Hans-Dieter Scharf

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Hans-Dieter Scharf (* 18. Juli 1930 in Leipzig; † 27. Februar 1998 in Wolfenbüttel) war ein deutscher Chemiker und Mitglied in der sogenannten Belter-Gruppe.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Scharf studierte Chemie an der Universität Leipzig und an der Universität Bonn. Er wurde 1960 mit einer Arbeit über die Ipatiev-Reaktion promoviert. Sein Doktorvater war Friedhelm Korte. Nach der Promotion arbeitete er zunächst in der industriellen Forschung.

In den Jahren 1966 bis 1968 setzte er seine Forschungen an der Universität Bonn fort und habilitierte dort über das Thema Photochemische[2+2]-Cycloadditionen. Es folgte einen Anstellung als Professor für Physikalisch-Organische Chemie an der Technischen Hochschule Aachen. Er lehnte mehrere Rufe an andere Universitäten ab und wurde 1972 zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Organische Chemie ernannt. Die Schwerpunkte der Forschung waren Photochemie und die chirale Induktion bei photochemischen Reaktionen, etwa der Paternò-Büchi-Reaktion. Scharf gilt als Entwickler des Isoinversionsprinzip.

Seit dem 16. April 1993 war er korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • mit Helmut Buschmann: Stereochemie in der Organischen Synthese. Reaktionen, Modelle, Konzepte. 2 Bände. Libri Books on Demand GmbH, Norderstedt 2000, ISBN 978-3-89811-518-6.

Literatur[Bearbeiten]

Nachruf in: Jahrbuch 1997–1998, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, S. 421–424