Hanna Löv

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Hanna Löv (Hanna Loev, Hanna Löw, Hanna Loew; * 19. Januar 1901 in München; † 1989[1]) war eine deutsche Architektin und Baubeamtin.

Hanna Löv studierte von 1919 bis 1923 Architektur an der Technischen Hochschule München. Anschließend war sie bei der Oberpostdirektion München tätig, wo sie mit Robert Vorhoelzer zusammenarbeitete. Am 30. September 1928 legte sie als erste Frau in München die Prüfung für den staatlichen höheren Baudienst ab – als Beste ihres Jahrgangs. Damit war sie die erste weibliche Regierungsbaumeisterin in Bayern. Nach 1927 war sie weiter im Staatsdienst tätig und lebte in München. 1928 entwickelte sie zusammen mit Erna Meyer und Walther Schmidt für die Versuchssiedlung des Bayerischen Post- und Telegraphenverbandes die Münchner Küche oder Essküche, der Versuch eines Mittelwegs zwischen der neuen durchrationalisierten „Arbeitsküche“ und der als altmodisch und unhygienisch empfundenen Wohnküche.[2]

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ute Maasberg, Regina Prinz: Die Neuen kommen! Weibliche Avantgarde in der Architektur der zwanziger Jahre. Junius, Hamburg 2004, ISBN 3-88506-550-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Referenzen: Fakultät für Architektur. Abgerufen am 12. November 2011.
  2. Klaus Spechtenhauser (Hrsg.): Die Küche. Lebenswelt – Nutzung – Perspektiven. Verlag für Architektur, Birkhäuser 2006, ISBN 9783764372804, S. 39–40.
  3. Florian Aicher, Uwe Drepper (Hrsg.): Robert Vorhoelzer - Ein Architektenleben: Die klassische Moderne der Post. Callwey, München 1990; Fotos und Pläne im Architekturmuseum der TU München