Hamburger Hochbahn

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Hamburger Hochbahn AG
Hochbahn.svg

HochbahnHamburg2.jpg
Linie U3 der Hochbahn an der U-Bahn-Haltestelle Baumwall

Basisinformationen
Unternehmenssitz Hamburg
Webpräsenz www.hochbahn.de
Bezugsjahr 2012
Eigentümer 100 % Freie und Hansestadt Hamburg
Vorstand Günter Elste (Vorsitzender)
Ulrike Riedel
Ulrich Sieg
Helmut König
Jens-Günter Lang
Verkehrsverbund Hamburger Verkehrsverbund
Mitarbeiter 4551
Umsatz 418,8 Mio. Euro
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
U-Bahn 4
Bus 111
Anzahl Fahrzeuge
U-Bahnwagen 218 Einheiten, davon:
DT1 3
DT2 16
DT3 69
DT4 126
DT5 8
Omnibusse 728 Fahrzeuge, davon:
486 Stadt- und Schnellbusse
206 Gelenkbusse
26 Doppelgelenkbusse
5 Dieselhybridgelenkbusse
4 Brennstoffzellenhybridbusse
1 Kleinbus/Großraumtaxi
Statistik
Fahrgäste 431 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 129,6 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 91 U-Bahn
1314 Bus
Länge Liniennetz
U-Bahn-Linien 104,4 kmdep1
Buslinien 922,5 kmdep1
Linie U1 an der U-Bahn-Haltestelle (Jungfernstieg mit DT4)
U-Bahn-Streckennetz
Metrobuslinie 5 mit „XXL-Bus“ (Doppelgelenkbus Van Hool AGG 300)
Ein Citaro der Hochbahn

Die Hamburger Hochbahn AG (Eigenschreibweise: HOCHBAHN) ist ein Verkehrsunternehmen in Hamburg. Früher benutzte das Unternehmen verstärkt die Abkürzung HHA. Die Hochbahn ist Teilbetreiber eines Großteils des Hamburger Busnetzes sowie alleiniger Betreiber der U-Bahn Hamburg.

Die Hochbahn ist Deutschlands zweitgrößtes Nahverkehrsunternehmen und der größte Dienstleister im Hamburger Verkehrsverbund. Im Jahr 2012 beförderte die Hochbahn rund 431 Mio. Fahrgäste (Bus: 222 Mio., U-Bahn: 209 Mio.) und beschäftigte 4551 Mitarbeiter.[1] Das Unternehmen befindet sich über die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement vollständig im Eigentum der Freien und Hansestadt Hamburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hamburger Hochbahn, kurz Hochbahn oder HHA, wurde am 27. Mai 1911 in Form einer Aktiengesellschaft als Konsortium zwischen Siemens & Halske und AEG gegründet. Sie ist seit 1912 privater Betreiber der damals neu erbauten Hochbahn, erster Aufsichtsratsvorsitzender war Albert Ballin[2]. Die Stadt Hamburg verpachtete die Bahnanlagen an das Unternehmen, das nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen geführt wurde. Die erste Hochbahnstrecke wurde 1912 mit der Ringlinie, der heutigen U-Bahn-Linie U3, in Betrieb genommen.

Die HHA übernahm 1918/19 die Strassen-Eisenbahn-Gesellschaft in Hamburg (SEGH), 1923 die Hamburg-Altonaer Centralbahn (HAC) und 1924 die Elektrische Kleinbahn Alt-Rahlstedt – Volksdorf – Wohldorf (EKV).

Das Tochterunternehmen Fahrzeugwerkstätten Falkenried (FFG) entwickelte und wartete früher auf dem ehemaligen Betriebsgelände am Falkenried die Straßenbahn. In der Zentrale in Hummelsbüttel sowie vier weiteren Werkstätten auf den Betriebshöfen der Hochbahn ist sie heute als Volldienstleister der Hochbahn u.a. für Wartung und Instandsetzung der Busflotte zuständig.

Am 1. April 1919 übernahm die Gesellschaft den Betrieb der Alsterschiffe von der Alsterdampfschiffahrts-GmbH. Von 1924 bis 1935 übertrug sie den technischen Betrieb jedoch an die Ewerführerei Lütgens & Reimers. 1977 erfolgte die Gründung der ATG Alster-Touristik mit einer Neuausrichtung auf Ausflugs-, Rundfahrt- und Touristikangebote auf der Außen- und Binnenalster.

1965 war die Hochbahn eines der Gründungsmitglieder des Hamburger Verkehrsverbundes HVV - des ersten Verkehrsverbundes weltweit. 1978 beförderte die Hochbahn mit 1800 Fahrzeugen auf 111,45 Mio. Wagen- bzw. Schiffs-Kilometern 398,2 Mio. Fahrgäste, davon entfielen 175,8 Mio. Fahrgäste auf den Betriebsteil U-Bahn, 221,0 Mio. auf den Busbereich und 1,4 Mio. auf die Alsterschifffahrt. Hinzu kamen 8,5 Mio. Fahrgäste von der am 1. Oktober 1978 eingestellten Straßenbahn[3].

Viele Jahre war die Hochbahn an der Börse gelistet und zahlte außenstehenden Aktionären eine Garantiedividende. Nach der Änderung des Aktiengesetzes mit vereinfachten Möglichkeiten eines Squeeze-out wurden freie Aktionäre abgefunden, so dass sich die Anteile heute komplett im Besitz der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement befinden.

Straßenbahn[Bearbeiten]

Die Hochbahn betrieb auch die Straßenbahn in Hamburg, bis diese 1978 stillgelegt wurde. Anfang 2009 wurde das Unternehmen von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt offiziell mit der Planung der Stadtbahn Hamburg betraut, die allerdings nach einem Regierungswechsel in Hamburg zurückgestellt wurde.

Tochtergesellschaften und Beteiligungen[Bearbeiten]

Fahrgastinformation[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HOCHBAHN Unternehmensbericht 2012
  2. Joachim Häger: Hammonia und ihre U-Bahn. Hamburg 1986, ISBN 3-7672-9967-4
  3. Hamburger Hochbahn AG: Daten und Fakten. In: Prospekt zur IVA 1979

Weblinks[Bearbeiten]