Hans-Peter Koepchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Helmut Kelleners 1973 in einem Koepchen-BMW 2002

Hans-Peter Koepchen (* 18. Oktober 1939 in Essen; † 1. November 1999 in Blankenheim) war ein deutscher Tourenwagenpilot und BMW-Tuner.

Hans-Peter Koepchen war der Sohn des Ingenieurs Hans Koepchen und Bruder von Ann-Monika Pleitgen. Er war in seiner Karriere als Rennfahrer mit diversen Modellen von BMW und auf einem Abarth 1000 ein erfolgreicher Tourenwagen- und GT-Pilot. In den 1960ern und 1970ern leitete er unter seinem Namen einen renommierten BMW-Rennstall, in dem Fahrer wie Hans-Joachim Stuck (1969, Nürburgring) und Hans Heyer (1970, Zolder) mit einem 2002 TI ihre ersten Siege in einem Rennwagen feierten. Daneben fuhren in der Zeit zwischen 1968 und 1973 Walter Struckmann, Helmut Kelleners, Clemens Schickentanz, Rainer Braun, Jörg Obermoser oder Willi Kauhsen in der Europameisterschaft und den deutschen Championaten sehr erfolgreich für Koepchens Rennstall. Unterstützt wurde seine Arbeit unter anderem von den Mechanikern Werner Frowein, der in den 1990ern Chef der Technik im DTM-Team von AMG Mercedes werden sollte, und Enrico Lotterer, dem Vater des späteren Rennfahrers André Lotterer. Die Pressearbeit des Rennstalls erledigte Hans-Peter Koepchens persönlicher Freund Hans-Wilhelm Gäb, der spätere Vizepräsident von General Motors Europe und Aufsichtsratsvorsitzende der Adam Opel AG.

Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten Ende der 1970er Jahre dazu, dass Koepchen zunächst den Rennstall und kurze Zeit später auch den Tuningbetrieb aufgeben musste. In den 1980ern übernahm er die Leitung der damals noch sehr kleinen Motorsportabteilung bei Toyota in Köln. Unter seiner Verantwortung entwickelten sich der Starlet- und Corolla-Rallye-Cup zu erfolgreichen Markenpokalen.

Hans-Peter Koepchen erlag einem langjährigen Krebsleiden.

Literatur[Bearbeiten]

Motorsport aktuell, 16. November 1999