Hamburg Hauptbahnhof

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Hamburg Hauptbahnhof
Westseite des Hauptbahnhofes
Blick auf die Westseite des Hauptbahnhofes
Daten
Kategorie 1
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bauform Reiterbahnhof
Bahnsteiggleise
  • 8 Fernbahn-Gleise
  • 4 S-Bahn-Gleise
  • 6 U-Bahn-Gleise
Abkürzung AH
AHS (S-Bahn)
ZMB (IATA-Code)
HB (U-Bahn Hauptbahnhof Süd)
HX (U-Bahn Hauptbahnhof Nord)
IBNR 8002549
8098549 (S-Bahn)
Eröffnung 6. Dezember 1906
Webadresse www.bahnhof.de
Architektonische Daten
Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth
Lage
Stadt Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 33′ 10″ N, 10° 0′ 23″ O53.55277777777810.006388888889Koordinaten: 53° 33′ 10″ N, 10° 0′ 23″ O
Eisenbahnstrecken
Pincerno - Hauptbahnhof 11-2008.PNG
Bahnhöfe im Raum Hamburg
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Der Hamburger Hauptbahnhof ist der wichtigste Eisenbahnknoten von Hamburg und steht mit bis zu 450.000 Reisenden täglich zusammen mit dem Frankfurter und Münchner Hauptbahnhof an der Spitze der meistfrequentierten Fernbahnhöfe der Deutschen Bahn. Er beherbergt zusätzlich zwei U-Bahnhöfe (Hauptbahnhof Nord bzw. Süd) der Hamburger Hochbahn und ist Station von S-Bahn/City-S-Bahn sowie des Metronom, die alle im Hamburger Verkehrsverbund integriert sind.

Die Station gehört zu den 21 Bahnhöfen der höchsten Bahnhofskategorie 1 der DB Station&Service und ist für die täglichen Verkehrszahlen im Personenfern- und Regionalverkehr mit zwölf Bahnsteiggleisen relativ klein dimensioniert.

Der Durchgangsbahnhof wurde ab 1904 als Ersatz für die früheren verstreut liegenden Kopfbahnhöfe verschiedener Bahngesellschaften erbaut und am 6. Dezember 1906 in Betrieb genommen.

Lage[Bearbeiten]

Der Hamburger Hauptbahnhof liegt zentral am östlichen Rand der Innenstadt. Er befindet sich etwa 800 Meter nordöstlich vom Hamburger Rathaus, die kürzeste Entfernung zur Elbe bzw. den Anlagen des Hamburger Hafens ist 600 Meter; zur Binnen- und zur Außenalster sind es etwa 450 Meter. Auf dem Gelände des einstigen Hamburger Stadtwalles sowie der alten Steintorfriedhöfe erbaut, folgen die in Tieflage errichteten Gleisanlagen etwa dem Verlauf der alten Befestigungsanlage zwischen Hamburg und der östlich davon gelegenen ehemaligen Vorstadt St. Georg. Der Verlauf der heutigen Stadtteilgrenzen um den Bahnhof ordnet diesen gänzlich dem Stadtteil Hamburg-St. Georg zu.

Die Ausgänge auf der Ostseite führen weiter in diesen Stadtteil mit dem dort gelegenen Hachmannplatz/Heidi-Kabel-Platz mit dem Ohnsorg-Theater im Bieberhaus und dem Deutschen Schauspielhaus an der Kirchenallee, dem Richtung Steintorplatz gelegenen Museum für Kunst und Gewerbe und dem Zentralen Omnisbusbahnhof Hamburg (ZOB). Die Ausgänge auf der Westseite führen jenseits des Straßenzuges Glockengießer-/Steintorwall direkt in den Stadtteil Hamburg-Altstadt mit den Einkaufsstraßen Mönckebergstraße und der Fußgängerzone Spitalerstraße sowie zur nordwestlich des Hauptbahnhofes gelegenen Hamburger Kunsthalle.

Im Fernstreckennetz ist der Hamburger Hauptbahnhof Knotenpunkt für die Verbindungen nach Norden (Kiel, Dänemark), Nordosten (Lübeck, Wismar), Osten (Berlin, Rostock) und Süden / Südwesten (Hannover, Bremen).

