Hammerstein (am Rhein)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hammerstein
Hammerstein (am Rhein)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hammerstein hervorgehoben
50.4769444444447.351111111111170Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Verbandsgemeinde: Bad Hönningen
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 7,2 km²
Einwohner: 326 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56598
Vorwahl: 02635
Kfz-Kennzeichen: NR
Gemeindeschlüssel: 07 1 38 024
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktstraße 1
53557 Bad Hönningen
Webpräsenz: hammerstein-am-rhein.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Windheuser (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Hammerstein im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild
Blick von der Ruine Hammerstein auf Ober- und Niederhammerstein und die Rheinbrohler Ley
Vermutlicher Zehnthof aus dem 16. Jahrhundert
Die Kirche St. Georg in Oberhammerstein

Hammerstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Bad Hönningen an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Bad Hönningen hat.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Mittelrhein auf der rechten Flussseite zwischen den Städten Bad Hönningen und Neuwied im Naturpark Rhein-Westerwald. Sie gliedert sich in die Ortsteile Oberhammerstein im Süden und Niederhammerstein im Norden. Hammerstein weist das Siedlungsbild eines Straßendorfs auf und erstreckt sich entlang der Achsen des schnell ansteigenden Tals des Hammersteiner Bachs (Niederhammerstein) sowie der Bundesstraße 42 (insbesondere Oberhammerstein). Zwischen beiden Ortsteilen fließt der Kerbergsbach in den Rhein. Der höchste Bodenpunkt Hammersteins wird mit etwa 370 m ü. NN im äußeren Südosten des Gemeindegebiets erreicht. Auf Höhe von Oberhammerstein liegt die Rheininsel Hammersteiner Werth, deren kleinerer Südteil sich auch über die Gemarkung von Leutesdorf erstreckt. Der gesamte Osten des Gemeindegebiets ist bis auf den Weierhof an der Grenze zu Neuwied unbewohnt.

Zu Hammerstein gehören die Wohnplätze Forsthof und Weierhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hammerstein besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot drei schräggestellte, 2:1 angeordnete silberne Hämmer“.

Die drei Hämmer entsprechen dem Wappen der einstigen Burggrafen von Hammerstein, zu deren Territorium die Orte Nieder- und Oberhammerstein, heute Gemeinde Hammerstein, gehörten. An das kurtrierische rote Wappenkreuz in Silber erinnert die gegenüber dem burggräflichen Wappen (rote Hämmer in Gold) geänderte Farbgebung. Die Gemeinde führt das Wappen seit 1946.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Georg in Oberhammerstein mit Ursprüngen aus dem 10. Jahrhundert: Die beiden Glocken (96 bzw. 61 cm) wurden ca. 1050 gegossen und sind damit die ältesten Glocken am Mittelrhein.
  • Burgmannshof (Zehnthof) aus dem 16. Jahrhundert an der Stelle, wo 1176 ein Königshof schriftlich bezeugt ist.
  • Die im 10. Jahrhundert erbaute Burgruine Hammerstein ist wohl die älteste Burg des Mittelrheintals. Im Jahre 1000 wurde sie erstmals als Reichsburg genannt. 1125 wurden dort die Reichsinsignien aufbewahrt.
  • Auf dem Weg von Niederhammerstein zur Burgruine befindet sich ein alter jüdischer Friedhof.
  • Hammersteiner Werth, die vor Hammerstein liegende Insel. Sie wird von den Einheimischen im Sommer oftmals als Badestrand genutzt.
  • Siehe auch separate Artikel Kleinkastell Am Forsthofweg und Liste der Kulturdenkmäler in Hammerstein (am Rhein)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

  • Ein bedeutender Wirtschaftszweig ist der Weinbau.

Verkehr[Bearbeiten]

Am südwestlichen Rande des Ortes verlaufen parallel zueinander die Bundesstraße 42 und die Eisenbahnlinie zwischen Köln und Koblenz, die Rechte Rheinstrecke.

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Schönhofen: Hammerstein am Rhein; Rheinische Kunststätten, Heft 324 (1987), ISBN 3-88094-582-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hammerstein (am Rhein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 31 (PDF; 2,3 MB)
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat