Hans-Berger-Haus

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Hans-Berger-Haus
TVN-Hütte
Hans-Berger-Haus im hinteren Kaisertal
Hans-Berger-Haus im hinteren Kaisertal
Lage am Fuß von Totenkirchl, Karlspitzen und Ellmauer Halt; Tirol, Österreich
Gebirgsgruppe Kaisergebirge
Geographische Lage 47° 34′ 41″ N, 12° 17′ 7″ O47.57805555555612.285277777778940Koordinaten: 47° 34′ 41″ N, 12° 17′ 7″ O
Höhenlage 940 m ü. A.
Hans-Berger-Haus (Tirol)
Hans-Berger-Haus
Besitzer TVN - Sektion Kufstein
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Mitte Mai bis Mitte Oktober
Beherbergung 20 Betten, 45 Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis TVN

Das Hans-Berger-Haus (auch: Hans-Berger-Hütte, früher: Kaisertalhütte) ist eine Schutzhütte des österreichischen Touristenverein Naturfreunde, Sektion Kufstein, gelegen im Kaisergebirge in Tirol. Die Pächter betreiben hier eine bekannte Bergsteigerschule.

Lage[Bearbeiten]

Die Hütte befindet sich auf 940 Meter Höhe im hintersten Kaisertal am Fuß von Totenkirchl, Karlspitzen und Ellmauer Halt. Die Kulisse dieser mächtigen Felsgipfel ist unverwechselbar. Das Hans-Berger-Haus ist ein beliebtes Ausflugsziel von Wanderern und ein wichtiger Stützpunkt für Bergsteiger und Kletterer, die von hier aus größere Touren im Wilden Kaiser unternehmen. Nur 15 Gehminuten entfernt liegt das Anton-Karg-Haus des Österreichischen Alpenvereins.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 13. März 1911 wurde die Ortsgruppe der Kufsteiner Naturfreunde ins Leben gerufenen. Deren Bestreben, eine vereinseigene Schutzhütte zu besitzen, war erst zwanzig Jahre später Erfolg beschieden, als am 30. Juli 1931 von der Gemeinde Kufstein das Ansuchen um einen Baugrund angenommen wurde.[1]

Das Schutzhaus wurde am 17. Juli 1933 als Kaisertalhütte feierlich eröffnet; am 2. Oktober 1933 fand ein Fest aus Anlass der fertiggestellten Vergrößerung statt. Zur selben Zeit bestand bereits der Entschluss, ein großes Unterkunftshaus zu bauen.[2]

Nach einem großzügigen Ausbau 1956 wurde die Kaisertalhütte zu Ehren des langjährigen Ortsgruppenobmanns in Hans-Berger-Haus umbenannt. Seit 1968 auch Sitz der Bergsteigerschule Wilder Kaiser, wurde das Haus 2009 erneut komplett umgebaut und modernisiert.[1]

Zustiege[Bearbeiten]

Der Hüttenweg (450 Höhenmeter) beginnt in Kufstein-Sparchen und führt vorbei an Veitenhof, Pfandlhof, Antoniuskapelle und Anton-Karg-Haus ohne Schwierigkeiten durch das komplette Kaisertal in rund 2½ Stunden zum Hans-Berger-Haus.

Ebenfalls möglich ist der Zustieg von der Griesenau Alm im Kaiserbachtal. Allerdings müssen zunächst 600 Höhenmeter zum Stripsenjochhaus aufgestiegen werden, von dort wiederum gute 600 Höhenmeter herab zum Hans-Berger-Haus, Gehzeit: 3 Stunden.

Übergänge[Bearbeiten]

Gipfelbesteigungen[Bearbeiten]

  • Ellmauer Halt (2.344 m), über Kaiserschützensteig, Gehzeit: 5 Stunden
  • Ellmauer Halt (2.344 m), über Rote-Rinn-Scharte, Gehzeit: 4½ Stunden
  • Kleine Halt (2.116 m), über Kaiserschützensteig, Gehzeit: 3 Stunden
  • Gamshalt (2.291 m), über Kaiserschützensteig, Gehzeit: 4 Stunden
  • Totenkirchl (2.190 m), Klettertour
  • Stripsenkopf (1.807 m), leicht, Gehzeit: 2 Stunden
  • Pyramidenspitze (1.998 m), mittel, Gehzeit: 3½ Stunden
  • Sonneck (2.260 m), mittel, Gehzeit: 4 Stunden

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 100 Jahre Naturfreunde. In: meinbezirk.at, abgerufen am 27. Dezember 2013.
  2. Kleine Mitteilungen. (…) Unser Schutzhaus im Wilden Kaiser. In: Der Naturfreund, Jahrgang 1933, XXXVII. Jahrgang, S. 73, Mitte rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/dna.