Hammersmith Apollo

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HMV Hammersmith Apollo
„Hammy-O“
Hammersmith Apollo 2008 06 19.jpg
Fassade des Hammersmith Apollo (Juni 2008)
Frühere Namen
Gaumont Palace (1932-1946)
Gaumont (1946-1962)
Hammersmith Odeon (1962-ca. 1992)
Labatt's Apollo (ca. 1992-2000)
London Apollo (2000-2002)
Carling Apollo Hammersmith (2002-2006)
Hammersmith Apollo (2006-2009)
Daten
Ort London
Koordinaten 51° 29′ 27″ N, 0° 13′ 28,3″ O51.4908333333330.22453888888889Koordinaten: 51° 29′ 27″ N, 0° 13′ 28,3″ O
Eigentümer HMV Group
Eröffnung 28. März 1932[1]
Renovierungen 1993/1994
Architekt Robert Cromie
Kapazität 5039 Stehplätze
3632 Sitzplätze[1]

Das Hammersmith Apollo ist eine Konzert- und Veranstaltungshalle im Londoner Stadtteil Hammersmith an der Adresse Queen Caroline Street London, W6 9QH. Die Halle bietet 5039 Stehplätze und 3632 Sitzplätze. Der Architekt des Art-Deco-Gebäudes war Robert Cromie.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebäude wurde am 28. März 1932 eröffnet und unter dem Namen „Gaumont Palace“ als Kino genutzt. 1946 wurde der Zusatz „Palace“ gestrichen. Im Jahre 1962 erhielt die Halle den Namen „Hammersmith Odeon“ (in der Umgangssprache auch „Hammy-O“ genannt), unter dem sie weltweit bekannt wurde.[1]

Nach einer Renovierung Anfang der 1990er Jahre erhielt die Halle im Rahmen eines Sponsorenvertrags mit der kanadischen Brauerei Labatt den Namen „Labatt's Apollo“. In diesem Zeitraum wurde auch die viermanualige Compton-Kinoorgel aus dem Jahr 1932 ausgebaut und eingelagert.[1]

Von 2000 bis 2002 trug die Halle den Namen „London Apollo“. Im Jahr 2002 übernahm die britische Brauerei Carling den Vertrag und der Name wurde dementsprechend in „Carling Apollo Hammersmith“ geändert. Seit 2006 wurde die Halle zunächst wieder als „Hammersmith Apollo“ geführt. Im Jahr 2006 entschied man sich, auf Initiative von Hammersmith & Fulham Council und der Cinema Theatre Association die demontierte Orgel zu restaurieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Ein Jahr später ging die Halle an die MAMA-Gruppe über. Anfang 2009 gründete die HMV-Gruppe ein Joint-Venture mit MAMA. Die Halle trug mittlerweile den Namen „HMV Hammersmith Apollo“.[1] Das Veranstaltungsgebäude wurde von der HMV Gruppe im Mai 2012 an AEG Live and CTS Eventim verkauft. 2013 wurde es geschlossen und umfassend renoviert. Die Umbaumassnahmen wurden vom Architekten Foster Wilson durchgeführt. Am 7. September 2013, wurde die Halle als Eventim Apollo mit einem Konzert von Selena Gomez wiedereröffnet.

Nutzung als Konzertsaal[Bearbeiten]

Nicht zuletzt auch durch das Live-Album No Sleep ’til Hammersmith der Heavy-Metal-Band Motörhead wurde die Halle als Veranstaltungsort von Rockkonzerten weltberühmt. Der Titel war jedoch nur eine Anspielung auf den Ruf des Hammersmith Apollo als legendäre Konzerthalle, die Aufnahmen zu dem Album entstanden größtenteils in Leeds und Newcastle während der „Short, Sharp, Pain in the Neck“-Tour 1981.

Zu den Künstlern, die im Hammersmith Apollo auftraten, gehören unter anderem Status Quo, Genesis, The Who, Queen, AC/DC, Dire Straits, Iron Maiden, Frehley's Comet, Slipknot, Scorpions, Black Sabbath, Metallica, The Cult, The Cure, Bruce Springsteen, Crowded House, Joe Bonamassa und Whitesnake. Besondere Berühmtheit erlangte das Odeon durch David Bowies letzten Auftritt als Ziggy Stardust am 3. Juli 1973. Auch der Auftritt von Neil Young im Hammersmith Odeon im gleichen Jahr wurde bekannt, weil er während des Konzerts Teile der Bühne in Brand setzte.

Nutzung als Aufnahmestätte[Bearbeiten]

Live-Alben (Auswahl)[Bearbeiten]

Interpret Albumtitel Aufnahmedatum Bemerkungen
AC/DC Live Hammersmith Odeon 2. November 1979
Art of Noise Re-works of Art of Noise 15. August 1986
Alexander O’Neal Live at the Hammersmith Apollo, London
Bruce Springsteen & The E Street Band Hammersmith Odeon, London ’75 18. November 1975
Black Sabbath Live at Hammersmith Odeon 1. Mai 2007 nur 5000 Kopien
Depeche Mode Live in London 24./25. Oktober 1982 limitierte Auflage
Dire Straits Alchemy: Dire Straits Live 22./23. Juli 1983
Dream Theater Dark Side of the Moon – Official Bootleg 25. Oktober 2005
Gary Numan White Noise Dezember 1984 veröffentlicht 1985
Go West The Runaway Train Tour – Live at the Hammersmith Odeon 5. Juli 1987
Iron Maiden Beast Over Hammersmith 20. März 1982 veröffentlicht am 4. November 2002
Jethro Tull Live at Hammersmith '84 9. September 1984 veröffentlicht am 10. Dezember 1990
Jethro Tull In Concert 8. Oktober 1991 veröffentlicht 1995
Kate Bush Live at Hammersmith Odeon 13. Mai 1979 veröffentlicht 1981
Little Angels Live at Hammersmith Odeon
Megadeath Live at Hammersmith Odeon 30. September 1992
Motörhead Birthday Party / Live at Hammersmith Odeon 1985
Motörhead Better Motörhead Than Dead 16. Juni 2005 veröffentlicht 2007
Nuclear Assault Live at the Hammersmith Odeon veröffentlicht 1992
OMD Architecture & Morality and more Mai 2007
Rainbow Difficult to Cure Tour 27. Juli 1981
Rush Different Stages CD 3 – Live at Hammersmith Odeon 1978 1978
Ted Nugent Live at Hammersmith '79 1979
The Stranglers Live at Hammersmith Odeon '81 1981
Tori Amos Hammersmith Apollo, London, UK 6. April 2005
Twisted Sister Live at Hammersmith 1984
Ultravox Monument 1982
Venom Hell at Hammersmith / Live in London 1985
Whitesnake Live in the Heart of the City 1980
In Flames Used & Abused – In Live We Trust 2005

Konzertmitschnitte auf Video und Filmaufnahmen (Auswahl)[Bearbeiten]

Interpret Titel Aufnahmedatum Bemerkungen
Joe Bonamassa Tour de Force Hammersmith Rock'n Roll Night 2013
Anthrax N.F.V.: Oidivnikufesin 1987
David Bowie Ziggy Stardust 1973 Regie: Donn Alan Pennebaker
Elton John Live at the Hammersmith Odeon 1982
Frehley's Comet Live + 4 19. März 1988
Peter Gabriel New Blood / Live in London 2011 Regie: Blue Leach
Queen The Legendary 1975 Concert 24. Dezember 1975 Fernsehaufnahme der BBC
Carlos Santana Hammersmith Odeon 15. Dezember 1976

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hammersmith Apollo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f HMV Hammersmith Apollo / Mama Group: The Official Site for the HMV Hammersmith Apollo / History. Abgerufen am 30. Juli 2012.