Hamburg-Steilshoop

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Wappen von Hamburg
Steilshoop
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 36′ 37″ N, 10° 3′ 33″ O53.61027777777810.05916666666717.4Koordinaten: 53° 36′ 37″ N, 10° 3′ 33″ O
Höhe 17,4 m
Fläche 2,5 km²
Einwohner 19.448 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 7779 Einwohner/km²
Postleitzahl 22309
Vorwahl 040
Bezirk Wandsbek
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein
Hochhäuser in Steilshoop

Steilshoop ist ein Stadtteil im Nordosten Hamburgs im Bezirk Wandsbek.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Den Abschluss nach Norden bildet der Ohlsdorfer Friedhof, der größte, von einem Zaun umgebene Friedhof der Welt. Südöstlich an diesen angrenzend der aufgestaute Bramfelder See, der die Seebek (auch bekannt als Grenzbach) speist, die nach Süden Richtung Barmbek-Nord in die Osterbek und weiter in die Alster fließt und die östliche Grenze zu Bramfeld darstellt. Im Süden und Westen grenzt Barmbek-Nord an Steilshoop und bildet damit zugleich die Grenze zum Bezirk Hamburg-Nord.

Mit Errichtung der Großwohnsiedlung wurde auch der Straßenverlauf der Steilshooper Straße zurückgenommen und ein viel befahrener Straßendurchstich – Steilshooper Allee, Nordheimstraße und Hebebrandstraße (ehemals Brambergstraße) – die Fuhlsbüttler Straße querend zur etwa zeitgleich fertiggestellten City Nord neu geschaffen. Die östliche Verlängerung Richtung Farmsen wurde erst später realisiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Steilshop wie es anfänglich geschrieben wurde, wurde erstmals 1350 urkundlich erwähnt. Seitdem hatte der Ort verschiedene Besitzer. Bis Steilshop 1773 in das Herzogtum Holstein eingegliedert wurde, war es dem stormarnischen Amt Trittau zugeordnet. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz kam es 1937 – nun als Steilshoop – zu Hamburg, wo es nach dem Zweiten Weltkrieg dem Bezirk Wandsbek zugeordnet wurde.

Wohnen[Bearbeiten]

Steilshoop ist überwiegend von Mehrfamilienhäusern und im nördlichen Teil von Plattenbauten geprägt. Neben dem existierenden Wohnungsraum im südlichen Alt-Steilshoop entstanden ab 1969 Großwohnsiedlungen für 22.000 Menschen im Bereich ehemaliger Kleingartenvereine. Die Großsiedlung wurde in Form eines ca 1,5 km breiten, ca 500 m flachen Vs geplant, gebildet aus zweimal acht Hausringen verschiedener Träger und unterschiedlichster Formen entlang der beiden mittleren Verbindungsachsen und drei zentralen (plus zwei Halb-) Ringen, die zum Teil das Einkaufszentrum beherbergen. Ein Wohnblock überspannt an dieser Stelle die Gründgensstraße.

Politik[Bearbeiten]

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Steilshoop zum Wahlkreis Bramfeld-Farmsen-Berne. Die Bürgerschaftswahl 2011 führte zu folgendem Ergebnis[1]:

  • SPD 58,6 % (+15,0)
  • CDU 15,0 % (-19,4)
  • Die Linke 8,7 % (-1,0)
  • GAL 7,8 % (+2,2)
  • FDP 4,0 % (+0,4)
  • Übrige 5,9 % (+2,7)

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Polizei wird in Steilshoop durch das Polizeikommissariat 36[2] vertreten. Eine Dienststelle des Jobcenter wurde etwas abseits gelegen an der Steilshooper Allee angesiedelt und am Südausgang der Großsiedlung am Alfred-Mahlau-Weg/Gründgensstraße ist das polnische Konsulat beheimatet.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten]

Das Steilshooper Gewerbegebiet liegt beiderseits der Steilshooper Allee und wird von den Straßen Ruwoldtweg, Schwarzer Weg und Hermann-Buck-Weg, der Steilshooper Straße sowie dem Appelhoff durchquert.

Nahe der Steilshooper Allee findet sich je eine Filiale von famila und Netto sowie an der Steilshooper Straße die Discountsupermarktketten Lidl, Penny-Markt und Aldi. Der dafür benötigte Platz wurde teilweise durch den Abriss des Gebäudes des ehemaligen Doppelkinos Arsenal sowie der Schließung der Niederlassung von Autohaus Baermann gewonnen. Ein weiteres Autohaus steht zurzeit verwaist, aber im Umkreis haben noch vier Tankstellen geöffnet. Außerdem gibt es im Zentrum der Großsiedlung ein Einkaufszentrum, das City Center Steilshoop zwischen dem Schreyerring und der Gründgenstraße. Der ansässige Penny-Markt war zu Beginn der 2000er-Jahre Versuchsträger für ein neues Ladenkonzept, so dass dieses bei der Übernahme als "Konzept-Steilshoop" in einen Großteil der deutschen Penny-Märkte übernommen wurde, ehe das "Steilshoop-Konzept" wiederum vom Nachfolger "Erkrath-Konzept" abgelöst wurde (gegen 2010).

Verkehr[Bearbeiten]

Als Wohngebiet verfügt Steilshoop über keine für den Fernverkehr wichtigen Anbindungen an das Autobahn- oder Bundesstraßennetz.

In Steilshoop gibt es keine Schnellbahnhaltestellen. Busse verbinden den Stadtteil mit den nächstgelegenen U-Bahn- und S-Bahn-Stationen.

Bildung[Bearbeiten]

Die 1971 eröffnete Gesamtschule Steilshoop war eine der ersten Gesamtschulen in Hamburg. 2007 wurde dort wegen zu niedriger Anmeldezahlen die Einrichtung von neuen fünften Klassen beendet und stattdessen am Standort der Grundschule Seeredder mit der Schule am See eine neue Gesamtschule eröffnet. 2010 wurde die Gesamtschule Steilshoop geschlossen[3][4] und wird nun durch einen Neubau ersetzt, in dem ab 2015 eine Stadtteilschule und eine Grundschule untergebracht werden sollen. Die Schule am See soll dann geschlossen werden. Mit der Grundschule Appelhoff und der Grundschule Edwin-Scharff-Ring befinden sich noch zwei weitere Grundschulen in Steilshoop.

Freizeit[Bearbeiten]

In Steilshoop gibt es den DRK Aktivspielplatz Villa Kunterbunt[5] und ein Haus der Jugend. Im Südosten des Stadtteils können sich auf einem Rückhaltebecken jugendliche Segelanfängern mit Optimisten in einem ungefährlichen Übungsrevier tummeln. Ein für die Einwohner des Stadtteils leicht zu erreichendes Hallenschwimmbad liegt an der Fabriciusstraße in Hamburg-Bramfeld. Rundherum existieren mehrere Kleingartenvereine und großzügige Grünflächen.

In Steilshoop sind drei Sportvereine aktiv: Der 1. FC Hellbrook, der THC am Forsthof e. V. und die GFG Steilshoop e. V. Besonders deren Jazz und Modern Dance-Sparte ist bundesweit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt und mehrfacher Hamburger und Norddeutscher Meister. Standard- und Latein-Fans sowie Freunde von Salsa u. a. Trend-Danceacts kommen eher im Tanzwerk Hamburg (bis 2009 Tanzschule Steffensen) auf ihre Kosten. Zwischen zwei Schnellrestaurants im Gewerbegebiet hat sich ein Fitnessstudio der McFit Fitness GmbH angesiedelt.

Religiöse und soziale Einrichtungen[Bearbeiten]

Südlich der Gründgenstraße gelegen steht die evangelische Martin-Luther-King-Kirche mit einer sehr ungewöhnlichen Architektur, die ihr sowohl den Spitznamen „Blaue Kachel“ – wegen der mit blauen Kacheln bedeckten Fassade – als auch „Schwimmbad“ einbrachte. Des Weiteren gibt es weiter östlich eine römisch-katholische Pfarrgemeinde, St. Johannis. Ein ehemaliger Dōjō der Juka-Dojo-Kette gegenüber der evangelischen Kirche wurde als solcher inzwischen aufgegeben.

In der Nähe der Gesamtschule hat die Arbeitsgemeinschaft deutsch-ausländischer Zusammenarbeit (AGDAZ) ihre Begegnungsstätte.

Im Eichlohweg hat der Malteser Hilfsdienst seinen hamburger Sitz.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Steilshoop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://wahlen-hamburg.statistik-nord.de/frameset.php?file=status_karte&wahl=77&frame=true
  2. http://dibis.dufa.de/dibi011A.asp?searchkey=POLIZEI 30. Oktober 2008 18:09
  3. Auslaufmodell in Steilshoop: Vom langsamen Sterben einer Schule
  4. Diese Schule wird abgerissen
  5. DRK Aktivspielplatz Villa Kunterbunt