Hamburger Abendblatt
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Das Hamburger Abendblatt ist eine Hamburger Tageszeitung der Axel Springer AG. Das Abendblatt erschien bisher montags bis sonnabends jeweils früh morgens. Vom Oktober 2006 bis Februar 2007 gab es auch eine Sonntagsausgabe, die als Abwehrmaßnahme gegen eine ab 5. November 2006 herausgegebene Sonntagsausgabe der Hamburger Morgenpost anzusehen war. Aufgrund der mangelnden Resonanz wurde die Sonntagsedition bald eingestellt und offiziell als „Markttest“ deklariert. Schon in den 1950er-Jahren gab es eine Sonntagsausgabe des Hamburger Abendblattes, die aber nach kurzer Zeit zur Bild am Sonntag wurde.
Der redaktionelle Schwerpunkt liegt auf Meldungen aus Hamburg und dem Umland. Für die Regionen Norderstedt, Ahrensburg, Harburg, Pinneberg, Lüneburg und Stade werden Regionalbeilagen produziert und in den entsprechenden Teilauflagen mitverkauft. Die politische Ausrichtung ist leicht konservativ, wie viele marktbeherrschende Lokalzeitungen versucht sie eine Meinung aus der Mitte der Gesellschaft zu vertreten. Beim Wahlkampf im Jahr 2001 wurde dem Abendblatt vorgeworfen, die CDU unterstützt zu haben.
Abendblatt-Autoren haben viele renommierte Journalistenpreise gewonnen. Etwa den Theodor-Wolf-Preis (Barbara Hardinghaus, Miriam Opresnik, Özlem Topcu), den Erich-Klabunde-Preis (Barbara Hardinghaus, Jens-Meyer Wellmann) und im Jahr 2007 den Wächterpreis der Tagespresse (Christian Denso, Marion Girke).
2008 wurde das Abendblatt durch die Konrad-Adenauer-Stiftung für die „beste redaktionelle Gesamtleistung“ deutscher Lokalzeitungen ausgezeichnet.
Immer sonnabends erscheint die Kolumne „Rathauswoche", in der das Tagesgeschäft im Hamburger Rathaus meist kritisch analysiert und kommentiert wird.
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[Bearbeiten] Geschichte
Vier Hamburger Zeitungen hatten zuvor das Wort „Abendblatt“ im Titel, darunter auch ein „Hamburger Abendblatt“, das am 2. Mai 1820 gegründet worden war.
Am 14. Oktober 1948 wurde das erste Abendblatt nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer Auflage von 60.000 Stück herausgegeben. Axel Springer erhielt dafür vom Hamburger Senat unter Bürgermeister Max Brauer eine Lizenz. Das Abendblatt war somit die erste Tageszeitung Deutschlands, die eine „deutsche“ Lizenz erhielt und nicht von den alliierten Stellen lizenziert wurde.
Nach einem halben Jahr konnten bereits täglich 170.000 Exemplare gedruckt werden.
Nachdem es bis in die 1970er noch am Nachmittag ausgeliefert wurde, wird es nun in den frühen Morgenstunden zugestellt. Aufgrund des späten Andrucktermins wird über wichtige aktuelle Ereignisse, die in den Abendstunden stattfinden (wie zum Beispiel Fußballspiele) bereits in der Ausgabe am nächsten Tag berichtet.
[Bearbeiten] Chefredakteure
- Wilhelm Schulze, 1948–1952
- Otto Siemer, 1952–1965
- Martin Saller, 1965–1969
- Werner Titzrath, 1969–1983
- Klaus Korn, 1983–1989
- Peter Kruse, 1989–2001
- Menso Heyl, 2001–2008
- Claus Strunz, 2008–
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Gossel, Daniel A.: Die Hamburger Presse nach dem Zweiten Weltkrieg. Neuanfang unter britischer Besatzungsherrschaft. Hamburg 1993 ISBN 3-923356-53-6

