Hans-Jürgen Sasse

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Hans-Jürgen Sasse (* 30. April 1943 in Berlin) ist ein deutscher Sprachwissenschaftler.

[Bearbeiten] Leben

Sasse studierte Allgemeine Sprachwissenschaft, Indogermanistik, Semitistik und Balkanologie in Berlin, Thessaloniki und München. 1970 wurde er in München im Fachbereich Semitistik mit seiner Dissertation „Linguistische Analyse des arabischen Dialekts der Mhallamiye in der Provinz Mardin (Südosttürkei)“ promoviert. 1972–77 war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft in München. 1975 folgte seine Habilitation im Fach Allgemeine Sprachwissenschaft mit der Schrift „Die Morphophonologie des Galab-Verbs“. 1977 wurde er zum ordentlichen Professor erhoben. 1987 folgte er einem Ruf an die Universität zu Köln als Nachfolger Hansjakob Seilers am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft. Sein Nachfolger in München wurde Michael Job. Nach 21 Jahren als Lehrstuhlinhaber in Köln wurde Sasse zum Wintersemester 2008/2009 emeritiert.

Sasse ist Mitbegründer der Initiative „Dokumentation bedrohter Sprachen“ der Volkswagen-Stiftung, Gründungspräsident der Gesellschaft für Bedrohte Sprachen e.V. und seit 2001 ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften.

[Bearbeiten] Forschungsschwerpunkte

Sasse beschäftigt sich im Bereich der Allgemeinen Sprachwissenschaft mit grammatischen Relationen und lexikalischen Kategorien (Wortarten), mit Universalienforschung, mit Diskurs und Grammatik, mit Morphosyntax, mit historischer Linguistik und Rekonstruktion, mit Sprachkontakt und Sprachtod sowie mit Lexikonforschung. Von den Sprachen und Sprachfamilien forscht er zu den Balkansprachen (besonders Neugriechisch und Albanisch), afroasiatischen Sprachen (besonders Semitisch und Kuschitisch) und nordamerikanischen Sprachen, besonders zum Irokesischen. Zahlreiche Feldforschungsaufenthalte in aller Welt unterstreichen seine Arbeit.

[Bearbeiten] Weblinks

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