Hans Carl von Zwierlein

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Hans Carl von Zwierlein

Hans Carl (auch Karl) Freiherr von Zwierlein (* 3. Januar 1768 in Wetzlar; † 9. Juni 1850 in Geisenheim) war ein Kunstsammler, Jurist, nassauischer Gutsherr und Politiker und ehemaliger Abgeordneter der Landstände des Herzogtums Nassau.

Inhaltsverzeichnis

Familie[Bearbeiten]

Hans Carl von Zwierlein stammt aus einer Juristenfamilie. Sein Großvater, Johann Jacob Freiherr von Zwierlein war Dr. und Lic. jur, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht. Aus dessen Ehe mit Dorothea Friederike geborene von Wahl gen. Hubin von Gülchen ging der Vater von Hans Carl von Zwierlein hervor: Christian Jacob Freiherr von Zwierlein (* 4. Dezember 1737 in Wetzlar; † 10. August 1793 in Langsdorf). Wie sein Vater wurde er Dr. jur, Advokat und Prokurator am Reichskammergericht. Er heiratete am 2. Mai 1766 in Wetzlar Christine Friederike geborene von Hopfer (* 4. Oktober 1749; † 15. April 1823 in Langsdorf), die Tochter des preußischen Geheimrats Johann Friedrich Erasmus von Hopfer und dessen Frau Christine Elisabeth geborene Wolf von Schlimmenberg.

Hans Carl von Zwierlein heiratete 1801 in Wetzlar in erster Ehe Maria Magdalena geborene von Gülich (* 10. Juli 1772 in Wetzlar; † 5. Januar 1843 in Geisenheim), die Tochter des Advokaten und Prokurator am Reichskammergericht, Dr. jur. Johann Philipp Gottfried von Gülich und dessen Frau Marianne geborene Rüding. Aus der Ehe ging der Sohn Hans Constantin von Zwierlein (1802-1863) hervor, der ebenfalls nassauischer Parlamentspräsident werden sollte.

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er am 14. Februar 1844 in zweiter Ehe die Dichterin Wilhelmine Julie Adelheid geborene von Stolterfoth (1800-1875).

Leben[Bearbeiten]

Hans Carl von Zwierlein studierte Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen und schloss das Studium mit der Promotion zum Dr. jur. ab. 1787 machte er eine Ausbildung in der väterlichen Kanzlei, wurde 1789 Advokat und war 1793-1806 Prokurator am Reichskammergericht. Danach lebte er als Alleinbesitzer des Zwierleinschen Hofs in Geisenheim.

Am 27. September 1790 wurde er in der Reichs- und kurbayerischen Freiherrenstand erhoben. 1794 wurde er zum Geheimen Kriegsrat und nassauischen Kammerherren ernannt.

Zwischen 1818 und 1847 war er Mitglied der ersten Kammer der Landstände der Herzogtums Nassaus. 1818 bis 1831 (wobei er 1829 nicht anwesend war) war er gewähltes Mitglied, 1831 wurde er zum Mitglied auf Lebenszeit ernannt (1843 war er erneut nicht anwesend). 1838 war er Präsident der ersten Kammer. 1819 sprach er sich gegen die ersatzlose Aufhebung der Zünfte aus und befürwortete 1831 den Beitritt Nassaus zum preußischen Zollverein.

Er war bekannt als Sammler kirchlicher Kunst.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]