Hana Usui

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Hana Usui (jap. 笛吹 花, Usui Hana, * 17. April 1974 in Tokio) ist eine japanische Künstlerin.

Hana Usui hat Kunstgeschichte an der Waseda-Universität in Tokio studiert und zwanzig Jahre lang bei renommierten japanischen Meistern Kalligraphie erlernt. 1999 verließ sie den „Weg des Schreibens“ und widmete sich seitdem der Freien Bildenden Kunst. Sie löste sich gänzlich vom Schriftzeichen und nahm in ihren Arbeiten Elemente der westlichen informellen Kunst und der Minimal-Art auf. Für ihre abstrakten Zeichnungen verwendet sie weiße und schwarze Ölfarbe. Die Tusche dient nunmehr ausschließlich der Hintergrundgestaltung ihrer Kompositionen auf Papier. Ab 2000 war sie vorwiegend in Berlin tätig. Seit 2011 lebt und arbeitet sie in Wien und Bolzano-Bozen.

„Von ihrem Ausgangspunkt in der japanischen Kalligraphie löste sich Hana Usui, ohne deren geistigen und formalen Grundlagen gänzlich aufzugeben, immer mehr, um zu einer freien, bei aller Reduktion außerordentlich variationsreichen Linienbildung zu finden. Diese kann zu stärkeren Konzentrationen führen, äußerster Verknappung, graphischer Klarheit oder linearem rhythmischem Spiel bis zum markanten gestischen Ausdruck. Hierzu gehört das Verhältnis von zeichnerischer Gestalt und freiem Raum und die dadurch erzeugte Spannung. Eine Bedeutungsebene wird nie ganz aufgegeben, zeichenhafte und bezeichnende Vorstellungen schwingen in unterschiedlicher Ausprägung mit, die aber immer unaufdringlich bleiben. Zusätzlich führt die Verwendung der Ölfarbe zu einer Intensivierung des graphischen Bildes wie die Tuschlavierung auf einem zweiten, der Zeichnung unterlegten Blatt den räumlichen und malerischen Reichtum steigert. Diese Vielfalt der zeichnerischen Möglichkeiten und die allen Blättern eingeschriebene Offenheit stehen ganz im Dienst der stilistischen Einheit des zeichnerischen Werks.“[1]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2013 Galerie Dittmar, Berlin, DE
  • 2013 Seoul Arts Center, Seoul, KR, Katalog (Gruppenausstellung)
  • 2013 Kit Schulte Contemporary Art, Berlin, DE, Katalog (Gruppenausstellung)
  • 2011 Vom Esprit der Gesten. Hans Hartung, das Informel und die Folgen, Gut Altenkamp, Papenburg, DE (Gruppenausstellung)
  • 2010 Vom Esprit der Gesten. Hans Hartung, das Informel und die Folgen, Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin, DE (Gruppenausstellung)
  • 2010 Kupferstich-Kabinett – Staatliche Kunstsammlungen Dresden, DE (Gruppenausstellung)
  • 2010 Kommunale Galerie Berlin, Berlin, DE (Gruppenausstellung)
  • 2009 Museum der Japanischen Kunst und Technik Manggha, Krakau, PL
  • 2009 Sensai, Museum Residenzgalerie Salzburg, AT, Katalog (Gruppenausstellung)
  • 2009 Galerie Waidspeicher, Kommunale Galerie in Erfurt, DE
  • 2008 Schwartzsche Villa, Kommunale Galerie in Berlin, DE, Katalog
  • 2008 Parallelveranstaltung der Manifesta 7, Kommunale Galerie von Bolzano-Bozen, IT (Gruppenausstellung)
  • 2008 41 artecontemporanea, Turin, IT
  • 2007 Galerie oko, Berlin, DE
  • 2006 Kunstkontor Rampoldt, Berlin, DE, Katalog
  • 2005 Galerie oko, Berlin, DE
  • 2002 Kuso Galleria, Tokio, JP
  • 1998 Kuso Galleria, Tokio, JP
  • 1994–98 Tokio Metropolitan Art Museum, JP (Gruppenausstellungen)

Sammlungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Bibliografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zitat aus dem Text zur Einzelausstellung 2013 in der Galerie Dittmar von Peter Dittmar, Berlin, 2013.