Hannapes

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Hannapes
Hannapes (Frankreich)
Hannapes
Region Picardie
Département Aisne
Arrondissement Vervins
Kanton Wassigny
Gemeindeverband Thiérache d’Aumale.
Koordinaten 49° 58′ N, 3° 38′ O49.9727777777783.6261111111111114Koordinaten: 49° 58′ N, 3° 38′ O
Höhe 100–185 m
Fläche 9,16 km²
Einwohner 296 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 32 Einw./km²
Postleitzahl 02510
INSEE-Code

Mairie

Hannapes ist eine französische Gemeinde mit 296 Einwohnern (1. Januar 2011) im Département Aisne der Region Picardie. Sie gehört zum Arrondissement Vervins, zum Kanton Wassigny und zum Kommunalverband Thiérache d’Aumale.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Hannapes liegt in der Thiérache, 35 Kilometer nordöstlich von Saint-Quentin am nördlichen Rand des Départements Aisne an der Mündung des Iron in den Noirrieu sowie am Sambre-Oise-Kanal, der dem Noirrieutal folgt.

Nachbargemeinden von Hannapes sind Vénérolles im Nordosten, Iron im Südosten, Lesquielles-Saint-Germain im Süden sowie Tupigny im Westen und Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Karl dem Kahlen überließ den ehemals königlichen Besitz 845 seinem Gefolgsmann und Chronisten Nithard. Später gehörte das Anwesen zunächst der Abtei Prüm, gefolgt von den Herren von Le Nouvion-en-Thiérache und im Jahr 1137 der Prämonstratenserabtei. Im Jahr 1210 baute die Abtei ein Dorf. Die herrschaftlichen Rechte wurden an das Herzogsgeschlecht des Hauses Guise übertragen. Im Jahre 1462 übernahm Johann von Luxemburg das Dorf, nachdem im Jahre 1423 das Schloss von den Engländern zerstört worden war. Im Jahr 1650 wurde das Dorf von den Spaniern eingenommen. Die erste Ortschronik wurde am 8. März 1888 veröffentlicht.

Im Laufe der Geschichte wurde die Schreibweise des Ortsnamens mehrfach geändert. So finden wir in der Vergangenheit Anapia, Hanapium, Henappe (auf der Karte von Cassini), Hannape, Hannappes (diese Bezeichnung steht auch noch am Rathaus und auf dem Schleusenschild) und aktuell Hannapes am Ortsschild. Die Schreibweise unterscheidet sich dadurch vom Ort Hannappes in den Ardennen, nur knapp 60 Kilometer entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 384 386 359 351 272 278 267

Die Einwohnerzahl schwankte über die Jahrhunderte sehr. Die größte Zahl an Einwohnern ist im Jahr 1861 mit 1137 Einwohnern verzeichnet. 1766 wurden im Ort 156 Feuer gezählt, also Wohnstätten, was hochgerechnet etwa 600 Einwohnern entspricht. Im Jahr 1795 wurde eine Zählung der Einwohner über 12 Jahren durchgeführt, in der 455 Personen erfasst sind. Eine realistische Hochrechnung der Gesamtbevölkerung zu diesem Zeitpunkt entspricht ebenfalls annähernd 600 Personen. Die Sozialstruktur ist für diese Zeit typisch mit zahlreichen Hilfs- und Feldarbeitern, einigen Webern und Spinnerinnen. Daneben gab es Schneider, Metzger, Böttcher, Schuhmacher, Händler verschiedener Waren (Tabak, Stoff, Korn, Früchte, Pferde, Lebensmittel), Hufschmiede, Drechsler, eine Betreiberin einer Pension, Brauer, Hirten, Polsterer, Zimmermänner, Fuhrunternehmer, Gastwirte und Vertreter weiterer Berufe, wie sie in jedem Ort gebraucht wurden, ebenso einen Großbauern, einen Notar, einen Friedensrichter und einen Lehrer. Ende des 19. Jahrhunderts wurden 818 und 1962 noch 384 Bewohner gezählt.

Kirche St. Johannes

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche St. Johannes (Église Saint-Jean) stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und ist seit dem 17. Jahrhundert nahezu unverändert. Am Kircheneingang steht eine etwa 2 x 1 Meter große Steintafel, die dem Bürgermeister Pierre François Moneuse (1762-1824) gewidmet ist. Hannapes hat schöne Häuser im Thiérache-Stil, ein Müller-Haus aus Ziegeln und Stein sowie drei Mühlen.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hannapes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien