Hans-Ulrich Klose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt den SPD-Politiker Hans-Ulrich Klose. Für den gleichnamigen CDU-Politiker, siehe Hans-Ulrich Klose (CDU).

Hans-Ulrich Klose (* 14. Juni 1937 in Breslau) ist ein deutscher Politiker der SPD. Klose war von 1974 bis 1981 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Nach dem Abitur begann Klose ein Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg im Breisgau und Hamburg, welches er mit dem ersten und zweiten Staatsexamen abschloss. Es folgte dann eine Tätigkeit als Jugendstaatsanwalt, später war er dann Regierungsdirektor in Hamburg.

[Bearbeiten] Partei

1964 trat Klose in die SPD ein, als deren Bundesschatzmeister er von 1987 bis 1991 fungierte.

Von 1994 bis 1997 war er Bundesvorsitzender der AG60plus.

[Bearbeiten] Abgeordneter

1970 wurde er in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt und war von 1972 bis 1973 Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Seit 1983 ist Klose Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort wurde er nach dem Rücktritt von Hans-Jochen Vogel am 12. November 1991 zum Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Nach der Bundestagswahl 1994 gab er dieses Amt an den damaligen SPD-Bundesvorsitzenden Rudolf Scharping ab, der 1994 auch Kanzlerkandidat gewesen war. Klose war stattdessen von 1994 bis 1998 Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

1998 wurde Klose dann zunächst Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses; seit 2002 ist er dessen stellvertretender Vorsitzender und seit Januar 2003 auch Vorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Parlamentariergruppe.

Hans-Ulrich Klose ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Harburg bzw. seit 2002 des Wahlkreises Hamburg-Bergedorf - Harburg in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 51,0 % der Erststimmen.

[Bearbeiten] Öffentliche Ämter

1973 wurde er Hamburger Innensenator unter dem Ersten Bürgermeister Peter Schulz, dem er nur ein Jahr später im Amt nachfolgte.

Aufgrund eines Giftmüll-Skandals der Firma Stoltzenberg, Verlusten der öffentlich-kommunalen Hamburger Stadtentwicklungsgesellschaft STEG, sowie vor allem wegen der Politik um den Bau des Kernkraftwerks Brokdorf trat Klose am 25. Mai 1981 als Bürgermeister überraschend zurück. Sein Nachfolger wurde Dr. Klaus von Dohnanyi.

Klose war der jüngste Regierungschef eines Landes der Bundesrepublik Deutschland.

[Bearbeiten] Gesellschaftliches Engagement

Hans-Ulrich Klose war von 1986-1989 Vorsitzender des Bundesvereins zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V.[1]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Seine Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz lehnte Hans-Ulrich Klose ab, da ihm dieses als ehemaligem Hamburger Senator aufgrund eines 1963 zuletzt bekräftigten Beschlusses des Hamburger Senates, aus hanseatischer Tradition, verboten war.

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

  • mit Dieter Biallas und Volker Rühe, SPD - CDU - FDP Beiträge zur Grundsatzprogrammatik der politischen Parteien, Verlag Lütcke & Wulff, Hamburg, 1974.
  • Charade (Lyrik), Bouvier Verlag, Bonn, 1997
  • Charade zwei (Lyrik), Bouvier Verlag, Bonn, 2001
  • Zeit schreiben. Gedichte 1995 bis 2007 (Lyrik), Bouvier Verlag, Bonn, 2007

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [1] 1986-2006, 20 Jahre Engagement für eine demokratische Wirtschaftsform, Solingen November 2007, Seite 26, Abruf 14. April 2008

[Bearbeiten] Weblinks


Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen