Hans Haid

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Alte Schmiede in Wien: Lesung von Hans Haid (2008)

Hans Haid (* 26. Februar 1938 in Längenfeld, Ötztal) ist ein österreichischer Volkskundler, Bergbauer und Mundartdichter.

Leben[Bearbeiten]

Hans Haid war Angestellter, machte die Externisten-Matura und anschließend ein Studium der Volkskunde an der Universität Wien, das er 1974 mit dem Dr. phil. abschloss. Seine Dissertation schrieb er über das Brauchtum im Ötztal und seine tourismusbedingten Veränderungen.

Er lebt heute in Heiligkreuz im Venter Tal bei Sölden, auf dem 1680 m hoch gelegenen Hof "Roale". Haid zählt heute zu den bekanntesten und umstrittensten Persönlichkeiten des Ötztals.

Haid war mit der Volksmusikforscherin Gerlinde Haid (1943–2012) verheiratet.

Wirken[Bearbeiten]

Durch ihn erfuhr die Ötztaler Mundart Anerkennung und Verwendung als Medium literarischer Gestaltung. Er veröffentlicht seit gut drei Jahrzehnten Mundartgedichte, Hörspiele und Romane. Ein zentrales Thema seiner literarischen Arbeiten ist die Beeinflussung des Alpenraums durch die Auswüchse des Massentourismus. Hans Haid hat auch zahlreiche Bildbände und volkskundliche Bücher über altes Brauchtum bis zum Aufzeigen neuer Wirtschafts- und Lebensformen in den Alpen herausgegeben und geschrieben.

Neben seiner literarischen Tätigkeit ist er Begründer und Initiator mehrerer Vereine und Organisationen, wie der Ötztaler Heimatverein und Freilichtmuseum (1964), Internationales Dialektinstitut (1976), Arge Region Kultur (1985), Pro Vita Alpina (ein Zusammenschluss alpiner Initiativen von Slowenien bis Savoyen, 1989) und seit 1995 Entwickler von EU-Projekten (LEADER, Interreg I und II), Verein sall wöll (das wohl).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl aus den letzten Jahren)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cultura.at/haid/biografie.html