Hainberg (Höhenzug)

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Hainberg
Höchster Gipfel Kalter Buschkopf (299 m ü. NHN)
Lage Landkreise Goslar, Hildesheim, Wolfenbüttel; Niedersachsen (Deutschland)
Teil des Niedersächsischen Berglands
Hainberg (Niedersachsen)
Hainberg
Koordinaten 52° 2′ N, 10° 13′ O52.03280555555610.221305555556299Koordinaten: 52° 2′ N, 10° 13′ O
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Blick vom Jägerturm (Nördlicher Jägerturmskopf) über den Hainberg
Jägerturm
Felsformation am Jägerhaus, oberhalb der Hubertusgrotte

Der Hainberg (im Volksmund aufgrund seiner mehreren Bergkuppen auch Hainberge genannt, veraltet auch Heinberg) in den niedersächsischen Landkreise Goslar, Hildesheim, Wolfenbüttel ist ein bis 299 m ü. NHN[1] hoher Höhenzug des Niedersächsischen Berglands.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Hainberg breitet sich im Zentrum des Innersteberglands, einem nordöstlichen Teil des Niedersächsischen Berglands aus. Er liegt nordwestlich des Mittelgebirges Harz, einige Kilometer südwestlich von Salzgitter und grenzt den Ambergau gegen Osten ab. Der Höhenzug befindet sich zwischen dem Salzgitter-Höhenzug (mit den Lichtenbergen) im Norden, Nordosten und Osten und dem Höhenzug Vorholz im Nordnordwesten. Er erstreckt sich von Holle im Nordnordwesten und Baddeckenstedt im Norden und Osten bis nach Lutter am Barenberge im Süden. Westlich des Hainbergs liegt Bockenem im Zentrum des Ambergaus. Vorbei am Höhenzug fließen die Innerste im Osten, die Neile im Südosten und die Nette im Westen, die von einigen Bächen des Höhenzugs gespeist werden – zum Beispiel von den Nette-Zuflüssen Beffer und Sennebach.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten]

Der Hainberg bildet in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Weser-Leine-Bergland (Nr. 37), in der Haupteinheit Innerstebergland (379) und in der Untereinheit Ringelheimer Bergland (379.2) den Naturraum Hainberg (379.20).

Erhebungen[Bearbeiten]

Zu den Erhebungen des Hainbergs gehören – sortiert nach Höhe in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN; wenn nicht anders genannt laut [1]):

  • Osterklippe (235 m; mit Bodensteiner Klippen)
  • Eichenberg (230 m)[2]
  • Papenberg (225 m)[2]
  • Hillenberg (224 m)[2]
  • Spitzer Hai (Spitzer Hay; 224 m)[2]
  • Langenberg (223,6 m)
  • Wohldenberg (218 m)[3] – mit Burg Wohldenberg
  • Kapitelhai (213 m)
  • Hützlah (206,2 m)

Ortschaften[Bearbeiten]

Ortschaften am Hainberg sind:

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Auf dem Hainberg liegen Teile des Landschaftsschutzgebiets (LSG) Hainberg, Wohldenberg, Braune Haide, Klein Rhüdener Holz und angrenzende Landschaftsteile (CDDA-Nr. 321317; 1975; 23,84 km²) und westlich davon befindet sich das LSG Hainberg (CDDA-Nr. 321316; 2002; 29,5 km²). Teile des zuerst genannten LSG sind als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Hainberg (FFH-Nr. 3927-301; 11,91 km²) ausgewiesen. Zudem ziehen sich als schmales Band langgestreckte Teile des FFH-Gebiets Nette und Sennebach (FFH-Nr. 3926-331; 2,9205 km²) durch den Höhenzug.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten des Hainbergs gehören die Bodensteiner Klippen, die etwa 200 bis 283 m hoch sind, aus Hilssandstein der Unterkreide bestehen und sich auf etwa 3 bis 4 km Länge durch den Südteil des Höhenzugs ziehen. Dabei handelt es sich um lokal stärker verfestigte Bereiche, die durch Verwitterung herauspräpariert wurden.[4] Nördlich davon befindet sich die Hubertusgrotte.

Vom Jägerturm auf dem Nördlichen Jägerturmskopf (244 m) bietet sich die Aussicht zum südlich gelegenen Harz. Auf dem in den nordwestlichen Ausläufern des Hainbergs befindlichen Wohldenberg (218 m) steht die Burg Wohldenberg, deren Bergfried als Aussichtsturm dient.

Verkehr und Wandern[Bearbeiten]

Durch die nordwestlichen Ausläufer des Hainbergs führt in Nord-Süd-Richtung ein Abschnitt der Bundesautobahn 7, nordöstlich vorbei verläuft ein solcher der Bundesstraße 6 in Nordwest-Südost-Richtung und südöstlich wird der Höhenzug von einem Abschnitt der Bundesstraße 248 in Südwest-Nordost-Richtung tangiert. Der Höhenzug ist von mehreren Wander- und Forstwegen durchzogen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Andreas Friedrich: Die Hubertuskapelle im Hainberg, S. 92–95, in: Wenn Steine reden könnten. Band I, Landbuch-Verlag, Hannover 1989, ISBN 3-7842-03973.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. a b c d e Berghöhe – diverse Berge laut topographische Übersichtskarte Harz (DTK 25; siehe starke Vergrößerung der Karte), auf natur-erleben.niedersachsen.de
  3. Berghöhe – laut Der Große Falk AtlasDeutschland Detailkarten, M = 1:200.000, 2004/2005, ISBN 9783827903815
  4. Jürgen Vespermann: Die Bodensteiner Klippen im Hainberg bei Bodenstein, S. 161–163 in: Fritz J. Krüger (Hrsg.): Wanderungen in die Erdgeschichte, Band 19, Braunschweiger Land. Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München 2006, ISBN 3-89937-066-X