Hajo Holborn

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Hajo Holborn (* 18. Mai 1902 in Berlin; † 20. Juni 1969 in Bonn) war ein deutscher Zeithistoriker.

Leben[Bearbeiten]

Holborn war der Sohn des Physikers Ludwig Holborn. Er studierte an der Universität Berlin bei Friedrich Meinecke Geschichte und wurde 1924 zum Dr. phil. promoviert. Ab 1926 lehrte er erst als Privatdozent an der Universität Heidelberg und dann als Professor für Geschichte an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin. 1933 wurde er entlassen.

Holborn emigrierte 1934 über Großbritannien in die USA. Noch 1934 wurde er Gastprofessor für Deutsche Geschichte an der Yale University. Von 1936 bis 1942 lehrte er an der Tufts University, Massachusetts. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er eingebürgert und war für das Office of Strategic Services tätig. Vom Ende des Krieges bis zu seinem Tode lehrte er als Professor an der Yale University.

1955 war Holborn Gastprofessor an der Universität Wien. 1967 wurde er der erste Präsident der American Historical Association der nicht in den USA geboren war. Einer seiner vielen namhaften Schüler war Peter Gay.

Seine Tochter Hanna Holborn Gray war ebenfalls Historikerin und sowohl Präsidentin der Yale University als auch der University of Chicago.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Bismarcks europäische Politik zu Beginn der siebziger Jahre und die Mission Radowitz. Berlin 1925.
  • Kriegsschuld und Reparation auf der Pariser Friedenskonferenz von 1919. Leipzig 1932.
  • Weimarer Reichsverfassung und Freiheit der Wissenschaft. Leipzig 1933.
  • American military government. Washington 1947.
  • Der Zusammenbruch des europäischen Staatensystems, Stuttgart: Kohlhammer, 1954.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]