Hamm (Sieg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hamm (Sieg)
Hamm (Sieg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hamm (Sieg) hervorgehoben
50.7666666666677.6758333333333220Koordinaten: 50° 46′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 220 m ü. NHN
Fläche: 3,66 km²
Einwohner: 3337 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 912 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57577
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 044
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Webpräsenz: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Bernd Niederhausen (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Hamm (Sieg) im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild
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Hamm

Hamm (Sieg) ist eine Ortsgemeinde an der Sieg im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Hamm befindet sich auf halber Strecke zwischen Eitorf und Betzdorf bzw. zwischen Waldbröl und Altenkirchen an den nördlichen Ausläufern des Westerwalds; die Ortsgemeinde liegt an Südrand des Siegtals oberhalb von Au (Sieg) und Fürthen, die sich im Norden befinden; weitere Nachbargemeinden sind Pracht im Westen, Roth im Osten und Breitscheidt im Süden.

Geschichte[Bearbeiten]

Hamm wurde zum ersten Mal am 31. März 1131 urkundlich erwähnt. „Ecclam Hamne cum tota dec“ steht in der Urkunde, die Papst Innozenz II. dem Cassius-Stift zu Bonn, die Kirche und den Zehnten zu Hamm an der Sieg bestätigte. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte das frühere Kirchspiel Hamm (Sieg) zur Grafschaft Sayn, zuletzt zu Sayn-Hachenburg. Nach einer kurzen Zeit unter Nassau wurde mit dem Übergang an das Land Preußen dann aus dem Kirchspiel die Bürgermeisterei Hamm.

Internationale Bedeutung erhielt Hamm durch den Begründer des ländlichen Genossenschaftswesens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der hier 1818 geboren wurde. Raiffeisens Vater war Bürgermeister der Bürgermeisterei Hamm. Auch der Großvater und Urgroßvater hatten dieses Amt inne, wenn auch unter anderer Bezeichnung. Das Raiffeisenmuseum erinnert an sein Leben.

Am 10. Februar 1968 erhielt Hamm den Namenszusatz „(Sieg)“.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Hamm (Sieg), die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 405
1835 534
1871 947
1905 1.214
1939 1.566
Jahr Einwohner
1950 1.658
1961 2.010
1970 2.673
1987 2.887
2005 3.406

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hamm (Sieg) besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 8 6 1 5 20 Sitze
2009 7 5 4 4 20 Sitze
2004 6 6 4 4 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppen Verbandsgemeinde Hamm/Sieg e.V.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Rot über Blau durch silbernen Wellenfaden zum Schildfuß geteilt, oben unter zwei gekreuzten silbernen Pferdeköpfen ein goldener, blau gezungter, abgerissener leopardierter Löwenkopf, unten silberner Schlägel und Eisen“.

Erläuterung: Die zwei Pferdeköpfe symbolisieren das Lebenswerk von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Der Löwenkopf steht für die frühere Zugehörigkeit Hamms zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Der Wellenfaden steht für die Lage des Ortes an der Sieg. Die Werkzeuge verweisen auf die Bergbau-Tradition von Hamm.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

  • In der Thalhauser Mühle liegt das größte Naturfreibad der gesamten Region mit einer Wasserfläche von 16.000 m² und 15.000 m² Liegewiesen.
  • Im Jahr 1998 erwarb die Ortsgemeinde das Geburtshaus von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und schuf das Raiffeisenmuseum, das 2000 eröffnet wurde.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hamm (Sieg)

Bildung[Bearbeiten]

Kindergärten und Schulen in Hamm (Sieg):

  • Kindertagesstätte Hamm (Sieg), Träger: Verbandsgemeinde Hamm (Sieg)
  • Katholische Kindertagesstätte „St. Joseph“, Träger: Katholische Kirchengemeinde St. Jakobus und St. Joseph
  • Evangelischer Kindergarten, Träger: Evangelische Kirchengemeinde Hamm (Sieg)
  • Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Grundschule, Ganztagsschule
  • IGS Hamm – Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Schule, Integrierte Gesamtschule

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Günter Mack: Heimatbuch für Hamm (Sieg) und den Amtsbezirk Hamm (Sieg). Wilhelm Dieckmann, Altenkirchen 1956.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamm (Sieg) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 204 (PDF; 2,5 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen