Hamburg Blue Devils

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Hamburg Blue Devils Deutschland
Stadt: Hamburg
Gegründet: 1992
Cheftrainer: Peer Barkmann
Liga (2015): Verbandsliga
Größte Erfolge
1996, 1997, 1998 Eurobowl-Gewinner
1996, 2001, 2002, 2003 Deutscher Meister
Stadion
Name: Adolf-Jäger-Kampfbahn
Adresse: Griegstraße, Hamburg-Bahrenfeld
Spielbelag: Naturrasen
Kapazität: 8000
Kontakt
Internet: hsvbd.de
Datenstand
8. November 2014
Ewige GFL Bilanz
Jahr Gesamt Heim Ausw. TD-Verhältnis
S N U S N U S N U
1995 6 5 1 4 2 0 2 3 1 282 : 209
1996 8 4 0 5 2 0 3 2 0 274 : 190
1997 10 0 0 5 0 0 5 0 0 338 : 128
1998 9 2 1 5 1 0 4 1 1 350 : 223
1999 9 3 0 6 0 0 3 3 0 331 : 186
2000 1 9 0 1 4 0 0 5 0 148 : 315
2001 10 1 1 6 0 0 4 1 1 447 : 148
2002 9 3 0 4 2 0 5 1 0 330 : 155
2003 9 2 1 5 1 0 4 1 1 315 : 181
2004 8 4 0 4 2 0 4 2 0 378 : 249
2005 7 3 0 4 1 0 3 2 0 224 : 119
2006 8 4 0 4 2 0 4 2 0 356 : 215
2007 7 5 0 4 2 0 3 3 0 305 : 219
2008 6 6 0 4 2 0 2 4 0 201 : 185
2012 2 12 0 1 6 0 1 6 0 257 : 586
2013 4 10 0 3 4 0 1 6 0 225 : 448
Gesamt 113 73 4 65 31 0 48 42 4 4761 : 3756
eVendi-Arena Hamburg (während der Bauarbeiten)
eVendi-Arena Hamburg
Helm

Die Hamburg Blue Devils (HBD) sind ein Hamburger American-Football-Verein, der mit seiner ersten Mannschaft bis zur Saison 2008 und von 2012 bis 2013 in der German Football League (GFL, 1. Deutsche Liga) spielte.

Geschichte[Bearbeiten]

1991 entstand aus den Hamburg Hornets, die aus einer Fusion der Hamburg Dolphins und Harburg Rubberducks hervorgegangen waren, zunächst das „Team Hamburg“, das ursprünglich in einer von einem Fernsehsender geplanten Europaliga starten sollte.

1992 wurde der Hamburg Blue Devils e. V. gegründet. Unter der Bezeichnung Hamburg Hornets nahm das Team Hamburg am regulären Spielbetrieb der 3. Liga Nord teil und erreichte den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Nachdem die Fernsehpläne platzten, spielte das Team unter der Bezeichnung Hamburg Blue Devils als Non-League-Team einzelne Spiele gegen ausgewählte europäische Gegner in den nach dem Hauptsponsor benannten "Schweppes Cool Masters".

Nach Protest der Braunschweig Lions zogen sich 1993 die Hamburg Hornets aus dem Spielbetrieb zurück. Die Hamburg Blue Devils spielten weiterhin als Non-League-Team.

Im gleichen Jahr griff der damalige HBD-Präsident Axel Gernert die alten Pläne wieder auf und gründete am AFVD vorbei die Football League of Europe (FLE), an der die Devils sowie weitere deutsche und europäische Vereine im Jahr 1994 teilnahmen. Im Endspiel der FLE unterlag man den Stockholm Nordic Vikings mit 35:43 im Volksparkstadion.

Anfang des Jahres 1995 nahmen die Devils ein Angebot des AFVD an, als Quereinsteiger in der 1. Bundesliga, der heutigen German Football League zu spielen. Im selben Jahr wurden die Devils deutscher Vizemeister im German Bowl gegen die Düsseldorf Panther. Die 2. Mannschaft der Devils (Hamburg Grey Devils) fusionierte 1995 mit den Hamburg Patriots, benannte sich in Hamburg Wild Huskies (zwischenzeitlich Hamburg Eagles) um und wechselte zum SC Victoria Hamburg. Beim Charity Bowl 1995 gewannen die Blue Devils gegen die St. Xavier University aus Chicago mit 20:0. Es war der erste Erfolg eines europäischen Teams gegen ein US College.

1996 gewannen die Hamburg Blue Devils sowohl den German Bowl, als auch den Eurobowl. 1997 verpassten die Devils den Einzug in den German Bowl, gewannen jedoch zum zweiten Mal den Eurobowl.

Im Jahr 1998 gewannen die Devils als erstes Team überhaupt den Eurobowl zum dritten Mal in Folge, verloren jedoch im German Bowl wie auch im Jahr 1999 gegen die Braunschweig Lions.

Ein Zusammenbruch ereignete sich im Jahr 2000, als die Devils trotz eines hochdotierten Teams in der GFL nur ein einziges Spiel gewinnen konnten und nur durch den Rückzug der Bremen Bravehearts der Gang in die Relegation vermieden wurde. Höhepunkt des Jahres war das Freundschafts-Spiel gegen ein Alumni-Team der Notre Dame Fighting Irish. Die Devils hatten sich finanziell übernommen und Axel Gernert zog sich zurück.

In der Saison 2001 spielten die Blue Devils wie ausgewechselt. Verstärkt durch Star-Runningback Estrus Crayton und Star-Coach Kent Anderson erreichten sie zum fünften Mal den German Bowl und errangen ihren zweiten nationalen Titel, durch ein 31:13 gegen die Braunschweig Lions.

In der Saison 2002 folgte der dritte German Bowl-Sieg, trotz diverser Turbulenzen (u.A. Trennung von Head Coach Anderson).

Im Jahr 2003 mussten die Hamburg Blue Devils Insolvenz anmelden und konnten den Spielbetrieb nur unter strengen Auflagen und mit finanzieller Unterstützung der Fans und Sponsoren beenden. Trotzdem konnte erneut der Meistertitel gewonnen werden.

Durch Einstieg eines neuen Investors wurde die Saison 2004 gesichert, die durch eine Niederlage im Viertelfinale bei den Marburg Mercenaries beendet wurde.

Nachdem sich 2005 Planungen, künftig im Billtalstadion zu spielen zerschlagen hatten, wurde am 28. Februar verkündet, an der Memellandallee in Hamburg-Altona ein eigenes Stadion zu errichten, die heutige eVendi Arena. Nach Insolvenz des Vermarkters sicherte die neu gegründete Sport Vermarktung Hamburg GmbH den Spielbetrieb. Trotz dieser Turbulenzen erreichten die Devils den German Bowl und mussten sich mit einem 28:31 gegen die Braunschweig Lions nur knapp geschlagen geben.

In der Saison 2006 erreichten die Devils den zweiten Platz in der GFL-Nord. Im Halbfinale unterlagen sie dem Gastgeber Marburg Mercenaries mit 33:20.

Im Frühjahr 2007 verkündeten die Blue Devils auf einer gemeinsam mit dem FC St. Pauli abgehaltenen Pressekonferenz die Rückkehr ins Millerntor-Stadion. Im Play-Off Viertelfinale der Saison 2007 unterlagen sie den Stuttgart Scorpions.

In der Saison 2008 verpassten die Blue Devils als Tabellenfünfter die Play-Offs.

Die Blue Devils spielten seit 14 Jahren ununterbrochen in der GFL, was sonst nur den Braunschweig Lions und den Stuttgart Scorpions gelang, die beide ebenfalls seit 1995 in der GFL spielten. Diese Serie endete kurz vor Beginn der Saison 2009, als die Blue Devils aufgrund finanzieller Engpässe die GFL-Lizenz zurückgeben mussten.[1] Das Team startete anschließend in der Regionalliga Nord, die dafür von sechs auf sieben Mannschaften vergrößert wurde.

2010 schafften sie den Aufstieg in die GFL 2 Nord und ein Jahr später den Aufstieg in die GFL.

Zum 1. Januar 2011 schlossen die Hamburg Blue Devils eine Kooperationsvereinbarung mit dem Hamburger SV und trugen anschließend den Namen HSV Hamburg Blue Devils.[2] Ab 2011 spielten die HSV Hamburg Blue Devils in der Adolf-Jäger-Kampfbahn.

