Hamm (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hamm
Hamm (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hamm hervorgehoben
50.0166666666676.4183333333333260Koordinaten: 50° 1′ N, 6° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 260 m ü. NHN
Fläche: 1,73 km²
Einwohner: 22 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 046
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Ferdinand Graf von und zu Westerholt und Gysenberg
Lage der Ortsgemeinde Hamm im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Burscheid Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Hamm ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten]

Die Ortschaft liegt im Naturpark Südeifel, etwa 10 km nordwestlich der Kreisstadt Bitburg. Sie ist eingebettet in das Tal der Prüm, die im Bereich Hamms starke Windungen aufweist und den unmittelbar östlich des Ortes gelegenen Stausee Bitburg durchfließt. Von dem mit 1,73 km² äußerst kleinen Gemeindegebiet wird mit 26 % ein vergleichsweise geringer Teil landwirtschaftlich genutzt, 63 % sind von Wald bestanden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens „Ham“ findet sich möglicherweise im Kommentar zum Prümer Urbar, den der Prümer Exabt Caesarius von Milendonk 1222 fertigte. Im Urbar aus dem Jahr 893 ist unter den Besitzungen der Abtei Prüm im Kapitel zu Mötsch (Merxz) unter anderem eine namenlose Mühle an der Nims (Nimiza) genannt. Caesarius erläutert, dass diese Mühle bei „Ham“, nahe dem Ort Wiersdorf (Veresdorpht), stehe.[2] Ob es sich bei diesem „Ham“ um den heutigen Ort „Hamm“ handelt ist unklar, weil dieser nicht an der Nims, sondern an der Prüm liegt.

Weil die Herren von Hamm ein Afterlehen von den mit ihnen verwandten Grafen von Vianden übernommen hatten, waren sie Schutzherren der Abtei Prüm. Später wechselte das Schloss Hamm in den Besitz von Clerf im Herzogtum Luxemburg, bevor es die Grafen Tornaco und Renesse übernahmen. Den heutigen Eigentümern, den Grafen von und zu Westerholt und Gysenberg, gehört das Anwesen seit 1909. Die entstandene Herrschaft Hamm umfasste neben Hamm Echtershausen, Wißmannsdorf und Hermesdorf sowie bis ca. 1530 noch Nieder- und Oberpierscheid. Daneben gehörten Hamm auch noch weitere Gebiete in Biersdorf, Wiersdorf und Oberweiler, der von der Rechtsprechung des Bitburger Propstes abhängig war. Über diese Flächen konnte die Hochgerichtsbarkeit 1672 teilweise erworben werden.

Ab 1794 gehörte der Ort der Mairie Biersdorf an, die 1816 in die gleichnamige Bürgermeisterei Biersdorf überging. Letztere wurde 1856 in die Bürgermeisterei Bickendorf (1927 in Amt Bickendorf umbenannt) eingegliedert, das wiederum seit 1970 mit anderen Ämtern in der Verbandsgemeinde Bitburg-Land aufgelöst ist. Ab 1970 wurde im Nordosten des Gemeindegebietes ein Feriendorf errichtet, das oberhalb des Sporthotels am Stausee Bitburg liegt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl hat in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen. Hielt sie sich bis in die 1960er Jahre noch über der 50-Einwohner-Grenze, ist sie seitdem mit mehreren Schwankungen auf den niedrigen Stand von 17 Personen (2006) gesunken. Damit ist Hamm heute eine der kleinsten Gemeinden in Rheinland-Pfalz und Deutschland.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hamm besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Das rote Schild im Wappen symbolisiert die zeitweilige Zugehörigkeit zur Herrschaft Malberg. Der blaue Wellensparren geht auf die den Ort umgehende Schleife der Prüm zurück.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Hamm

Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist das im 11. Jahrhundert gegründete Schloss Hamm, das für Hochzeiten und Veranstaltungen angemietet werden kann. Das in mehreren Zeitabschnitten entstandene Schloss besteht u. a. aus dem im 14. Jahrhundert errichteten Bergfried und dem Torbau aus dem 16. Jahrhundert. Ab 1885 und zuletzt 1998 wurde das gesamte Bauwerk vollständig saniert und instand gesetzt. Die dem Schloss angegliederte Kapelle wird gelegentlich für Trauungen genutzt, ebenso wie der Gotische Saal des Schlosses, der dem Standesamt Bitburg-Land als Trauzimmer dient.

Auf der Hammer Gemarkung befindet sich des Weiteren das ältestes Wegekreuz im Bezirk Trier.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hamm

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird heute vor allem durch den Tourismus geprägt, der vor allem vom nahegelegenen Stausee Bitburg profitiert. Im Gegensatz dazu ist die Landwirtschaft in den letzten Jahren beinahe vollständig verschwunden. Die meisten Arbeitnehmer sind in Bitburg, dem Raum Trier oder in Luxemburg beschäftigt.

Die Ortschaft liegt an der Durchgangsstraße von Biersdorf am See bzw. Wiersdorf nach Echtershausen. Die nächste Autobahn-Anschlussstelle Bitburg an der A 60 ist etwa 8 km entfernt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Eine Freiwillige Feuerwehr wird gemeinsam mit der Nachbargemeinde Echtershausen betrieben. Die Kinder des Dorfes besuchen die Grundschule in Rittersdorf. Kirchlich gehört der Ort der Pfarrei Biersdorf mit der dortigen Pfarrkirche St. Martin an.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamm (Eifel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 153 (dilibri.de)
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen