Halligbutter

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Als Halligbutter bezeichnet man eine Butter, die aus der Milch von auf den Halligen gehaltenen Kühen erzeugt wird. Extensive Grünlandwirtschaft und Mutterkuhhaltung sind die Hauptzweige der Hallig-Landwirtschaft. Die geringen Milchüberschüsse (nach Eigenverbrauch und Verzehr durch Touristen) auf den deutschen Halligen werden hauptsächlich zu Butter verarbeitet.[1] Die Halligbutter war eine deutsche Molkereibutter der Klasse 29, Gesalzene Molkereibutter von Halligen. Als Eigentümer der Marke war das Gut von Holstein GmbH in Hamburg eingetragen, die Marke wurde 1986 gelöscht.[2] Durch das Grasen der Kühe auf den Salzwiesen erhielt die Butter über die Milch einen hohen Iod-Gehalt und wies daher einen ungewöhnlichen Beigeschmack auf. Häufig wurde Halligbutter daher mit normaler Butter vermengt, um den Geschmack anzupassen und den Absatz zu erleichtern.[3] Auf der Hallig Hooge wird auf dem Halligbauernhof Hauke Ketelsen, sowie auf Langeneß vom Bauern Johannsen noch Halligbutter produziert[4]

Als Gericht wird überwiegend deftiges Brot mit Halligbutter bestrichen und mit frisch gefangenen Krabben belegt (siehe auch: Halligbrot). Traditionell wird mit einem klaren Schnaps nachgespült.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wo Ebbe und Flut den Takt angeben. In: Südholsteiner Zeitung, 23. Juli 2010.
  2. Eintrag der Halligbutter
  3. Uwe Muuss, Marcus Petersen: Die Küsten Schleswig-Holsteins. Wachholtz, Neumünster 1971, ISBN 3-529-05301-5, S. 32.
  4. Produktion von Halligbutter

Weblinks[Bearbeiten]