Architektur[Bearbeiten]

Der Hauptbahnhof im Bau 1905
1906 von Nordwesten
Luftaufnahme auf die südliche Front 2013

Für die repräsentative Gestaltung des Bahnhofes wurde 1900 ein Wettbewerb ausgeschrieben, den die Architekten Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth aus Charlottenburg gewannen. Kaiser Wilhelm II bewertete ihren ersten Entwurf als „einfach scheußlich“, er musste überarbeitet werden. Die technische Konzeption stammte von Ernst Moeller.

Halle und Empfangsgebäude[Bearbeiten]

Der daraufhin überarbeitete Plan war monumentaler und betonte von außen die gewaltigen 73 m Spannweite der Bahnsteighalle. Die Halle ist 150 Meter lang, insgesamt 114 Meter breit und bis zu 37 Meter hoch. Das von zwei 45 Meter hohen Türmen mit quadratischem Querschnitt flankierte Empfangsgebäude wurde mit einer Brücke bzw. dem „Nordsteg“ quer durch die Bahnsteighalle an die Nordseite gebaut. Am südlichen Ende der Halle läuft innen der schmalere Südsteg als Fußgängerbrücke über die Gleise und außen die breite Straßenbrücke des Steintordamms, die als kurzes Bindeglied zwischen der Mönckebergstraße und der Adenauerallee wirkt. Die Halle wird als ein gelungenes Zitat des Palais des Machines der Pariser Weltausstellung von 1889 angesehen.

Im Zweiten Weltkrieg erhielt der Hamburger Hauptbahnhof im Frühling 1941 eine Tarnabdeckung in Form einer bemalten Holzkonstruktion, um anfliegenden alliierten Bomberverbänden die Orientierung zu erschweren. Trotz dieser Maßnahme wurde er vor allem im November 1941 und Juli 1943 („Operation Gomorrha“) durch Bombentreffer stark beschädigt, so dass nach Kriegsende 1945 sogar der Abriss und Neubau diskutiert wurde. Man entschied sich jedoch dafür, das alte Gebäude beizubehalten und es wurden zunächst einige notdürftige Reparaturen vorgenommen. Nach der Währungsreform 1948 wurde die Instandsetzung abgeschlossen. In den 1970er Jahren erfolgte schließlich eine Grundsanierung.

Mit der Errichtung der Tunnelstation 1969–1975 östlich der Halle für die City-S-Bahn wurden seitliche Anbauten der Ostseite abgerissen und der Nordsteg („Wandelhalle“) renoviert.

Tunnelanlagen[Bearbeiten]

Parallel zum Südsteg verlief unterhalb der Gleisebene der so genannte „Südsteg-Tunnel“ für Fahrgäste. Er war als unterirdische Direktverbindung von den Bahnsteigen unmittelbar zur U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof Süd (U1/U3) gedacht. Er wurde zum Jahreswechsel 1991/92 bis auf die Zugänge zu den beiden S-Bahn-Bahnsteigen verschlossen. Als Grund wurde der häufige Aufenthalt von Drogen- und Alkoholabhängigen dort angegeben.[1]

Der S-Bahn-Tunnel über Jungfernstieg nach Landungsbrücken (City-S-Bahn, 1979 Verlängerung nach Altona) endet nördlich der Bahnhofshalle in einem teils unter-, teils oberirdischen Einfädelungsbauwerk. Im Zusammenhang damit wurde östlich der Bahnhofshalle eine dazu parallel verlaufende, zweigleisige Tunnelstation mit Mittelbahnsteig für die nordwärts ausfahrenden S-Bahn-Züge errichtet und 1981 in Betrieb genommen. Über dem Südausgang der Tunnelstation entstand anstelle des früheren Seitenflügels ein quaderförmiges Betriebsgebäude mit metallverkleideter Fassade, Keksdose genannt. Danach wurden die Gleise neu durchnummeriert, die Gleise in der neuen Station erhielten die Nummern 1 und 2, die bisherigen Gleise 1 bis 12 in der Halle wurden zu den Gleisen 3 bis 14. Gleichzeitig wurde der S-Bahn-Betrieb für die südlich ausfahrenden Züge ausschließlich auf die Gleise 3 und 4 verwiesen. Am bisherigen S-Bahn-Gleis 5 (vorher 3) wurde die Stromschiene demontiert, es dient seitdem dem Regional- und Fernverkehr.

