Hans Busch

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Physiker Hans Busch. Für den Künstler siehe Hans Karl Busch. Für den Politiker siehe Hans Busch (Politiker).

Hans Busch (* 27. Februar 1884 in Jüchen bei Grevenbroich; † 16. Februar 1973 in Darmstadt) war ein deutscher Physiker. Er war der Begründer der Elektronenoptik und legte damit die theoretischen Grundlagen für das Elektronenmikroskop.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Hans Walter Hugo Busch studierte ab 1905 in Berlin und später an der Universität Göttingen Physik. In Göttingen promovierte er über Stabilität, Labilität und Pendlungen in der Elektrotechnik. Im ersten Weltkrieg war er zuerst Artillerieoffizier und danach an der „Radiotechnischen Versuchsanstalt für Marine und Heer“ in Göttingen. Er habilitierte sich 1920 an der Universität Göttingen mit der Arbeit Über die Erwärmung von Drähten in verdünnten Gasen durch den elektrischen Strom.

1921 wurde Busch außerordentlicher Professor an der Universität Jena und entwickelte dort die Elektronenoptik und die Elektronenlinse. Aufgrund dieser Arbeiten wurde es möglich, die Bewegung von Elektronen in Magnetfeldern, die fokussierende Funktion von Spulen auf sich bewegende Elektronen und ihre abbildende Funktion zu berechnen. Diese Ergebnisse bildeten die theoretische Basis für die Entwicklung des Elektronenmikroskops. 1927 wurde er Technischer Leiter des Fernmelde-Kabelwerkes Oberspree der AEG.

1930 wechselte Busch als Professor für Elektrotechnik an die TH Darmstadt und baute hier das neue Institut für Fernmeldetechnik auf und schrieb dort auch sein grundlegendes Buch über die Elektronenoptik. 1949 wurde er zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie ernannt und mit dem Titel „Vater der Elektronenoptik“ geehrt. 1952 wurde Busch emeritiert. Ein Gebäude (S3/06) des Fachbereichs Elektrotechnik an der TU Darmstadt wurde zu seinen Ehren nach seinem Namen benannt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Literatur

  • Deutscher Wirtschaftsverlag, AG (Hg.): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft, Band 1, Berlin, 1931

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ZPF Heft-Nr. 1/1965; S. 1
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