Halsdorf (Wohratal)
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| Halsdorf
Gemeinde Wohratal
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| Koordinaten: | 50° 56′ N, 8° 56′ O50.93758.9333333333333240Koordinaten: 50° 56′ 15″ N, 8° 56′ 0″ O |
| Höhe: | 240 m ü. NN |
| Einwohner: | 880 (1. Jan. 2006) |
| Postleitzahl: | 35288 |
| Vorwahl: | 06425 |
Halsdorf ist ein Ortsteil mit 880 Einwohnern in der Gemeinde Wohratal im Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Halsdorf befindet sich ca. 16 km nordöstlich von Marburg.
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste Erwähnung Halsdorfs erfolgte erstmals in einer zwischen 780 und 802 datierten Urkunde als „Habelscendorf“. In dieser Zeit bestand das Dorf wahrscheinlich nur aus ein paar Häusern, vielleicht sogar nur aus einem einzelnen Gehöft. Der Ort kann damit eine über 1200jährige Geschichte vorweisen und gehört zu den ältesten (nachgewiesenen) Orten der Region.
[Bearbeiten] Infrastruktur und Verkehr
In Halsdorf befinden sich neben einigen Gewerbebetrieben auch eine Mittelpunktschule sowie eine Kindertagesstätte.
Verkehrsmäßig angeschlossen ist Halsdorf über die Landesstraße 3073 und die Bundesstraße 3.
[Bearbeiten] Vereine
Halsdorf verfügt über ein reges Vereinsleben. Diese Vereine erhalten die dörfliche Kultur, fördern die Jugendarbeit oder sorgen mit zahlreichen Veranstaltungen für Abwechslung im Dorf
Der Männergesangverein ist der älteste Verein Halsdorfs. Als Gründungsdatum des MGV Halsdorf gilt das auf der Vereinsfahne dargestellte Jahr 1873.
Der Posaunenchor bietet ein Repertoire besteht aus alten und neuen kirchlichen und weltlichen Musikstücken.
Der 1. DV Kastebier ist eine 1977 gegründete „Schoppenelf“, die fußballinteressierten Amateuren Gelegenheit gab, jenseits der etablierten Sportvereine Fußball zu spielen. Mit dem Verein sind auch die Mitglieder in die Jahre gekommen. So spielt der 1. DV Kastebier heute längst keinen Fußball mehr. Vielmehr richten die Vereinsmitglieder jährlich eine Maiwanderung und das Backhausfest aus. Weiterhin kümmert sich der Verein um die Instandhaltung des Sportplatzgeländes und des Backhauses. Zur 1200-Jahrfeier des Ortes führte der 1. DV Kastebier den Grenzgang durch.
Der eingetragene Fanclub der Eintracht-Frankfurt „Wohrataler Adler“ wurde am 3. Oktober 1998 gegründet. Er hat den größten Jugendanteil der halsdorfer Vereine.
Die Freiwillige Feuerwehr. leistet dem Brandschutz die Feuerwehr auch einen wichtigen Beitrag in der Jugendarbeit.
Auch die Halsdorfer Burschenschaft veranstaltet jährlich einen Dämmerschoppen und die Kirmes für die Dorfgemeinschaft. Sie kann auf eine Tradition von über 100 Jahren zurückblicken.
Der Schützenverein ist aus dem sog. „Kriegerverein“ hervorgegangen. Dieser Verein beging 1927 sein 25-jähriges Jubiläum, wurde also 1902 gegründet.
Die Trachten- und Volkstanzgruppe e.V. Halsdorf wurde 1962 gegründet und widmet sich der Pflege und Darstellung von Volkstänzen, Volksliedern und Mundart. Der Verein hat rund 130 Mitglieder. Die Gruppe trägt die evangelische Marburger Tracht und nimmt regelmäßig am Hessentag teil.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
Halsdorf ist Geburtsort des Dichters des Weserliedes, Franz Freiherr von Dingelstedt (1814-1881).
Der Ende des 17. Jahrhunderts recht bekannte Schriftsteller Eberhard Werner Happel verlebte einen Teil seiner Kindheit in Halsdorf.
[Bearbeiten] Literatur
- Arbeitskreis Dorfkultur u. Dorfgeschichte Halsdorf: 1200 Jahre Halsdorf. Ein Buch vom Dorf. Books on Demand GmbH, 2002, ISBN 3-8311-3529-0


