Hanna Holborn Gray

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hanna Holborn Gray (1989)

Hanna Holborn Gray (Geburtsname: Hanna Holborn; * 25. Oktober 1930 in Heidelberg) ist eine US-amerikanische Historikerin.

Leben[Bearbeiten]

Hanna Holborn ist die Enkelin des Physikers Ludwig Holborn und Tochter des Zeithistorikers Hajo Holborn, der nach seiner Entlassung als Universitätsprofessor und nach der Machtübernahme der NSDAP über Großbritannien 1934 in die USA emigrierte. Ihre Tante, die Politikwissenschaftlerin Louise Holborn, emigrierte ebenfalls 1933 in die USA.

Holborn studierte Geschichte und war später in den 1950er und 1960er Jahren an verschiedenen Universitäten tätig und beschäftigte sich bei ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit insbesondere mit der Zeit der Renaissance und der Reformation. 1974 wurde sie zur Professorin für Geschichte an die Yale University berufen und wurde zugleich auch Provost der Universität.

1977 wurde sie als Nachfolgerin von Kingman Brewster, Jr. zur geschäftsführenden Präsidentin der Yale University. Im folgenden Jahr wurde sie Präsidentin der University of Chicago und war damit die erste Frau, die eine der großen und wichtigen US-amerikanischen Universitäten leitete. Das Amt der Präsidentin der University of Chicago übte sie von 1978 bis 1993 aus.

1987 hielt sie die erste Berta-Benz-Vorlesung der Gottlieb Daimler- und Karl Benz-Stiftung zu dem Thema „Educational Diversity and the Unity of Learning“.[1]

Prof. Hanna Holborn Gray ist Mitglied des Rates zur Verleihung des Dan-David-Preises.[2] Auch nach ihrer Emeritierung war sie als Autorin historischer und zeithistorischer Aufsätze tätig wie zum Beispiel: „Cold War Universities: Tools of Power or Oases of Freedom?“[3]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bertha Benz-Vorlesung
  2. Homepage des Dan-David-Preises
  3. FOREIGN AFFAIRS März/April 1997