Hans-Egon Richert

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Hans-Egon Richert (* 2. Juni 1924 in Hamburg; † 25. November 1993 in Blaustein) war ein deutscher Mathematiker, der sich mit analytischer Zahlentheorie beschäftigt.

Richert ging in Hamburg zur Schule (aufgrund „anglophiler Neigungen“ wurde er aus der öffentlichen Schule verwiesen und musste er eine Privatschule besuchen) und studierte nach dem Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg ab 1946 an der Universität Hamburg Mathematik. 1950 promovierte er dort bei Max Deuring und habilitierte sich 1954. Er war danach an der Universität Göttingen und dann Professor an der Universität Marburg. 1972 wechselte er an die neu gegründete Universität Ulm, wo er 1991 emeritierte. 1974/75 war er Prorektor der Universität. Er war unter anderem Gastprofessor am Tata Institute of Fundamental Research und an der University of Illinois at Urbana-Champaign (bei Halberstam). Außerdem war er Mitorganisator der Oberwolfach-Treffen in analytischer Zahlentheorie. Richert befasste sich ab den 1960er Jahren insbesondere mit Siebmethoden, worüber er mit Heini Halberstam ein Standardwerk schrieb. Darin findet sich auch eine Vereinfachung von Jingrun Chen´s Satz aus dem Umfeld der Goldbach-Vermutung. Er erzielte auch bei der asymptotischen Formel für Dirichlets Teileranzahlfunktion Fortschritte (1953 erzielte er für das Infimum des Exponenten des Restterms in der asymptotischen Formel eine obere Grenze von 15/46).

Schriften[Bearbeiten]

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