Halluin

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Halluin
Wappen von Halluin
Halluin (Frankreich)
Halluin
Region Nord-Pas-de-Calais
Département Nord
Arrondissement Lille
Kanton Tourcoing-Nord
Koordinaten 50° 47′ N, 3° 7′ O50.7827777777783.124722222222221Koordinaten: 50° 47′ N, 3° 7′ O
Höhe 9–62 m
Fläche 12,56 km²
Einwohner 20.620 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 1.642 Einw./km²
Postleitzahl 59250
INSEE-Code
Website http://www.ville-halluin.fr/

Halluin (ndl.: "Halewijn"[1]) ist eine französische Stadt mit 20.620 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Nord in der Region Nord-Pas-de-Calais.

Geografie[Bearbeiten]

Halluin befindet sich etwa 20 km nördlich von Lilles Zentrum in der Nähe des Flusses Leie unmittelbar an der französisch-belgischen Grenze. Der Fluss Leie entspringt in Aire-sur-la-Lys und fließt bis zur Schelde in Gent. Die Stadt verfügt über einen 17 Hektar großen Sporthafen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung des Namens ist nicht klar ersichtlich. Dem Pfarrer Alphonse-Marie Coulon zufolge kommt der Name von halu und in; halu ist der Name eines sächsischen oder fränkischen Fürsten, und in bedeutet auf flämisch Haus oder Hof. Der Name wurde mehrmals geändert: haluwin, halewin, halowin, haluing, halwin, haluyn, dann halluin.

Der Name von Halluin erschien zum ersten Mal in der Form Hallewyn in einer Schenkungsurkunde von Graf Bauduin von Flandern vom September 1066.

Im 16. Jahrhundert wurde Halluin spanisch, weil Flandern unter den Einfluss des Hauses Habsburg kam. 1686 kam es durch Eroberung unter Ludwig IV. wieder an Frankreich.

Demografie[Bearbeiten]

Im Jahr 1469 war Halluin ein Dorf mit ungefähr 300 Einwohnern. Die Einwanderung von Arbeitskräften aus Flandern sorgte im 19. Jahrhundert für einen schnellen Zuwachs. 25 Jahre lang bestand die Bevölkerung aus 75 % Ausländern.

Bevölkerungsentwicklung[2]
Jahr 1793 1851 1896 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 3.030 5.408 15.781 13.345 14.138 14.829 15.491 16.444 17.629 18.994 20.125

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Halluin pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu[3]

  • BelgienBelgien Menen, Belgien, nördliche Nachbargemeinde
  • DeutschlandDeutschland Oer-Erkenschwick, Deutschland, seit 4. Oktober 1969
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich North Tyneside, Großbritannien, seit 7. Juli 1994
  • PolenPolen Pniewy, Polen, seit 11. September 1998
  • DeutschlandDeutschland Lübbenau, Deutschland, seit 1. April 2000
  • SlowenienSlowenien Kočevje, Slowenien, seit 9. Dezember 2000
  • KamerunKamerun NKong Zem, Kamerun, seit 7. Februar 2001
  • BelgienBelgien Zulte, Belgien, seit 24. April 2010

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Michel Hastings: Halluin la Rouge, 1919–1939. Aspects d'un communisme identitaire. Presses Univ. de Lille, Villeneuve d'Ascq 1991 (publication de la thèse de doctorat d'État en sciences politiques soutenue en 1989).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Halluin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

  1. De Nederlanden in Frankrijk, Jozef van Overstraeten, 1969
  2. bis 1962: Cassini, ab 1968: INSEE (PDF; 714 kB)
  3. Website der Stadt