Wandelhalle[Bearbeiten]

Wandelhalle
Bahnsteighalle, Blick vom Südsteg

Die an der Nordseite des Bahnhofs gelegene Verbindungshalle über den Gleisen wurde unter dem Namen Wandelhalle bekannt. Zu ihr gehören die Eingangs- und Ausgangshallen an der West- und Ostseite des Bahnhofs; als Zugang zum Bahnsteig der S-Bahn (jetzige Gleise 3 und 4) gibt es noch eine zusätzliche Halle über dem ersten (östlichen) Bahnsteig. In der Wandelhalle befanden sich früher die Wartesäle 1. bis 4. Klasse, während die Fahrkartenschalter und die Gepäckabfertigung und -ausgabe in den Eingangs- und Ausgangshallen untergebracht waren.

Im Rahmen der Erneuerung der Tragkonstruktion wurde der Nordsteg des Hauptbahnhofes umgebaut. Die Wandelhalle erhielt eine Galerie mit Läden in Höhe des ersten Stockwerks. Zuvor wurde diese Fläche nur für Werbetafeln genutzt.

1988 fand sich ein privater Investor für den Neubau der Wandelhalle, nachdem die ursprüngliche Halle aus Altersgründen bereits längere Zeit zuvor abgerissen worden war.[2] Die neue Wandelhalle feierte ihre Eröffnung am 1. Juni 1991. Auf 7.600 m² und zwei Etagen befinden sich zahlreiche Läden und gastronomische Betriebe. Aufgrund der Lage im Bahnhof unterlagen die Geschäfte nicht den von 1900 bis 2007 gesetzlich begrenzten Ladenöffnungszeiten, sondern waren – und sind – an allen sieben Wochentagen von 6 bis 23 Uhr geöffnet.

Die Gourmet-Station wurde im Jahre 2005 vergrößert und bietet 19 verschiedene gastronomische Richtungen.

Bedienung[Bearbeiten]

Doppeltraktion ICE-T hat Einfahrt auf Gleis 5a als ICE 1517/1717 nach Eisenach bzw. München via Berlin
ICE 1 im Hamburger Hauptbahnhof nach einer Fahrt von Berlin Südkreuz über die Berlin-Hamburger Bahn
Elektronische Anzeiger an den Treppen zu den Gleisen

Für den Personenverkehr stehen die Gleise 1-8 und 11-14 zur Verfügung, wobei Gleis 1 und 2 unterirdisch außerhalb der Halle liegen. Der Fern- und Regionalverkehr wird über die Gleise 5–8 und 11–14 abgewickelt. Die fünf Mittelbahnsteige sind über Treppen und Rolltreppen vom Nord- und Südsteg aus erschlossen. Die heutigen Bahnsteige laufen zum großen Teil aus dem Südende der Halle hinaus und haben dort eigene Überdachungen. Der Güterverkehr Richtung Norden läuft über zwei Durchgangsgleise (9 und 10) ohne Bahnsteig. Diese Gleise dienten früher neben dem Güterverkehr auch der Zufahrt zum Bahnpostamt Hühnerposten.

Auf der Nordwestseite gehen die Gleise über die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn mit den Fernbahnhöfen Dammtor und Altona in Richtung Schleswig-Holstein und Skandinavien.

Auf der Südostseite verzweigen sich die Gleisbündel unmittelbar hinter der Halle in die (nord-)östlichen Richtungen nach Lübeck (siehe: Vogelfluglinie) und Berlin sowie den südlichen Strang über die Elbbrücken, mit weiterer Verzweigung hinter dem Fernbahnhof Hamburg-Harburg nach Süden (Hannover, Rangierbahnhof Maschen) und Südwesten (Bremen, Köln etc.).

