Hans-Joachim Hoppe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans-Joachim Hoppe (* 22. September 1945 in Hilden bei Düsseldorf) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Publizist und Osteuropa-Experte.

Studium und Promotion[Bearbeiten]

Das Abitur machte er am renommierten Helmholtz-Gymnasium Hilden. Sein Studium der Geschichte, Slawistik und Politologie schloss er 1977 mit einer Doktorarbeit über die „Deutsch-bulgarischen Beziehungen im Zweiten Weltkrieg“ ab. Die Arbeit beruht auf den Akten des Auswärtigen Amts in Bonn/Berlin und des Militärarchivs in Freiburg, und erschien 1979 in den Studien des Instituts für Zeitgeschichte in München. Die Dissertation wurde mit einem Preis der Südosteuropa-Gesellschaft München und der Universität Köln ausgezeichnet.[1]

Berufsweg[Bearbeiten]

Nach der Promotion bei Günther Stökl, einem der führenden Osteuropahistoriker, war Hoppe Lehrbeauftragter am Seminar für osteuropäische Geschichte der Universität Köln. Von 1976 bis 2010 war er im Hauptberuf Fachbereichsleiter für Deutsch, Slawische und Ostasiatische Sprachen an der Volkshochschule Köln.

Neben seiner Tätigkeit publizierte er zahlreiche Beiträge in den Zeitschriften „Osteuropa“, und „Südosteuropa“, in der von Gerhard Wettig herausgegebenen Zeitschrift „Außenpolitik. German Foreign Affairs“ sowie in den Berichten des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln (heute Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin). Zurzeit beobachtet er die aktuellen Entwicklungen in Russland, Osteuropa, Mittelasien und Kaukasus und publiziert vorwiegend im Eurasischen Magazin. Außerdem befasst er sich mit Fragen des Multikulturalismus, insbesondere der ukrainischen Diaspora, am Beispiel der USA und Kanadas.[2] Sein Artikel über die Ukrainer in Kanada wurde auch ins Russische übersetzt und in Liveinternet.ru publiziert.[3]

Im September 1997 in der Endphase des serbischen Präsidenten Slobodan Milošević war Hoppe als OSZE-Wahlbeobachter in Serbien eingesetzt. [4]

Hoppe ist Mitglied des Verbands der Osteuropa-Historiker, der Südosteuropa-Gesellschaft München und der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Todor Shiwkow – Eine politische Biographie. In: Osteuropa. 5/1978, S. 399–408.
  • Das Profil der neuen politischen Elite Albaniens. Berichte des Bundesinstituts für internationale und ostwissenschaftliche Studien 5/1993.
  • Vaclav Klaus – Ministerpräsident der Tschechischen Republik. Ein Porträt. In: Osteuropa. 11/1993, S. 1083–1087.
  • Die Situation der mittel- und südosteuropäischen Länder. In: Außenpolitik. (German Foreign Affairs Review), 2/1994, S. 134–145.
  • Die politische Szene der Republik Makedonien. Berichte des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien, 47/1995.
  • Das Profil der neuen bulgarischen Elite. Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, 2/1996.
  • Das russische IFOR-Kontingent in Bosnien. Eine Reportage. In: Osteuropa-Archiv. 1996, S. A633–A637.
  • Die russische Balkan-Politik. In: Außenpolitik. 1/1998, S. 44–52.
  • Die politische Führung des Milošević-Regimes. Berichte des Bundesinstituts für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Nr. 26/1999.
  • Säson für Könige! Macht das bulgarische Modell Schule? In: Südosteuropa Mitteilungen. 3/2002, S. 54–66.

Internetpublikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Institut für Zeitgeschichte (Hrsg.): Bulgarien – Hitlers eigenwilliger Verbündeter. Eine Fallstudie zur nationalsozialistischen Südosteuropapolitik. (Studien zur Zeitgeschichte, Bd. 15). dva, Stuttgart 1979, ISBN 3-421-01904-5.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUkrainische Weiten: Kanada war und ist für viele Osteuropäer ein Land der Verheissung – doch die Asiaten drängen nach. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. September 2009, abgerufen am 4. Dezember 2013.
  3. УКРАИНСКИЕ ДАЛИ "Ukrainische Weiten", Artikel über die Ukrainer in Kanada in Russisch in Liveinternet.ru. Abgerufen am 28. Juni 2014.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAls Miloševic unterging, begann der Weg Jugoslawiens nach Westen - Wahlbeobachtungen am Ende des Regimes (mit Fotogalerie),. In: Eurasisches Magazin. 1. August 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]