Hanna Poddig

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Hanna Poddig (* 11. November 1985[1]) ist eine deutsche Umweltaktivistin und Autorin. Sie selbst bezeichnet sich als Vollzeitaktivistin.[2]

Leben[Bearbeiten]

Poddig wuchs in Werneck bei Schweinfurt auf.[3][4]

Nach ihrem Abitur war sie zwischen 2002 und 2007 im Umweltschutzverein Robin Wood engagiert, davon zwei Jahre im Vorstand. Als Kletteraktivistin für Robin Wood war sie an zahlreichen Aktionen beteiligt, darunter an Castor-Blockaden im Wendland oder bei den Protesten gegen das G8-Treffen in Heiligendamm. Im Februar 2008 kettete sie sich bei der Blockade eines Bundeswehr-Bahntransports in Nordfriesland an die Bahngleise,[5] wofür sie zu 90 Tagessätzen verurteilt wurde. Statt die Geldstrafe zu zahlen, entschied sie sich, eine Haftstrafe abzusitzen, die sie am 15. März 2012 in der JVA Frankfurt-Preungesheim antrat.[6][7] Eine Verfassungsbeschwerde wegen der Verletzung ihres Grundrechts auf Versammlungsfreiheit wurde vom Verfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen.[8]

Mit Berichten über ihre Aktionen, als Verfechterin des Containerns und mit polarisierenden[9] kapitalismuskritischen Positionen war sie wiederholt in Talkshows deutscher Fernsehanstalten eingeladen. So trat sie 2009 bei 3 nach 9 und Menschen bei Maischberger[10] auf, 2010 bei Nachtcafé[11] und Maybrit Illner[12], 2011 bei Günther Jauch[13] und in den Jahren 2011 und 2012 bei Markus Lanz, wo sie unter anderem mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen diskutierte.[14][15]

In der WDR-Fernsehdokumentation Gefundenes Fressen – Leben vom Abfall von Britta Dombrowe und Valentin Thurn aus dem Jahr 2008 war sie als „Container-Hanna“ zu sehen.[4][16]

Hanna Poddig ist seit 2007 Autorin der Zeitschrift Graswurzelrevolution und Teil der Redaktion des Grünen Blattes. 2009 erschien ihr Buch Radikal mutig im Rotbuch Verlag.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellennachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.rotbuch.de/buecher/autoren-a-z-3/hanna-poddig
  2. Protest als Lebensform. Interview in der Frankfurter Rundschau vom 16. Oktober 2009; abgerufen am 13. Dezember 2011
  3. Die Widerstands-Nomadin, die tageszeitung vom 27. Dezember 2009, abgerufen am 18. März 2012
  4. a b Es ist möglich, komplett vom Containern zu leben.. kinofenster.de vom 18. August 2011, abgerufen am 18. März 2012
  5. Aktivisten stoppen Militärtransport. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag vom 10. Februar 2008; abgerufen am 13. Dezember 2011
  6. Freiwillig in den Knast, taz.de, abgerufen am 16. März 2012
  7. http://krieg.nirgendwo.info/
  8. Haftstrafe beenden! auf www.frieden-mitmachen.de
  9. Bernd Gäbler: Pilawa und Lanz – Erfolg der Biedermänner. Zeit online vom 25. Oktober 2010; abgerufen am 13. Dezember 2011. Zitat: „letztlich besetzen Henryk M. Broder, Roger Willemsen, Matthias Matussek, Roger Köppel oder die Stets-irgendwas-Aktivistin Hannah Poddig doch nur den Talkshow-Polarisierer-Stammplatz. So wird der kluge Außenseiter ins Clownskostüm gesteckt.“
  10. Thilo Maluch: Die Freakshow der Gier bei Sandra Maischberger. Welt online vom 16. Dezember 2009; abgerufen am 13. Dezember 2011
  11. Verdirbt Geld den Charakter? SWR.de zur Nachtcafé-Sendung vom 7. Mai 2010
  12. Stefan Kuzmany: Wenn Logik keine Rolle spielt. Spiegel online vom 23. Juli 2010; abgerufen am 13. Dezember 2011
  13. Ralf Dargent: Aigner und die Frau, die vor dem Essen containert. Welt online vom 10. Oktober 2011; abgerufen am 13. Dezember 2011
  14. Rückblick: Markus Lanz vom 30. November 2011 auf markuslanz.zdf.de; abgerufen am 13. Dezember 2011
  15. Rückblick: Markus Lanz vom 15. März 2012 auf markuslanz.zdf.de; abgerufen am 18. März 2012
  16. Planet Schule: Gefundenes Fressen. WDR-Erstausstrahlung am 18. Mai 2008, abgerufen am 18. März 2012.