Mit zusammen 207 Ankünften und Abfahrten regelmäßiger Fernzüge pro Tag war der Hauptbahnhof im Sommerfahrplan 1989 der vierzehntbedeutendste Knoten im Netz der Deutschen Bundesbahn.[3] Die Bedeutung des Bahnhofs für den Fernverkehr hat seit 1995 nochmals deutlich zugenommen. Die Bahnstrecken in Schleswig-Holstein waren bis dahin nicht elektrifiziert. Seit 1995 ist es für Fernzüge in oder aus Richtung Norden nicht mehr notwendig, den Kopfbahnhof in Altona anzufahren, um einen Lokwechsel vorzunehmen. Seitdem Regionalzüge von und nach Kiel und Flensburg statt im Bahnhof Hamburg-Altona in Hamburg Hbf beginnen und enden, werden Teile des Umsteigerverkehrs von dort hierher verlagert.

Da sich der Hamburger Hauptbahnhof nur mit sehr großem Aufwand baulich erweitern ließe, sind die meisten Bahnsteiggleise in zwei mit jeweils a und b bezeichnete Abschnitte unterteilt. Diese betriebliche Unterteilung wird vor allem bei den Gleisen 5 bis 7 und 11 bis 14 genutzt. Sie ermöglicht es zwei Zügen, die annähernd zur gleichen Zeit den Hamburger Hauptbahnhof als Anfangs- oder Endbahnhof benutzen, sich ein gemeinsames Bahnsteiggleis zu teilen. Dies betrifft vor allem Regionalzüge, die auch kurz genug sind, um gemeinsam in voller Länge eine Bahnsteigkante abzudecken. So kann zum Beispiel ein Regionalexpress in Richtung Norden (z. B. nach Flensburg) von Gleisabschnitt 12a abfahren, während der Metronom-Zug in Richtung Süden (z. B. nach Bremen) den Gleisabschnitt 12b benutzt.

Beim Gleis 8 wird diese Regelung nicht angewendet, da es, anders als die anderen Personenzuggleise, von Osten kommend, eine Abzweigungsweiche zum südlichen Gleisstrang hat, die mitten im Bahnsteigsbereich liegt. Dieses Gleis wird in der Regel für Fernzüge genutzt, die auf der Streckenführung zwischen Süden und der Ostseeküste mit Hamburg als Zwischenstation dessen Hauptbahnhof als Wendebahnhof nutzen, wie z. B. EC- und IC-Züge von Stuttgart nach Binz auf Rügen und umgekehrt.

Die Gleise 1 bis 4 sind reine S-Bahn-Gleise und die Gleise 9 und 10 Durchfahrtsgleise ohne Bahnsteige; auch diese sind sämtlich nicht in Abschnitte aufgeteilt.

Fernverkehr[Bearbeiten]

