Hainsfarth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hainsfarth
Hainsfarth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hainsfarth hervorgehoben
48.9593110.6232445Koordinaten: 48° 58′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Oettingen in Bayern
Höhe: 445 m ü. NHN
Fläche: 17,55 km²
Einwohner: 1441 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86744
Vorwahl: 09082
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 154
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstr. 36
86732 Oettingen i.Bay.
Webpräsenz: www.hainsfarth.de
Bürgermeister: Franz Bodenmüller (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Hainsfarth im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Holzheim (Donau-Ries) Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Hainsfarth ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen in Bayern.

Geographie[Bearbeiten]

Hainsfarth liegt knapp außerhalb des Nördlinger Rieses in der Planungsregion Augsburg, etwa 1,5 km nordöstlich von Oettingen in Bayern. Zwischen den beiden Orten fließt die Wörnitz. Die Staatsstraße St 2216 durchquert den Ort und verbindet ihn mit der Bundesstraße 466.

Zu Hainsfarth gehören folgende Ortsteile (Einwohner in Klammern):

  • Hainsfarth mit Aumühle (7), Bahnposten (2), Fürfällmühle (3), Hefehof (2), Kreuzhof (7), Hasenmühle (5), Leprosenhaus, Wornfeld (26)
  • Steinhart mit Hasenmühle (5) und Ziegelhütte (6)

Es existieren die Gemarkungen Hainsfarth und Steinhart.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Synagoge

Hainsfarth wird in den Schenkungsverzeichnissen des Klosters Fulda genannt. Diese beziehen sich auf die Zeit um das Jahr 800. Zur Zeit des Alten Reiches war das Dorf zwischen folgenden Landesherrschaften aufgeteilt: Domkapitel Eichstätt, Deutscher Orden, Markgrafschaft Brandenburg, Fürstentum Oettingen-Oettingen und Oettingen-Spielberg. Während der Oettinger Teil im Schwäbischen Reichskreis lag, gehörten die anderen Institutionen zum Fränkischen Reichskreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Hainsfarth lag im sogenannten Sicherungsdistrikt zwischen Oettingen und dem preußischen Fürstentum Ansbach. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Hainsfarth beherbergte im 19. Jahrhundert die größte jüdische Gemeinde in Schwaben. Erst 1942 wurden die letzten jüdischen Einwohner von Hainsfarth deportiert und ermordet. Noch heute sind die restaurierte Synagoge und der jüdische Friedhof erhalten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Steinhart mit ihren Ortsteilen Hasenmühle und Ziegelhütte eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1318 Einwohner[2]
  • 1970: 1466 Einwohner[2]
  • 1987: 1443 Einwohner
  • 2000: 1517 Einwohner
  • 2011: 1442 Einwohner

Gemeindefahne und Stadtwappen[Bearbeiten]

Die bisherige Gemeindefahne und das Gemeindewappen mussten durch eine neue Fahne und Wappen mit anderer Farbgebung ersetzt werden. Während der Vorbereitungen zur 1200-Jahr-Feier im Jahr 2005 wurde festgestellt, dass der ehemalige Bürgermeister, der 1993 die Fahnen erwarb, versäumt hatte, das Wappen und die Fahne genehmigen zu lassen. Weiß-Blau ist als Fahne in Bayern dem Freistaat vorbehalten, das Wappen verletzt die heraldischen Farbregeln. 2011 wurde entschieden, dass die neue Flagge drei Streifen (Blau-Weiß-Blau) haben soll, belegt mit dem neuen Wappen (in Weiß-Schwarz-Gelb).[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Franz Bodenmüller (Freie Wählergemeinschaft).

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern:

Partnerschaften[Bearbeiten]

Es existiert eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Arzano (Bretagne).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Die Aumühle

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 592 T€, davon waren 64 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Nach der amtlichen Statistik gab es 1998 im produzierenden Gewerbe 62 und im Bereich Handel und Verkehr 49 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 527. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 57 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1.071 ha, davon waren 782 ha Ackerfläche und 282 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 75 Kindergartenplätze mit 62 Kindern
  • Grundschule: mit 4 Lehrern und 99 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Formatwww.augsburger-allgemeine.de: Dorfseele kocht: Hainsfarth muss seine Gemeindefahne austauschen. 18. Juli 2011, abgerufen am 18. Juli 2011.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Beck: 1200 Jahre Hainsfarth. Ortschronik von Hainsfarth 2005, Hainsfarth 2005

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hainsfarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien