Hans-Dieter Lange

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans-Dieter Lange (* 20. Juni 1926 in Elbing; † 18. Mai 2012 in Berlin[1]) war ein deutscher Fernsehjournalist. Als Sprecher der Hauptnachrichtensendung des Fernsehens der DDR die „Aktuelle Kamera“ war er bis zur Wende Chefsprecher des Sprecherkollektivs.

Nach dem Abitur besuchte Lange die Schauspielschule in Danzig. 1944 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, 1945 geriet er in kanadische Kriegsgefangenschaft, bis 1946 arbeitete er als Sanitätshelfer im UNRRA-Lager Bergen-Belsen. Nach Schauspielengagements am Theater Hildesheim und an den Städtischen Bühnen Bonn, begann er 1950 als Sprecher beim DDR-Rundfunk,

1963 tauschte er das Rundfunkmikrophon mit der Fernsehkamera und wurde bald zum Chefsprecher der „AK“; diese Position behielt er bis 1990. Ganz abschwören konnte er dem Rundfunkmedium jedoch nie, und so war er hin und wieder auch dort als Sprecher zu hören. Dem Fernsehpublikum empfahl er sich durch eine besonders ruhige Art der Moderation der „AK“. Als Chefsprecher oblag ihm ebenfalls die Aus- und Weiterbildung des Sprechernachwuchses.

In der Fernsehserie Spuk unterm Riesenrad spielte Hans-Dieter Lange einen Nachrichtensprecher.

1989 erhielt er den Vaterländischen Verdienstorden in Silber.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Ruhige der »AK« neues deutschland 23. Mai 2012
  2. Berliner Zeitung, 3. Oktober 1989, S. 4