Halderberge

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Gemeinde Halderberge
Flagge der Gemeinde Halderberge
Flagge
Wappen der Gemeinde Halderberge
Wappen
Provinz Nordbrabant
Bürgermeister Giel Janssen
Sitz der Gemeinde Oudenbosch
Fläche
 – Land
 – Wasser
75,04 km²
75 km²
so gut wie 0
CBS-Code 1655
Einwohner 29.342 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 391 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 35′ N, 4° 31′ O51.5872222222224.5166666666667Koordinaten: 51° 35′ N, 4° 31′ O
Bedeutender Verkehrsweg A17, A58, N268
Vorwahl 0165
Postleitzahlen 4730–4754
Website www.halderberge.nl
Lage von Halderberge in den Niederlanden

Halderberge ( anhören?/i) ist eine Gemeinde in der Provinz Nordbrabant in den Niederlanden. Die Gemeinde ist am 1. Januar 1997 durch Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Hoeven, Oudenbosch und Oud en Nieuw Gastel entstanden.

Ortsteile[Bearbeiten]

Halderberge besteht aus fünf Ortsteilen (in Klammern die ungefähre Einwohnerzahl Anfang 2007):

  • Bosschenhoofd (2100)
  • Hoeven (6600)
  • Oud Gastel (7200)
  • Oudenbosch (12.100), Sitz der Gemeindeverwaltung
  • Stampersgat (1300)

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Nordwesten der Provinz Nordbrabant, zum Teil im sogenannten Zuckerrübengebiet, nördlich von Roosendaal. Durch die Gemeinde verlaufen die Autobahnen

Die Eisenbahnstrecke Roosendaal – Dordrecht durchquert Oudenbosch. Jede Stunde hält ein Zug im Bahnhof.

Die Moor- und Kleiböden ermöglichen den Anbau von Zuckerrüben. In der Gemeinde gibt es auch Gartenbau, Viehwirtschaft und einige Baumschulen. Die Industrie erzeugt u. a. Baumaterialien und Zucker. Auch gibt es einigen Tourismus in Halderberge.

Geschichte[Bearbeiten]

Wie aus einer Urkunde hervorgeht, schenkte der Herr von Breda im Dezember 1275 dem Zisterzienserkloster Sankt Bernhard in Hemiksem an der Schelde, etwas südlich von Antwerpen, ein Gebiet von hundert „hoeven“ (eine „hoeve“ = 20 Hektar; das entsprach dem Grund und Boden eines durchschnittlichen Bauernhofes). Das geschenkte Gebiet wurde in einer Akte aus dem Jahr 1298 Halderberge genannt. Daher kommt der Name der heutigen Gemeinde. Die Mönche stifteten dort eine Abtei und machten das Moor urbar.

Im Jahr 1421 wurde das Gebiet von der St. Elisabeths-Sturmflut heimgesucht. Das 16. und 17. Jahrhundert brachte diesem Gebiet Kriegselend und wirtschaftliche Rückschläge. Trotzdem ist dies die Periode, da die heutigen Dörfer entstanden. Oudenbosch wurde nach einem ehemaligen, gerodeten Wald benannt. Stampersgat nach einer Familie Stampers, die dort um 1628 einen Bauernhof besaß.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Anbau von „meekrap“ (Färberkrapp) sehr ertragreich. Dieses Gewächs wurde wegen der Wurzel geerntet, die einen roten Farbstoff für Textilien enthält. Später trat der Anbau von Zuckerrüben an dessen Stelle. Der damalige Pfarrer von Oudenbosch, Hellemans, ließ in seinem Heimatdorf 1865, nach einem Besuch im Original, eine verkleinerte Kopie der Basilika Sankt Petri in Rom erbauen. Erst 1892 war die neue Kirche fertiggestellt. Im 20. Jahrhundert gab es jahrzehntelang in Oudenbosch ein Priesterseminar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Basilika von Oudenbosch
  • Im Ortskern von Oudenbosch:
    • Die Basilika St. Agatha und Barbara von Oudenbosch wurde 1865 bis 1892 durch den Architekten Pierre Cuypers erbaut. Sie ist 81 m lang, 55 m breit und am höchsten Punkt 63 m hoch; das entspricht jeweils einem Viertel der Maße des Petersdoms in Rom.
    • Das Museum der päpstlichen Zouaven
    • Das Museum für Naturgeschichte und Völkerkunde (Indonesien, Afrika)
    • Der Botanische Garten mit kleinem Arboretum
  • Sonstiges:
    • Das kleine Seidemuseum in Oud Gastel
    • Der Sportflugplatz Seppe bei Bosschenhoofd
    • Die Umgebung des aus dem späten 19. Jahrhundert stammenden, ebenfalls von Pierre Cuypers entworfenen Klosters Bovendonk nahe Hoeven (die Gebäude dienen als Konferenzzentrum und können nicht besichtigt werden)
    • Die Volkssternwarte „Quasar“ in Hoeven
    • Die Einwohner der Gemeinde sind Liebhaber des Radsports; in diesem Bereich gibt es regelmäßig Veranstaltungen; auch wer sich auf dem Fahrrad in einem ruhigen Tempo fortbewegen möchte, kommt auf seine Kosten, denn man kann kostenlos Flugblätter mit Tips für Radtouren bekommen.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die 21 Sitze des Gemeinderats verteilen sich auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen wie folgt:

Partei / Gruppierung 2006 2010
W.O.S. 4 4
Progressief Halderberge 3 2
Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) 3 3
Christen Democratisch Appèl (CDA) 3 4
Hoeven 2000 3 3
Gemeenschapsbelangen Halderberge 2 2
ONS Halderberge 1 2
Hellemons 1 -
Ossenblok 1 -
Vrijzinnig Democratisch Genootschap - 1
Gesamt 21 21

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande