Johannes Linßen

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Hannes Linßen
Spielerinformationen
Voller Name Johannes Linßen
Geburtstag 28. September 1949
Geburtsort WachtendonkDeutschland
Größe 173 cm
Position Mittelfeldspieler
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1968–1974
1974–1984
MSV Duisburg
SC Fortuna Köln
113 0(9)
344 (44)
Stationen als Trainer
1984–1986
1987–1989
1990–1993
1993–1995
1996–1998
SC Fortuna Köln
SC Fortuna Köln
1. FC Köln (Co-Trainer)
SC Fortuna Köln
FC Gütersloh
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Johannes „Hannes“ Linßen (* 28. September 1949 in Wachtendonk) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler, -trainer und -manager.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Er legte sein Abitur 1970 am Gymnasium Thomaeum in Kempen ab und studierte anschließend Betriebswirtschaft.

[Bearbeiten] Fußballer

Hannes Linßen spielte von 1968 bis 1984 für die Bundesligavereine MSV Duisburg und SC Fortuna Köln als Stürmer und Mittelfeldspieler.[1] Sein größter Erfolg war der Einzug in das Finale um den DFB-Pokal 1983 mit der Kölner Fortuna gegen den Lokalrivalen 1. FC Köln. Das Endspiel ging jedoch im Müngersdorfer Stadion in Köln mit 0:1 verloren.

Er erhielt am 23. Januar 1971, beim Spiel Rot-Weiß Oberhausen gegen den MSV Duisburg, die erste jemals in der Bundesliga verhängte gelbe Karte - allerdings ungerechtfertigt, da der Schiedsrichter Horst Bonacker ihn mit dem eigentlichen „Sünder“ Djordje Pavlić, welcher gefoult wurde und sich daraufhin lautstark beim Schiedsrichter beschwert hatte, verwechselte[2].

[Bearbeiten] Trainer

Von 1984 bis zum 30. Oktober 1986 leitete Johannes Linßen das Training von Fortuna Köln. Er steigerte dabei die Leistung der Vereines, vom Tabellenplatz elf auf Tabellenplatz drei. Aufgrund eines schlechten Startes in der Folgesaison 1986/87 musste er jedoch seinen Posten vorzeitig räumen.

Vom 14. April 1987 bis zum 30. August 1989 war er erneut Trainer des SC Fortuna Köln. Er erreichte dabei eine Verbesserung des Saisonplatzes von zwölf auf vier. Aufgrund eines schlechten Saisonstartes 1989/90 musste er jedoch seinen Posten räumen.

Von 1990 bis zum 28. Februar 1993 arbeitete Hannes Linßen als Co-Trainer für den 1. FC Köln. Nachdem Christoph Daum überraschend durch Erich Rutemöller ersetzt worden war, wurde Linßen als einer seiner Co-Trainer eingestellt. In dieser Saison landete man auf einen schlechten siebten Platz. Deshalb wurde für die Folgesaison Jörg Berger als Trainer verpflichtet, Linßen blieb Assistenztrainer. Nach einem guten dritten Tabellenplatz in der Saison 1991/92 stand man nach 19 Spieltagen in der Folgesaison auf einem Abstiegsplatz, woraufhin Berger und Linßen entlassen wurden. Am Ende lag der Verein auf Platz 13.

Von 1993 bis zum 30. Oktober 1995 trainierte er wieder Fortuna Köln.

Von 1996 bis September 1998 trainierte er den FC Gütersloh. Die erste Saison in Gütersloh endete mit dem 13. Tabellenplatz. Im zweiten Jahr wurde man Fünfter und scheiterte damit nur knapp am Aufstieg. Im Verlauf der Saison 1998/99 rutschte die Mannschaft bis auf den 16. Tabellenplatz ab. Nach Differenzen mit der Klubführung über die Personalpolitik trennten sich Linßen und der FC Gütersloh einvernehmlich.[3]

[Bearbeiten] Sportdirektor

Im Jahr 1998 wurde er vom 1. FC Köln als Sportdirektor engagiert.[4] Es folgten mehrere stürmische Jahre, einschließlich eines Auf- und eines Abstiegs und zahlreicher Kritik, beispielsweise aufgrund der Verpflichtung des damals 12-jährigen Marco Quotschalla für acht Jahre[5][6][7]. Aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit trat Hannes Linßen freiwillig zurück, nachdem zwei Wochen zuvor bereits Trainer Ewald Lienen seinen Hut nehmen musste.[8]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Weltfußball: Vereinsspielübersicht. Weltfußball, unbekannt, abgerufen am 28. Juli 2009.
  2. Jürgen: Germany’s first Gelbsünder: Hannes Linßen. JogisJungs, 30. Januar 2009, abgerufen am 28. Juli 2009.
  3. BerlinOnline: FC Gütersloh entläßt Trainer Linßen. Berliner Zeitung, 8. September 1998, abgerufen am 29. Juli 2009.
  4. Lars Werner: Der 1. FC Köln auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft. Wallstreet Online, 15. Juni 2003, abgerufen am 28. Juli 2009.
  5. spo: Haussegen beim 1. FC Köln hängt endgültig schief. SpiegelOnline, 2. April 1999, abgerufen am 28. Juli 2009.
  6. Alexander Steudel: Unruhe in Köln. WeltOnline, 29. Oktober 2001, abgerufen am 28. Juli 2009.
  7. ZO: Philosophische Hilfestellung. ZeitOnline, unbekannt, abgerufen am 28. Juli 2009.
  8. rpo: 1. FC Köln: Linßen tritt zurück. RP Online, 11. Februar 2002, abgerufen am 28. Juli 2009.
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