Hannah-Arendt-Gymnasium

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Hannah-Arendt-Gymnasium
Hannah-Arendt-Gymnasium
Schulform Gymnasium
Gründung 1999
Ort Berlin
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 24′ 14″ N, 13° 30′ 29″ O52.40388888888913.508055555556Koordinaten: 52° 24′ 14″ N, 13° 30′ 29″ O
Träger Bezirksamt Neukölln
Schüler etwa 900
Lehrkräfte 62
Leitung Sven Nachtigall
Website www.hannah-arendt-os.de

Das Hannah-Arendt-Gymnasium wurde 1999 im Ortsteil Rudow gegründet. Etwa 900 Schüler besuchen diese Schule, welche momentan unter der Leitung des Schulleiters Sven Nachtigall steht.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gymnasium im Bau
Seiteneingang

Durch den Zuzug von Familien in den Süden Neuköllns Anfang der 1980er Jahre bot das dort bestehende Albert-Einstein-Gymnasium nicht mehr genügend freie Plätze. Doch auch die Kapazität des daraufhin errichteten Leonardo-Da-Vinci-Gymnasium war nach einem neuerlichen Anstieg der Schülerzahlen Anfang der 1990er Jahre erschöpft.

Am 2. April 1993 wurden erste Pläne für ein sechstes Gymnasium an der Waltersdorfer Chaussee gemacht. 1997 wurde ein Planungswettbewerb vorbereitet, an dem 90 Teilnehmer teilnahmen, als dessen Sieger die Architektengruppe GPG Alten hervorging.[1] Im Jahr 1998 wurden die Bauplanungsunterlagen bewilligt, am 1. Oktober 1998 war Baubeginn. Die Gründung des sechsten Gymnasiums in Neukölln erfolgte am 1. Februar 1999. Am 1. November 1999 war das Richtfest des Neubaus. Am 4. September 2000 konnte das Schulgebäude bezogen, am 6. Oktober eingeweiht und in Umsetzung des Beschlusses der Schulkonferenz am 4. Mai 2001 den Namen von Hannah Arendt annehmen. Dieser Name wurde unter von Schülern, Lehrkräften und Eltern eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Unter den Vorschlägen waren die Namen Rahel Varnhagen, Ada Lovelace, Mileva Maric, Ingeborg Bachmann und Else Lasker-Schüler.

Lage und Gelände[Bearbeiten]

Das rechteckige Gelände des Hannah-Arendt-Gymnasiums hat eine Größe von 9631 Quadratmetern. Es liegt auf den ehemaligen Rudower Feldern und der heutigen Gartenstadt Rudow. An der Nordseite befindet sich die Waltersdorfer-Chausee, an der Südseite die Lieselotte-Berger Straße und an der Westseite die Elfriede-Kuhr-Straße. Das Gelände verfügt sogar einen internen Weg (Benedikta-Theresa-Weg) und einen Platz (Helene-Jung-Platz). Auf dem Schulgelände befinden sich:

Schulhof
Das Gymnasium von der Hofperspektive
  • das Hauptschulgebäude
  • eine Dreifachsporthalle
  • eine Mensa (2011 eröffnet)
  • ein Schulhof mit dem Pausenbereich
  • verschiedene Sportanlagen (100-Meter-Laufbahn, Weitsprunganlage, Fußballplatz)
  • drei kleine separate Basketballplätze sowie
  • mehrere Tischtennisplatten.

Im Außengelände gibt es einen Teich mit Holzbrücke und Sitzgelegenheiten. Die deutsche bauzeitung bezeichnete den Neubau hinterher als Sparwunder, da sich der ursprünglich veranschlagte Baupreis halbierte.[2]

Unterricht[Bearbeiten]

Ab der 8. Klasse gibt es bilingualen Unterricht (Geschichte und Erdkunde auf Englisch). In der 7. Klasse gibt es 1 zusätzliche Stunde Englisch als Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht.

Sprachen[Bearbeiten]

Das Sprachangebot besteht aus:

  • Spanisch
  • Französisch
  • Englisch
  • Latein


Als zweite Fremdsprache wird Französisch und seit 2009 auch wahlweise Spanisch angeboten.

Wahlpflichtbereich[Bearbeiten]

Außer dem regulären Unterricht kommt in der achten und in der zehnten Klasse ein weiteres doppeltstündiges Wahlpflichtfach dazu. Es kann zwischen Informatik, GPS (Deutsch, Philosophie), Chemie, Physik, Mathematik, Musik, Kunst, Erdkunde, Geschichte/PW, Latein und Biologie gewählt werden.

Arbeitsgemeinschaften und weitere Veranstaltungen[Bearbeiten]

Außer den Angeboten an Unterrichtsfächern bestehen verschiedene Arbeitsgemeinschaften. Im Sportbereich sind dies die Fußball-, Handball- und Basketball-AG. Jedes Jahr finden am Gymnasium zudem zwei Fußballturniere sowie ein Basketballturnier statt. Im musischen Bereich finden eine Jazz-Dance-, eine Chor- sowie eine Instrumental-Arbeitsgemeinschaft sowie eine Tanz-Arbeitsgemeinschaft statt. Im naturwissenschaftlichen Bereich gibt es eine Geometrie- sowie eine Chemie-Arbeitsgemeinschaft.

  • Am Hannah-Arendt-Gymnasium wurde 2008 als erste Berliner Institution die multimediale Ausstellung über die jüdische Mädchenschule Wolfratshausen gezeigt. Schüler hatten die Eröffnung mitgestaltet.[3][4]
  • Im 26. Bundeswettbewerb Informatik zählte die Schule zu den besten Schulen.[5]

European Computer Driving Licence[Bearbeiten]

Die Schule ist European Computer Driving Licence (ECDL) Prüfungszentrum. Hier können Schüler (auch von anderen Schulen) zu günstigen Bedingungen die Prüfung für den europäischen Computerführerschein absolvieren.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. alten-architekten.de
  2. bauzeitung.de
  3. berlin.de
  4. histvereinwor.de
  5. bwinf.de
  6. ECDL-Prüfungszentrum