Hans Bertram (Soziologe)

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Hans Bertram

Hans Bertram (* 8. Juli 1946 in Soest) ist ein deutscher Soziologe.

Hans Bertram studierte von 1968 bis 1973 Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft an den Universitäten Münster und Mannheim. 1976 wurde er an der Universität Düsseldorf promoviert, 1981 habilitierte er sich in Heidelberg. Von 1981 bis 1984 war er Lehrstuhlinhaber für Soziologie der Universität der Bundeswehr München, bevor er bis 1993 Vorstand und Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Jugendinstituts war. 1986 erhielt er einen Ruf an die Universität Trier auf den Lehrstuhl für Soziologie. Seit 1992 ist er Professor und Lehrstuhlinhaber für Mikrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Vom 1998 bis 1999 war er Fellow am Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences der Stanford University, 2001 am Hanse-Wissenschaftskolleg.

Hans Bertram in Mitglied in verschiedenen Organisationen, in denen er zum Teil auch Ehrenämter einnimmt. So war er unter anderem Herausgeber des Berliner Journals für Soziologie, im Wissenschaftlichen Beirat für Sonderforschungsbereiche bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in der Zukunftskommission Gesellschaft 2000 des Landes Baden-Württemberg, im Konzil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Vorsitzender der Kommission für den Siebten Familienbericht des Deutschen Bundestages sowie des Beirats für Familienpolitik der Landesregierung Brandenburg. Aktuell ist Hans Bertram Mitglied der Agenda-Gruppe im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (seit 2007) und der Kommission Subsidiarität in der postmodernen Gesellschaft der Robert Bosch Stiftung.

Er ist verheiratet mit der Professorin Birgit Bertram und hat drei erwachsene Söhne.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • (zusammen mit Birgit Bertram) Soziale Ungleichheit, Denkstrukturen und Rollenhandeln. Ein empirischer Beitrag zur Diskussion über soziokulturelle Determinanten kognitiver Fähigkeiten, Weinheim/Basel 1974, ISBN 3-407-57002-3.
  • Gesellschaftliche und familiäre Bedingungen moralischen Urteilens , Düsseldorf 1976 (= Dissertation Düsseldorf 1976).
  • Sozialstruktur und Sozialisation. Zur mikrosoziologischen Analyse von Chancenungleichheit, Heidelberg 1981 (Habilschrift Heidelberg 1979).
  • Jugend heute. Die Einstellungen der Jugend zu Familie, Beruf und Gesellschaft, München 1987, ISBN 3-406-32224-7.
  • Sozialer und demographischer Wandel in den neuen Bundesländern, Berlin 1995, ISBN 3-05-002517-4.
  • Familien leben. Neue Wege zur flexiblen Gestaltung von Lebenszeit, Arbeitszeit und Familienzeit, Darmstadt 1997.
  • (als Herausgeber) Mittelmaß für Kinder. Der UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland, München 2008, ISBN 978-3-406-54826-0.
  • (zusammen mit Birgit Bertram) Familie, Sozialisation und die Zukunft der Kinder, Opladen 2009, ISBN 3866492871.
  • (zusammen mit Kurt Biedenkopf und Elisabeth Niejahr) Starke Familie – Solidarität, Subsidiarität und kleine Lebenskreise, Bericht der Kommission „Familie und demographischer Wandel“ im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart 2009.
  • Familie, sozialer Wandel und neue Risiken: Die vergessenen Kinder, In: Sicherheit und Risiko. Über den Umgang mit Gefahr im 21. Jahrhundert, hrsg. v. Herfried Münkler, Matthias Bohlender und Sabine Meurer, Bielefeld: transcript 2010.
  • (zusammen mit Helga Krüger, Katharina Spieß) Wem gehört die Familie der Zukunft? Expertisen zum 7. Familienbericht der Bundesregierung, Opladen 2006, ISBN 978-3-86649-049-9.
  • (herausgegeben zusammen mit Nancy Ehlert ) Family, Ties and Care. Family Transformation in a Plural Modernity, Opladen 2011, ISBN 978-3-86649-392-6
  • (herausgegeben zusammen mit Nancy Ehlert )Familie, Bindungen und Fürsorge. Familiärer Wandel in einer vielfältigen Moderne, Opladen 2011, ISBN 978-3-86649-447-3

Weblinks[Bearbeiten]