Haindling (Band)

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Weiss
  DE 43 28.08.1995 (10 Wo.) [1]
Zwischenlandung
  DE 41 19.10.1998 (3 Wo.) [1]
Filmmusik
  DE 85 04.12.2000 (2 Wo.) [1]
Karussell
  DE 45 01.07.2002 (4 Wo.) [1]
Ein Schaf denkt nach
  DE 50 13.07.2009 (5 Wo.) [1]
Bavaria
  DE 28 10.08.2012 (… Wo.) [1]
Singles
Lang Scho Nimma G'sehn
  DE 33 19.03.1984 (12 Wo.) [2]
Liebe
  CH 28 26.01.1992 (1 Wo.) [3]
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Haindling ist der Name einer von dem niederbayerischen Musiker Hans-Jürgen Buchner gegründeten Musikgruppe, die stilmäßig der Neuen Volksmusik zuzurechnen ist. Der Name leitet sich vom Wohnort Buchners ab, der zur niederbayerischen Stadt Geiselhöring im Landkreis Straubing-Bogen gehört.

Geschichte[Bearbeiten]

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Hans-Jürgen Buchner in Waldsassen 2008

Die Musik der Gruppe Haindling ist Popmusik mit starken Einschlägen von Jazz und bayerischer Volksmusik und mit überwiegend bairischen Texten. Buchners Interesse für exotische Instrumente führt zu weiteren Einflüssen aus den Herkunftsgebieten dieser Instrumente, die z.B. afrikanische, tibetische und chinesische Klangwelten umfassen. Buchner will mit seiner Musik die bairische Mundart, die im Aussterben begriffen sei, am Leben erhalten.

Angefangen hat alles damit, dass Buchner, von Beruf Töpfermeister (und damit bei Musikredakteuren regelmäßig den Beinamen „Ton-Künstler“ evoziert), bei der Arbeit nebenbei Musik hören wollte. Da er jedoch einen anderen Musikgeschmack hatte als den zur damaligen Zeit üblichen, begann er seine Musik selbst zu komponieren. Bei seinen ersten öffentlichen Auftritten 1980 führte er zusammen mit seiner jetzigen Ehefrau Ulrike Böglmüller Eigenproduktionen auf.

Seine ursprüngliche Absicht, „nur nebenbei“ Musik zu machen, gab Buchner auf, als er über eine zufällige Bekanntschaft mit dem Sänger Kevin Coyne Kontakt zu der Plattenfirma Polydor und einen Vertrag für eine erste Platte bekam, die 1982 erschienen ist. Als sich diese unter dem Namen seines Heimatortes Haindling in den Rundfunksendern etablieren konnte und darüber hinaus den Deutschen Schallplattenpreis gewann, gründete Hans-Jürgen Buchner 1983 die Band. Die Mitglieder fand er über eine Zeitungsanzeige.

Buchner setzte bei den folgenden Alben das beim ersten Album bewährte Prinzip der Eigenproduktion fort. Die Band Haindling (im Gegensatz zum Projekt Haindling) war an den Plattenproduktionen großteils nicht beteiligt, abgesehen von den beiden Live-Alben „Meuterei“ und „Perlen“. Allerdings war Roald Raschner bei einigen Alben Koproduzent.

Das über die Grenzen Bayerns hinaus bekannteste Haindling-Lied „Lang scho nimmer g'sehn“ von 1984 erreichte in Deutschland Platz 33 der Charts. Die niederländische Coverversion „Hilversum III“ von Herman van Veen kam in dessen Heimat in die Top 10. Weitere bekannte Stücke sind „Du Depp“ (1983), „Spinn i“ (1985), „Es geht wieder auf“ (1987), „Ganz weit weg“ (1991), „Liebe“ (1991) – immerhin auf Platz 28 in den Charts in der Schweiz – oder „Noch in der Umlaufbahn“ (1993).

Neben Musik für die Alben machte und macht Haindling auch Musik für Film und Fernsehen, so die Titelmusik für allein sieben Serien und Mehrteiler des Bayerischen Fernsehens. Der Song „Paula“ aus der Serie Zur Freiheit sowie das Titelstück zu Irgendwie und Sowieso wurden auch über die zugehörigen Serien hinaus bekannt. Des Weiteren fand das Stück „Pfeif drauf“ als Titelmusik der ZDF-Serie Die Rosenheim-Cops und des Films Drei Herren Verwendung (eine an „Pfeif drauf“ angelehnte Melodie ist seit einigen Jahren der Jingle der Versicherungskammer Bayern in Radio, Fernsehen und als Telefonwarteschleife). Einen Überblick über Buchners Schaffen als Filmkomponist bieten das im Jahr 2000 erschienene Doppelalbum „Filmmusik“ sowie der 2004 unter dem Titel „Vivaldi & Vier Jahreszeiten“ veröffentlichte Soundtrack zur Simon Polt-Filmreihe.

Ein weiteres Haindling-Projekt war die in Zusammenarbeit mit Janosch entstandene Kinder-CD „Tigerentenliederchen“, die 2000 herauskam.

Für seine „ebenso bissige wie musikalisch virtuose Kritik am ‚Mir-san-mir‘-Bayerntum“ wurde Hans-Jürgen Buchner im Jahr 2000 vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Hans Zehetmair, mit der Auszeichnung Pro meritis scientiae et litterarum geehrt.

2006 komponierte er in Zusammenarbeit mit dem Hörfunkprogramm Bayern 1 eine Hymne für seine niederbayerische Heimat.

Fast jährlich spielen Haindling auf ausgewählten Festivals Sommerkonzerte und gehen meist auch für einen beschränkten Zeitraum auf Konzerttournee.

2013 im Oktober wird eine Herbst-Tournee stattfinden. Erstmals wird die Band dabei auch ein Konzert in Italien spielen. Haindling werden beim Steinegg Live Festival zu Gast sein.

Band[Bearbeiten]

Die Band spielte ab ihrer Gründung bis 1999 in der folgenden Besetzung:

  • Hans-Jürgen Buchner (Gesang, Saxophon, Tenorhorn, Tuba, Klavier, Keyboard, Gitarre, Percussion u.v.a.)
  • Heinz-Josef Braun (Bass, Tuba; bis 1999)
  • Michael Braun (Saxophon, Trompete, Tenorhorn, Keyboard, Percussion, Gesang)
  • Peter Enderlein (Schlagzeug, Perkussion)
  • Miyabi Sudo (Keyboards, Tenorhorn)
  • Rainer Kürvers (Keyboards, Tenorhorn; bis 1999)
  • Roald Raschner (Klavier, Keyboards, Gitarre, Gesang; bis 2004)

Heinz-Josef Braun, Rainer Kürvers und Roald Raschner haben die Band verlassen, an ihrer Stelle spielen mittlerweile:

  • Wolfgang Gleixner (Bass, Tuba, Gitarre, Percussion, Gesang; seit 1999)
  • Reinhold Hoffmann (Keyboard, Tenorhorn, Saxophon, Oboe; seit 1999)
  • Michael Ruff (Tasteninstrumente; seit 2004)

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • Haindling 1 (1982, Polydor)
  • Stilles Potpourri (1984, Polydor) (D# 32)
  • Spinn i (1985, Polydor)
  • Höhlenmalerei (1987, Polydor)
  • Muh (1989, Polydor) (D# 68)
  • 7 (1991, Polydor)
  • Haindling (1993, BMG Ariola)
  • Weiss (1995, BMG Ariola) (D# 43)
  • Zwischenlandung (1998, BMG Ariola) (D# 41)
  • Tigerentenliederchen (2000, BMG Ariola)
  • Filmmusik (2000, BMG Ariola) (D# 85)
  • Karussell (2002, BMG Ariola) (D# 45)
  • Vivaldi & Vier Jahreszeiten (2004, BMG Ariola)
  • Ein Schaf denkt nach (2009, Ariola/Sony Music)

Live-Alben[Bearbeiten]

  • Meuterei (1986, Polydor)
  • Perlen – Das Konzert (1996, BMG Ariola)

Compilations[Bearbeiten]

  • Speck 1982–1992 (1992, Polydor)
  • Schrilles Potpourri (Instrumental-Compilation) (1993, Polydor)
  • 78 min. – Die 90er Jahre (2000, BMG Ariola)
  • Achtung, Achtung! (2003, Koch/Universal)
  • Lang scho nimmer g'sehn (2008, Koch/Universal)
  • Ein Lied für München (2008, Montana / Koch/Universal)
  • Instrumental-International 1993-2011 (2011, Ariola/Sony Music)

Filme[Bearbeiten]

DVDs[Bearbeiten]

  • Haindling live, Doppel-DVD (2005, BMG Ariola)

Soundtracks[Bearbeiten]

Spielfilme (Kino und TV)[Bearbeiten]

Dokumentarfilme (Kino)[Bearbeiten]

TV-Serien[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g musicline.de: Haindling in den deutschen Albumcharts
  2. a b musicline.de: Haindling in den deutschen Singlecharts
  3. a b hitparade.ch: Haindling in der Schweizer Hitparade
  4. Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
  5. Münchner Faschingsgesellschaft WÜRMESIA e. V.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]