Linie Linienverlauf Takt
ICE 20 (Kiel Hbf –) Hamburg Hbf – Hannover Hbf – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) Hbf – Mannheim Hbf – Karlsruhe Hbf – Freiburg (Breisgau) Hbf – Basel SBB (– Zürich HB – Interlaken Ost) Zweistundentakt
ICE 22 (Kiel Hbf –) Hamburg Hbf – Hannover Hbf – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt (Main) Hbf – Frankfurt (Main) Flughafen Fernbf – Mannheim Hbf (– Heidelberg Hbf) – Stuttgart Hbf Zweistundentakt
ICE 25 (Lübeck Hbf –) Hamburg Hbf – Hannover Hbf – Kassel-Wilhelmshöhe – Fulda – Würzburg Hbf – Nürnberg Hbf – Ingolstadt Hbf – München Hbf (– Garmisch-Partenkirchen) Stundentakt
ICE 28 Hamburg Hbf – Berlin Hbf – Leipzig Hbf – Nürnberg Hbf – München Hbf Stundentakt
ICE 31 Kiel Hbf – Hamburg Hbf – Osnabrück Hbf – Dortmund Hbf – Düsseldorf Hbf – Köln Hbf – Koblenz Hbf – Frankfurt (Main) Hbf – Würzburg Hbf – Nürnberg Hbf – München Hbf einzelne Züge
ICE 42 (Hamburg Hbf – Bremen Hbf –) Dortmund Hbf – Düsseldorf Hbf – Köln Hbf – Frankfurt (Main) Flughafen Fernbf – Mannheim Hbf – Stuttgart Hbf – München Hbf einzelne Züge
ICE 75 Berlin Ostbf – Hamburg Hbf – Lübeck Hbf – Puttgarden – Kopenhagen Hbf einzelne Züge
ICE 76 Berlin Ostbf – Hamburg Hbf – Neumünster – Flensburg – Aarhus einzelne Züge
IC 26 (Ostseebad Binz –) Stralsund – Rostock Hbf – Schwerin Hbf – Hamburg Hbf – Hannover Hbf – Kassel-Wilhelmshöhe – Gießen – Frankfurt (Main) Hbf – Heidelberg Hbf – Karlsruhe Hbf Zweistundentakt
EC 27 (Westerland (Sylt) –) Hamburg Hbf – Berlin Hbf – Dresden Hbf – Prag Hbf – BrnoBudapest/Villach zwei Zugpaare (2x tägl.)
IC 30 Hamburg Hbf – Münster (Westf) Hbf – Dortmund Hbf – Essen Hbf – Duisburg Hbf – Düsseldorf Hbf – Köln Hbf – Bonn Hbf – Mainz Hbf – Mannheim Hbf – Stuttgart Hbf Zweistundentakt
IC 31 (Kiel Hbf –) Hamburg Hbf – Münster (Westf) Hbf – Dortmund Hbf – Wuppertal Hbf – Köln Hbf – Mainz Hbf – Frankfurt (Main) Hbf (– Würzburg Hbf – Nürnberg Hbf – Regensburg Hbf – Straubing – Passau Hbf) Zweistundentakt
EC 75 Hamburg Hbf – Lübeck Hbf – Puttgarden – Kopenhagen Hbf einzelne Züge
EC 99 Hamburg-Altona – Hamburg HbfSalzwedel – Berlin Hbf – Cottbus – Breslau Hauptbahnhof – Kraków Głowny einzelne Züge
EC 100/101 Hamburg-Altona – Hamburg HbfBremen HbfMünster (Westf) Hbf – Dortmund HbfKöln HbfMainz HbfBasel SBBZürich HBPfäffikon SZChur einzelne Züge
HKX Hamburg – Osnabrück – Münster (Westf) – Gelsenkirchen – Duisburg – Köln 1-3 Zugpaare

Im Nachtverkehr bestehen Direktverbindungen mit folgenden Zügen:

Euronight "Hans Albers" nach Regensburg - Linz - Wien (mit Autobeförderung)

City-Night-Linie "Komet" nach Karlsruhe - Basel - Zürich mit Kurswagen nach Paris (Einstellung der Kurswagen zum Dezember 2014)

City-Night-Linie "Aurora" aus Kopenhagen - Flensburg nach Frankfurt/Main - Karlsruhe - Basel mit Kurswagen nach Köln - Amsterdam und Berlin - Dresden - Prag (Einstellung zum November 2014)

City-Night-Line "Pyxis" nach München

Siehe auch: Liste der Intercity-Express-Linien, InterCity-Liniennetz

Regionalverkehr[Bearbeiten]

Linie HVV-
bezeichnung
Linienverlauf EVU
RE R10Hamburg R10.svg Hamburg – Ahrensburg – Bad Oldesloe – Reinfeld – Lübeck (– Lübeck-Travemünde) DB Regio Nord
RB R10Hamburg R10.svg Hamburg – Hamburg-Rahlstedt – Ahrensburg – Bargteheide – Bad Oldesloe DB Regio Nord
RE R20Hamburg R20.svg HamburgBüchenHagenow LandSchwerinBützowRostock DB Regio Nordost
ME R30Hamburg R30.svg HamburgLüneburgUelzen (– Celle – Hannover) Metronom Eisenbahngesellschaft
ME R40Hamburg R40.svg Hamburg – Buchholz – Tostedt – RotenburgBremen Metronom Eisenbahngesellschaft
ME R50Hamburg R50.svg Hamburg – Buxtehude – Stade – Cuxhaven Metronom Eisenbahngesellschaft
RB R60Hamburg R60.svg HamburgPinneberg – Elmshorn – Glückstadt – Itzehoe DB Regio Nord
RE R70Hamburg R70.svg Hamburg – Pinneberg – Elmshorn – NeumünsterKiel DB Regio Nord
RE R70Hamburg R70.svg Hamburg – Elmshorn – Neumünster – RendsburgSchleswigFlensburg DB Regio Nord
IRE Hamburg – Lüneburg – Uelzen – Salzwedel – Stendal – Berlin DB Regio Nordost

S-Bahn[Bearbeiten]

S-Bahn-Zug der Linie 1 auf Gleis 3 des Hauptbahnhofs

Die S-Bahn-Züge, die stadtauswärts nach Osten und Süden fahren, halten am älteren Richtungsbahnsteig in der Bahnhofshalle:

Von Gleis 3 aus kann im Bedarfsfall auch „stadteinwärts“ gefahren werden.

