Einwohner: 991 (31. Dez. 2011)
Eingemeindung: 31. Dezember 2012
Postleitzahl: 98630
Vorwahl: 036948
Evangelisches Kirchgemeindehaus

Evangelisches Kirchgemeindehaus

Haina ist ein Ortsteil der Stadt Römhild im Landkreis Hildburghausen in Thüringen.

Lage[Bearbeiten]

Haina liegt nördlich von Römhild in der historischen Landschaft des Grabfeldes in Südthüringen. Das Dorf wird von der Landesstraße 1131 tangiert, die den Südthüringer Raum mit Bayern verbindet.

Ortsteil der Gemeinde Haina war ab 1974 Sülzdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Haina ist ein Haufendorf und wurde erstmals 27. Februar 839 urkundlich erwähnt.[1]

Haina (Römhild) war 1616 von der Hexenverfolgung betroffen. Zwei Frauen gerieten in Hexenprozesse und wurden verbrannt.[2]

1842 wurde in Haina Christian Heurich als Sohn eines Gastwirts geboren. Die ersten zwölf Jahre lebte er in dem Ort. Anfang des 20. Jahrhunderts spendete er seinem Geburtsort einen großzügig angelegten Kindergarten.

Das Dorf hatte von 1945–1990 unter der Innerdeutschen Grenze. Die Bauern gingen auch den Weg der ostdeutschen Landwirtschaft.

Am 31. Dezember 2012 löste sich die Gemeinde Haina auf und schloss sich mit der Stadt Römhild und weiteren Gemeinden zur neuen Stadt Römhild zusammen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Haina hatte zwischen 1893 und 1970 einen Haltepunkt an der inzwischen stillgelegten Bahnstrecke Rentwertshausen–Römhild.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hans Hut (1490–1527), führende Persönlichkeit der Täuferbewegung
  • Kunigunde Thiem (–1616), Opfer der Hexenprozesse, wurde verurteilt und verbrannt.[3]
  • Nicolaus Seeber (1680–1738), Orgelbauer, Komponist und Lateinlehrer
  • Christian Heurich (1842–1945), US-amerikanischer Brauereibesitzer und Philanthrop
  • Ernst Höfer (1879–1931), Landtagsabgeordneter im Freistaat Sachsen-Meiningen und Land Thüringen und dort Staatsminister sowie Landwirtschaftspolitiker
  • Otto Graf (1896–1977), Schauspieler und Theaterregisseur

Literatur[Bearbeiten]

  • P. Lehfeld: Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens, Heft XXXI, Herzogthum Sachsen-Meiningen, Amtsgerichtsbezirke Heldburg und Römhild, 1904, Reprint, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, ISBN 978-3-86777-378-2

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl:Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 108
  2. Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Haina, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 244; Egbert Friedrich: Hexenjagd im Raum Rodach und die Hexenprozessordnung von Herzog Johann Casimir (Schriften des Rodacher Rückert-Kreises, Heft 19), Rodach 1995, S. 192–236.
  3. Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Haina, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 244; Egbert Friedrich: Hexenjagd im Raum Rodach und die Hexenprozessordnung von Herzog Johann Casimir (Schriften des Rodacher Rückert-Kreises, Heft 19), Rodach 1995, S. 192–236.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haina (Südthüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien