Handball-Club Leipzig

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HC Leipzig
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Voller Name Handball-Club Leipzig
Abkürzung(en) HCL
Gegründet 1999
(vorher SC Lok Leipzig,
SC Leipzig, VfB Leipzig)
Vereinsfarben blau/ gelb
Halle Arena Leipzig
Plätze 7.600 Plätze
Präsident Axel Ehrhardt
Trainer Thomas Ørneborg
Liga 1. Bundesliga
2012/2013
Rang 2. Platz
DHB-Pokal Finale
International Viertelfinale ders Europapokals der Pokalsieger
Website www.hc-leipzig.de
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Heim
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Trikotfarben
Auswärts
Größte Erfolge
National 21 × Deutscher Meister

7 × Pokalsieger
1 × DHB-Supercup

International 2 × Europapokalsieger der Landesmeister

2 × EHF-Pokal-Sieger

Der Handball-Club Leipzig e.V. (HCL) ist ein erfolgreicher deutscher Handballsportverein aus Leipzig und gehört zu den traditionsreichsten Frauen-Handballclubs in Deutschland. Der HC Leipzig spielt in der deutschen Bundesliga der Frauen. Im Jahr 2010 gewann die Mannschaft zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte die gesamtdeutsche Meisterschaft. Die Heimspielstätte ist die Arena Leipzig mit einer Kapazität von 7.600 Zuschauer.

Inhaltsverzeichnis

Vereinsdaten [Bearbeiten]

Der HCL ist ein reiner Frauenhandball-Verein und spielt mit der ersten Mannschaft in der 1. Bundesliga. Die zweite Mannschaft, auch „Juniorteam“ genannt, spielt in der Regionalliga Süd und besteht überwiegend aus Spielerinnen der A-Jugend. Der Verein ist für seine sehr gute Nachwuchsarbeit überregional bekannt und setzt auf eine kontinuierliche Ausbildung in allen Altersklassen.

Von 2002 bis 2004 richtete der HCL zwischen Weihnachten und Silvester eines der bestbesetzten Frauenhandballturniere der Welt aus, das Handball Masters. Im Jahr 2004 erhielt das Turnier eine Aufwertung durch die Europäische Handballföderation (EHF) und wurde Austragungsort der erstmals stattfindenden „Clubteams EM“ - mit Vergabe des offiziellen Europameister-Titel für Clubteams.

Geschichte [Bearbeiten]

Der Handball-Club Leipzig wurde im November 1999 gegründet, der sportliche Ursprung des Vereins geht jedoch viel weiter zurück. Als SC Lok Leipzig entstanden, ging der Verein 1963 in den neu gegründeten SC Leipzig über. Hier feierte der Namensvorgänger bis 1992 mit 14 DDR-Meister-Titeln, zwei Pokalsiegen und vier Europacupsiegen die größten Erfolge der Vereinsgeschichte.

Nach der Auflösung des SC Leipzig wechselte die Damenhandballabteilung zum wiedergegründeten VfB Leipzig. Dieser geriet jedoch Ende der 90er in immer größere finanzielle Probleme. Damit die Handballabteilung des Vereins, die einzige sportlich wie finanziell erfolgreiche Sparte des VfB, nicht von der drohenden Insolvenz betroffen werden konnte, entschloss man sich Ende 1999 zur Trennung vom VfB Leipzig und gründete mit dem HCL einen eigenen Verein.

Im Jahr 2005 wurde mit dem Zweitligisten SV Union Halle-Neustadt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Zusammenarbeit erstreckt sich vor allem auf die Trainings- und Ausbildungsmethodik sowie auf regelmäßige gemeinsame Trainingseinheiten im Frauen- sowie Nachwuchsbereich.

In der Saison 2009/10 konnte der HC Leipzig, gegen Bayer 04 Leverkusen, die sechste gesamtdeutsche Meisterschaft feiern, was sie erneut zur Teilnahme an der EHF Champions League qualifizierte. Im DHB-Pokal erreichte man das Viertelfinale, wo man gegen den späteren Gewinner, Bayer 04 Leverkusen, ausschied. In der Champions League kam man in der Gruppenphase auf Platz zwei, hinter dem Viborg HK und erreichte damit die Hauptrunde, wo man gegen Larvik HK, Győri ETO KC und Rokometni Klub Krim den letzten Platz in der Tabelle einnahm und ausschied. Das Juniorteam beendete die Regionalliga Süd mit einem fünften Platz. Womit man sich für die neugeschaffene 3. Liga der nächsten Saison qualifizierte. Die A-Jugend des Vereins konnte sich, nach sechs Jahren, wieder einmal die Süddeutsche Meisterschaft sichern und im Finale, um die deutsche Meisterschaft, scheiterte man an der A-Jugend der SG Oeversee. Am Ende der Saison verließen Susann Müller, Sara Holmgren und Lisa Wirén den Verein.

Saison Platz Tore Diff. Punkte
2005/06 4. 678 : 525 + 153 33 : 11
2006/07 2. 726 : 615 + 111 39 : 05
2007/08 2. 787 : 645 + 142 36 : 08
2008/09 2. 641 : 584 + 057 28 : 16
2009/10 1. 706 : 582 + 124 39 : 05
2010/11 2. 658 : 558 + 100 35 : 09
2011/12 4. 417 : 381 + 036 22 : 10
2012/13 2. 641 : 514 + 127 36 : 8
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
in den Meister-Play-Offs

Am Anfang der Saison 2010/11 verpflichtete man mit Anne Müller, Rannveig Haugen und Louise Lyksborg drei neue Spielerinnen. Aber die Saison verlief weniger Erfolgreich als das Jahr zuvor. Man konnte im Viertelfinale der deutschen Meisterschaft zwar den VfL Sindelfingen in zwei Spielen besiegen. Aber scheiterten dann im Halbfinale am Buxtehuder SV. Es war seit drei Jahren das erste Finale, welches ohne Leipziger Beteiligung ausgetragen wurde. In der Champions League verlief es genauso wie ein Jahr zuvor. In der Gruppenphase konnte man alle drei Auswärtsspiele, gegen Itxako Reyno De Navarra, Hypo Niederösterreich und DVSC-Korvex, gewinnen und zog somit in die Hauptrunde ein. Aber man schied dort wieder aus ohne auch nur einen Punkt gewonnen zu haben. Beste Torschützin in diesem Jahr war Karolina Kudłacz mit 79 Treffern in 12 Spielen. Die letzte Chance bestand im DHB-Pokal. Dort traf man am 21. Mai im Halbfinale auf den Thüringer HC und verlor mit 22:26. Im kleinen Finale besiegte man ganz knapp den zweitligist HSG Bensheim/Auerbach mit 23:22. Damit war der HC Leipzig zur nächsten Saison nur für den Europapokal der Pokalsieger qualifiziert. Das Juniorteam erreichte den dritten Platz in der neu geschaffenen 3. Liga. Auch die A-Jugend des HCL feierte zum zweiten Mal hintereinander den Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft. Am 11./12. Juni gewann man in Blomberg die deutsche Meisterschaft der A-Jugend. Sie setzten sich, im Finale des Final Fours, gegen die TSG Ketsch mit 29:28 durch. Am Ende der Saison verließ Heine Jensen den Verein, um als deutscher Nationaltrainer tätig zu werden. Dafür wurde Stefan Madsen als Nachfolger für die neue Saison bekannt gegeben.[1] Zum Ende der Saison verließen auch Maike Daniels, Sara Eriksson, Renate Urne, Mette Ommundsen und Maria Kiedrowski den Verein.

Für die Saison 2011/12 holte man Saskia Lang, Maura Visser, Anne Hubinger und Alexandra Mazzucco. Manche der Spielerinnen werden vorerst im Junioerteam eingesetzt. Außerdem kehrte Mette Ommundsen in den Kader zurück nachdem sich in der Saison viele Spielerinnen verletzen. Im Europapokal der Pokalsieger steht man im Halbfinale und im DHB-Pokal trifft man im Viertelfinale auf Frisch Auf Göppingen. In der Bundesliga steht man mit 22:10 Punkten auf dem vierten Platz.

Erfolge [Bearbeiten]

Bundesligakader 2013/14 [Bearbeiten]

Nr. Name Nation Position geb. am HCL seit Vertrag bis letzter Verein
12 Katja Schülke DeutschlandDeutschland Tor 18.03.84 2008 30.06.2014 FHC Frankfurt/Oder
25 Julia Plöger DeutschlandDeutschland Tor 15.05.88 2009 30.06.2014 SV Union Halle-Neustadt
3 Maura Visser NiederlandeNiederlande RM 01.06.85 2011 30.06.2015[2] KIF Kolding
5 Anne Ulbricht DeutschlandDeutschland RL 14.05.85 2001 30.06.2013 HSC 2000 Magdeburg
7 Natalie Augsburg DeutschlandDeutschland LA 15.11.83 2007 30.06.2016[3] TSG Ketsch
8 Anne Müller DeutschlandDeutschland KM 05.07.83 2010 30.06.2014[4] Bayer Leverkusen
9 Nora Reiche DeutschlandDeutschland RR 16.09.1983 2012 30.06.2015 Thüringer HC
10 Jessy Kramer NiederlandeNiederlande RL 16.02.1990 2012 30.06.2015[5] Frankfurter HC
11 Debbie Bont NiederlandeNiederlande RA 09.12.1990 2012 30.06.2014[6] FC Midtjylland Håndbold
13 Luisa Schulze DeutschlandDeutschland KM 14.09.90 2006 30.06.2015 eigene Jugend
14 Karolina Kudłacz PolenPolen RL 17.01.85 2006 30.06.2016[7] AZS-AWFiS Gdańsk
18 Saskia Lang DeutschlandDeutschland RL 19.12.86 2011 30.06.2015[8] HSG Blomberg-Lippe
19 Anne Hubinger DeutschlandDeutschland RR 31.07.93 2011 30.06.2014 HSC 2000 Magdeburg
21 Alexandra Mazzucco DeutschlandDeutschland RR 29.01.93 2011 30.06.2014 ESV Regensburg
23 Marlene Windisch DeutschlandDeutschland LA 12.11.93 2007 eigene Jugend
23 Susann Müller DeutschlandDeutschland RL 26.05.1988 2013 30.06.2014 RK Krim

Zugänge 2013/14 [Bearbeiten]

Bekannte Spielerinnen [Bearbeiten]

Trainer [Bearbeiten]

aktueller Trainerstab [Bearbeiten]

  • Trainer: Thomas Ørneborg
  • Co-Trainer: Jochen Holz
  • Torwarttrainer: Wieland Schmidt
  • Manager: Kay-Sven Hähner
  • Physiotherapeuten: Christian Marcus, Danilo Menge
  • Teamarzt: Dr. Gotthard Knoll

Bisherige Trainer [Bearbeiten]

  • Stefan Madsen (2011 bis 2013)
  • Heine Jensen (2008 bis 2011)
  • Morten Arvidsson (2006 bis 2008)
  • Martin Fruelund-Albertsen (2004 bis 2006)
  • Maik Nowak (1995 bis 2004)

Fans [Bearbeiten]

Der Verein genießt eine breite Unterstützung bei den regionalen Fans und verfügt deutschlandweit über den höchsten Zuschauerschnitt (2009/2010: 2.675 Zuschauer[10]) im Frauenhandball.

HC Leipzig II [Bearbeiten]

Die zweite Mannschaft, genannt Juniorteam, spielt in der zur Spielzeit 2010/2011 neu gegründeten Liga 3. In der Saison 2002/03 konnte man die Meisterschaft der nicht mehr existenten Regionalliga Mitte gewinnen.[11]

Erfolge Jugend/Nachwuchs [Bearbeiten]

  • 1994 Deutscher Vize-Meister der A-Jugend
  • 1995 Deutscher Meister der A-Jugend
  • 1997 Süddeutscher Meister der B-Jugend
  • 1997 Deutscher Vize-Meister der B-Jugend
  • 1998 Süddeutscher Meister der B-Jugend
  • 1998 Deutscher Vize-Meister der B-Jugend
  • 2000 Deutscher Vize-Meister der B-Jugend
  • 2002 Süddeutscher Meister der A-Jugend
  • 2002 Deutscher Vize-Meister der A-Jugend
  • 2003 Süddeutscher Meister der A-Jugend
  • 2003 Deutscher Meister der A-Jugend
  • 2004 Deutscher Vize-Meister der B-Jugend
  • 2004 Deutscher Vize-Meister der A-Jugend
  • 2010 Süddeutscher Meister der A-Jugend
  • 2010 Deutscher Vize-Meister der A-Jugend[12]
  • 2011 Süddeutscher Meister der A-Jugend[13]
  • 2011 Deutscher Meister der A-Jugend[14]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Däne Stefan Madsen ist neuer Cheftrainer des HCL
  2. Maura Visser verlängert beim HCL um zwei Jahre. LVZ-Online.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  3. Augsburg verlängert Vertrag. LVZ-Online.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  4. Pressemitteilung 60-11/12. HC-Leipzig.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  5. HCL verstärkt sich mit zwei Spielerinnen: Nora Reiche und Jessy Kramer kommen. LVZ-Online.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  6. Pressemitteilung 73-11/12. HC-Leipzig.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  7. Kudłacz spielt bis 2016 für den HC Leipzig. LVZ-Online.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  8. Nationalspielerinnen Saskia Lang und Luisa Schulze verlängern beim HC Leipzig. LVZ-Online.de. Abgerufen am 22. April 2013.
  9. handball-world.com: Susann Müller kehrt zurück vom 3. April 2013, abgerufen am 23. Mai 2013
  10. Vereinsdaten des HC-Leipzig – Webseite. HCL-Leipzig.de. Abgerufen am 28. November 2012.
  11. Abschlusstabelle der Regionalliga-Saison 2002/03
  12. HCL-A-Jugend Deutscher Vizemeister 2010
  13. A-Jugend verteidigt Süddeutsche Meisterschaft
  14. HCL-A-Jugend Deutscher Meister 2011

Weblinks [Bearbeiten]