Die stadteinwärts in westlicher Richtung fahrenden Züge halten an einem weiteren, neueren Mittelbahnsteig, der sich neben der Bahnhofshalle in einem zu den anderen Bahnsteigen parallelen Tunnel befindet, der beim Bau des City-Tunnels entstand:

Im laufenden Betrieb wird aber auch aus Gleis 1 in Richtung Verbindungsbahn und aus Gleis 2 in Richtung Jungfernstieg (City-Tunnel) gefahren.

Gleis 2 lässt im Bedarfsfall auch Fahrten „stadtauswärts“ zu.

U-Bahn[Bearbeiten]

Bahnsteig im U-Bahnhof Hauptbahnhof Süd der U3
U-Bahn-Zug in Hauptbahnhof Nord (U2)

Am Hauptbahnhof gibt es zwei getrennte U-Bahnhöfe; die Tunnelstrecken unterqueren die bereits unter dem Straßenniveau liegenden Eisenbahngleise.

Hauptbahnhof Süd[Bearbeiten]

Die Station Hauptbahnhof Süd (bis 1968: Hauptbahnhof) befindet sich südöstlich der Bahnhofshalle und wurde 1912 eröffnet. Hier halten die Züge der heutigen Linie U1 (NorderstedtOhlstedt/Großhansdorf) und der Linie U3 Barmbek – Wandsbek-Gartenstadt (Ring).

Bereits beim Bau des Hauptbahnhofes wurde der von Westen hinzuführende Streckentunnel unter den Bahngleisen fertiggestellt, ebenso ein Fußgängertunnel, der bis zu seiner Schließung 1991 den unterirdischen Zugang zu den Fernbahnsteigen ermöglichte. Die Station besteht aus zwei gemauerten Röhren mit Gewölbedecke und war für vier Gleise ausgelegt: An den äußeren Gleisen hielten die Züge der U-Bahn-Ringstrecke, an den inneren begann die nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr aufgebaute Zweigstrecke nach Rothenburgsort. Nach Eröffnung der Station Hauptbahnhof Nord wurden zwischen beiden Röhren Durchgänge geschaffen und die Innengleise durch einen sehr breiten Bahnsteig für die Linie U3 ersetzt. Unmittelbar südlich daneben wurde 1960 eine weitere Tunnelstation für die vom Meßberg kommende Strecke der Linie U1 eröffnet, deren Tunnel 1959 mittels Schildvortrieb unter den Eisenbahnanlagen hindurchgeführt wurde.

Hauptbahnhof Nord[Bearbeiten]

Die Station Hauptbahnhof Nord wurde 1968 eröffnet. Sie liegt am nördlichen Ende der Bahnhofshalle quer unter den Gleisanlagen und besteht aus vier Röhren in 30 m Tiefe. Hier halten die Züge der heutigen Linie U2 (Niendorf Nord – Mümmelmannsberg) und der Linie U4 (HafenCity – Billstedt).

Von den beim Bau vorsorglich nebeneinander angelegten vier Tunnelröhren werden nur die beiden inneren für den Betrieb genutzt, die äußeren Bahnsteige sind durch Gitter abgesperrt; in der nördlichen Röhre befindet sich eine Kunstinstallation. Im Jahr 2006 wurden beim behindertengerechten Ausbau der Station Fahrstühle in die nicht benötigten Gleiströge / Anfahrtsschächte eingebaut.

Hamburger Hauptbahnhof, westlicher Seitenbau
Lageplan der Hamburger Bahnhöfe:
in Blau: erste Bahnhöfe und Strecken
in Braun: neuer Hauptbahnhof mit Gleisführung

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Hamburger Bahnhöfe[Bearbeiten]

Um 1870 endeten in Hamburg folgende Eisenbahnstrecken: von Westen die Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn aus Altona und Kiel, von Nordosten aus Lübeck, von Osten über Bergedorf von Berlin. Jede dieser Strecken hatte ihren eigenen Bahnhof, die sich etwa 200 bis 600 m voneinander entfernt nahe dem südöstlichen Stadtkern-Rand in den Stadtteilen Klostertor und Hammerbrook befanden. Dazu kam in der zum Königreich Preußen gehörenden Stadt Harburg auf der südlichen Elbseite die bereits 1847 eröffnete Strecke nach Hannover. Die Strecke Bremen-Hamburg (Venloer Bahn) war noch im Bau.

Vom Bahnhof Klosterthor wurde später ein Gleis vor das Portal des Berliner Bahnhofs gebaut und vom etwa 600 m entfernten Lübecker Bahnhof ein Güterverkehrs-Gleis dorthin herangeführt. Besonders ungünstig lag der Venloer/Hannoversche Bahnhof, von dem aus zwei Brücken überquert werden mussten, um in die Altstadt bzw. zu den anderen Bahnhöfen zu gelangen.

Zentralbahnhof[Bearbeiten]

Nachdem im Jahr 1899 die Verträge zur Schaffung eines Zentralbahnhofes in Hamburg ratifiziert worden waren, entstand bis 1906 nördlich des Bahnhofs Klosterthor mit Einbezug der Strecke der Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn der neue zentrale Hamburger Hauptbahnhof, der die Einzelbahnhöfe ersetzte.

Bunkeranlagen[Bearbeiten]

Seit 1940/41 befindet sich auf der Ostseite unter dem Hachmannplatz eine zweigeschossige Bunkeranlage für 950 Personen, deren Kapazität in den 1960er Jahren auf etwa 1.700 Plätze erweitert wurde. Auf der Westseite wurde zwischen 1941 und 1944 ebenfalls eine, hier dreigeschossige Bunkeranlage als Reichsbahnbunker unter dem Steintorwall für 2.460 Personen errichtet (Erweitert bis 1970 auf 2.702 Plätze). Aus dem Südstegtunnel konnten die Reisenden diesen Bunker direkt erreichen.[4]

Geplante Erweiterung[Bearbeiten]

Im Januar 2008 stellte die DB Planungen vor, in Verlängerung der Bahnhofshalle nach Süden einen Hochbau zu errichten. Hierzu hätte die angrenzende Straße Steintordamm geschlossen, verlegt oder überdacht werden müssen. Der Südsteg hätte verbreitert werden sollen, damit wesentlich mehr Platz für Geschäfte und Gastronomie geschaffen wird.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Staisch: Eisenbahnen rollen durch das „Tor zur Welt“. Eine Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung der Eisenbahnanlagen Hamburgs. Georg Stilke, Hamburg 1956.
  • Gerhard Greß: Verkehrsknoten Hamburg. EK-Verlag GmbH, Freiburg 2001, ISBN 3-88255-269-7.
  • Hermann Hoyer, Dierk Lawrenz, Benno Wiesmüller: Hamburg Hauptbahnhof. EK-Verlag GmbH, Freiburg 2006, ISBN 3-88255-721-4.
  • Ulrich Alexis Christiansen: Hamburgs dunkle Welten. Der geheimnisvolle Untergrund der Hansestadt. Ch. Links Verlag, Berlin 2008, ISBN 3-86153-473-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg Hauptbahnhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Deutsche Bahn AG:

Andere:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ulrich Alexis Christiansen: Hamburgs dunkle Welten: der geheimnisvolle Untergrund der Hansestadt, Christoph-Links-Verlag 2008, S. 131.
  2. Meldung Wiederaufbau der Wandelhalle im Hamburger Hbf beginnt – privat finanziert. In: Eisenbahn-Kurier, Nr. 196, 1, 1989, ISSN 0170-5288, S. 9.
  3.  Ralph Seidel: Der Einfluss veränderter Rahmenbedingungen auf Netzgestalt und Frequenzen im Schienenpersonenfernverkehr Deutschlands. Dissertation an der Universität Leipzig. Leipzig 2005, S. 46.
  4. Der Bunker am Hauptbahnhof Hamburg – Tiefbunker Steintorwall. Hamburger Unterwelten e.V., abgerufen am 28. Mai 2014 (html, deutsch).