Hallux rigidus

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Klassifikation nach ICD-10
M20.2 Hallux rigidus
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Hallux rigidus bezeichnet das durch arthrotische Veränderungen steif gewordene Großzehengrundgelenk.

Die Versteifung behindert die normale Abrollbelastung des Fußes. Eine Möglichkeit der Hilfe stellen hier Schuhzurichtungen dar. Dabei wird die Schuhsohle im Vorfußbereich in der Art einer Löschwiege (Tintenlöscher) umgeformt (Fachbegriffe: „vordere Rolle“, „Vorfußrolle“). Die Abrollbewegung läuft dann nur noch über den Schuh, nicht mehr über die Großzehe.

Hallux rigidus (Das Bild links im roten Kasten zeigt normale Verhältnisse)

Die Diagnose ist durch die klinische Untersuchung zu stellen: Das Grundgelenk der Großzehe ist in der Beweglichkeit schmerzhaft eingeschränkt. Gelegentlich finden sich auch Entzündungszeichen in Form von Rötung, Schwellung und Erwärmung. Im Röntgenbild (Abbildung rechts) findet sich eine Verschmälerung des Gelenkspaltes – bis hin zur Aufhebung. Ursache ist Abrieb des Knorpels. Weiter finden sich Ausziehungen an den Gelenkflächen.

Es gibt auch einige operative Verfahren, um das normale Gehen wieder zu ermöglichen. Der Einsatz von Endoprothesen hat sich mangels Erfolgen bisher nicht etablieren können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • A. Imhoff, R. Baumgartner, R. Linke: Checkliste Orthopädie. 2. Auflage. Thieme Verlag, Stuttgart u. a. 2005, ISBN 3-13-142281-5.