2012 und 2013 traten die Blue Devils in der GFL an. Nach der Saison 2013 wurde die Kooperation mit dem Hamburger SV beendet.[3]

Obwohl sich die Hamburg Blue Devils für die Teilnahme an der Saison 2014 in der obersten Spielklasse sportlich qualifiziert hatten, zog der Verein im Januar 2014 den Lizenzantrag für die Teilnahme zurück.[4] Der Verein begründete den Rückzug mit der aktuellen Stadionsituation.

Am 25. April 2014 veröffentlichten die Blue Devils eine Pressemitteilung, die den kompletten Rückzug der Herrenmannschaft aus dem Spielbetrieb 2014 bekannt gab. Für 2015 wird ein Neuaufbau in der untersten Footballliga angestrebt.

Vorstand[Bearbeiten]

Der Vorstand des Hamburg Blue Devils e.V. besteht aus: Sascha Hinz (Präsident), Maximilian von Garnier (1. Stellvertreter), Dirk Rißmann (2. Stellvertreter), Andre Godo (3. Stellvertreter) und Peer Barkmann (Kinder- und Jugendwart).

Titel der HSV Hamburg Blue Devils[Bearbeiten]

  • 1994 Vizemeister FLE (35:43 gegen Stockholm Nordic Vikings aus Schweden)
  • 1995 Deutscher Vizemeister (10:17 gegen Düsseldorf Panther)
  • 1996 Europapokalsieger (EFL) (21:14 gegen Aix-en-Provence Argonoutes aus Frankreich) und Deutscher Meister (31:12 gegen Düsseldorf Panther)
  • 1997 Europapokalsieger (EFL) (35:14 gegen Phoenix di Bologna aus Italien)
  • 1998 Europapokalsieger (EFL)(38:19 gegen Paris Flash aus Frankreich) und Deutscher Vizemeister (14:20 gegen Braunschweig Lions)
  • 1999 Vizeeuropapokalsieger (EFL) (23:27 gegen Braunschweig Lions) und Deutscher Vizemeister (24:25 gegen Braunschweig Lions)
  • 2000 Vizeeuropameister (EFL) (20:42 gegen Bergamo Lions aus Italien)
  • 2001 Deutscher Meister (31:13 gegen Braunschweig Lions)
  • 2002 Deutscher Meister (16:13 gegen Braunschweig Lions)
  • 2003 Deutscher Meister (37:36 in Overtime gegen Braunschweig Lions)
  • 2004 Deutscher Hallen-Flagfootballmeister (20:14 gegen Hamburg Grey Devils)
  • 2005 Deutscher Vizemeister (28:31 gegen Braunschweig Lions)
  • 2009 Meister Regionalliga Nord (ungeschlagen)
  • 2010 Meister Regionalliga Nord (ungeschlagen)
  • 2011 Meister GFL 2 Nord

Teams im Hamburg Blue Devils e.V.[Bearbeiten]

  • Hamburg Blue Devils All-Stars (Flag Football | DFFL)
  • Hamburg Blue Devilyns (Tackle-Football Damen | 2. DBL)
  • Hamburg Junior Devils (U19 Jugend-Tackle-Football | GFL-J Nord)
  • Hamburg Rookie Devils (U16 Jugend-Tackel-Football)
  • Hamburg Little Devils (U13 Jugend Tackel-Football)
  • Hamburg Flag Devils (Jugend-Flag-Football)
  • Hamburg Blue Angels (Cheerleading)
  • Hamburg Grey Angels (Cheerleading)
  • Hamburg Junior Angels (Cheerleading)
  • Hamburg Peewee Angels (Cheerleading)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schlüter: GFL 2009 ohne Hamburg Blue Devils. In: football-aktuell.de. 24. März 2009. Abgerufen am 25. März 2009.
  2. hsv.de: HSV goes Blue!. In: hsv.de. 6. Januar 2011. Abgerufen am 15. Januar 2011.
  3. hsv.de: HSV und Hamburg Blue Devils beenden Kooperation
  4. Hamburg Blue Devils ziehen zurück. American Football Verbandes Deutschland e.V. auf www.gfl.info, 18. Januar 2014, abgerufen am 20. Januar 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg Blue Devils – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien