Hanns Voith

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Hanns Voith (* 26. April 1885 in Heidenheim an der Brenz; † 7. Januar 1971 ebd.) war ein deutscher Unternehmer. Er war Geschäftsführer des familieneigenen Maschinenbauunternehmens J. M. Voith GmbH.

Werdegang[Bearbeiten]

Voith wurde als jüngster Sohn des Maschinenfabrikanten Friedrich Voith geboren. Er besuchte die Lateinschule in Heidenheim und das Realgymnasium in Stuttgart. Danach absolvierte er das für das Maschinenbaustudium erforderliche praktische Jahr im väterlichen Unternehmen und war danach Praktikant beim Maschinenbauer Defries in Düsseldorf. Er studierte Ingenieurwesen an der Technischen Universität Dresden und Karlsruhe ohne einen Abschluss zu erwerben. 1913 trat er nach dem Tod des Vaters als offener (zuvor stiller) dritter Teilhaber in das Familienunternehmen ein. Während sein Bruder Hermann für die kaufmännischen Belange zuständig war, wurde Hanns für fast 30 Jahre technischer Leiter des Heidenheimer Stammhauses.[1]

Nach dem Tod Hermanns 1942 übernahm er die Gesamtleitung des Unternehmens. Zusammen mit Hugo Rupf, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, brachte er das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg zu neuer Blüte. Die Entwicklung und Konstruktion von Papiermaschinen erreichte einen neuen Höhepunkt.

Dank seiner guten geschäftlichen und persönlichen Kontakte im Ausland, die er bei ausgedehnten Reisen knüpfen konnte, führte er das Unternehmen zu einem international operierenden Konzern. Es kam zu Beteiligungen und Firmenübernahmen. Ein Meilenstein während seines Wirkens war die Gründung der Voith S.A. im brasilianischen São Paulo im Jahr 1964.

Über seinen unternehmerischen Wirkungskreis hinaus nahm Voith in mehreren Artikeln Stellung zu sozialen Fragen. Zudem war er Vorstandsmitglied im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Internationales Biographisches Archiv 12/1971 vom 15. März 1971

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anne Nieberding: Unternehmenskultur im Kaiserreich. Die Gießerei J. M. Voith und die Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co., Beck, München 2003, S. 62-63.